
Heute der zweite Teil zu Sansa. In Teil 1 gings ja darum, dass wir Sansa vorerst nicht mehr rauslassen, wie unglücklich sie damit (vor allem anfangs) war und wie wir versucht haben, sie mit Leckeres zu bestechen 😊.
Ich weiß nicht, wie die verlinkten Videos bei anderen aussehen, wenn man eine Email von WordPress bekommt, aber bei mir ist das nicht so richtig deutlich 😬, dass es Videos sind, die man anklicken kann/muss. Zu erkennen sind sie anscheinend nur an den schwarzen Balken oben und unten.
Annäherungsversuche
Wie transportiert man eine Katze, die sich nicht anfassen und fangen lässt, zum Tierarzt?
Da Sansa in ein paar Wochen auch geimpft werden musste, war die Frage, wie wir sie in eine Katzenbox für den Transport bekommen 😬. Erste Versuche scheiterten kläglich – sie ist einfach zu schnell und man bekommt sie nicht zu fassen 😟. Sobald sie merkt was wir vorhaben, flüchtet sie auf einen der hohen Balken 🙄. Dort wollen wir sie auch nicht runterwerfen – die Verletzungsgefahr (auch für uns, aber hier ist Sansa gemeint) ist einfach zu groß 😟.


Der Plan – in die Diele einsperren und ganz vorsichtig und mit viel Geduld an uns gewöhnen
Nächster Plan: Wir locken sie in die Diele. Den Durchgang zum Wohnzimmer haben wir mit einer großen Spanplatte geschlossen. Sobald sie in der Diele ist, machen wir die Küchentür zu – und die kleine Zicke kann sich nirgendwo mehr verkriechen 😊.
Dachten wir – hatten aber übersehen, dass sie sich in ihrer aufkommenden Angst unter den Dielenschrank zwängt 😬. Super das. Also haben wir beim nächsten Versuch die Lücken „abgedichtet“. Letztlich hat sie sich in eine Ecke gequetscht und ganz klein gemacht. Wir haben uns dann gaaaanz langsam in Zeitlupe an sie herangeschoben. Immer wieder Pause. Leckerlis wollte sie nicht. Als wir sie dann super vorsichtig und immer noch in Zeitlupe berührt haben (mit dicken Handschuhen – Katzenkrallen und Zähne sind echt scharf!)), ist sie beim ersten Mal panisch aufgesprungen und weg 😳. Aber nicht gebissen oder gekratzt. Trotzdem hätten wir da fast aufgegeben. Aber wir mussten sie ja irgendwie in den Korb bekommen 🙄. Also haben wir es später nochmals probiert. Und oh Wunder – es ging schon besser! Sie hatte sichtlich Angst und zitterte ein bisschen, aber blieb liegen, versucht sich nur weiter in die Ecke zu drücken.
In den nächsten Tagen und Wochen haben wir die Prozedur immer wieder wiederholt und es wurde von Tag zu Tag wirklich immer besser. Anfangs hat sie noch oft versucht, durch die Katzenklappe zu entfliehen. Vor allem wenn Thorin dabei war, hat sie die Prozedur aber geduldig über sich ergehen lassen 😊. Wenn sie irgendwann gar nicht mehr wollte, hat sie sich an uns vorbei gedrückt, ist dann aber recht ruhig im Raum sitzen geblieben.
Auch die Aktion Sansa zum Tierarzt zu schleppen hat sehr viel besser geklappt, als ich es mir hätte träumen lassen 👍. Auch als sie wieder zu Hause war, hat sie sich relativ normal benommen. Keine Flucht auf Balken, in den Keller oder unter irgendwelche Möbel – und Leckerlis wollte sie sich auch nicht entgehen lassen 😉.
Nach 2 Monaten konnte Julika sie schon wirklich richtig streicheln – am Kopf und Seite. Bauch mag sie nicht. Das Problem ist aber, dass sie sich schon nach ein paar Tagen immer weniger gut in die Diele locken ließ 🙄. Bis das dann praktisch gar nicht mehr geklappt hat. Sie hat Thorin zwar in der Diele „abgeholt“, wenn er rein kam, aber sobald wir uns auch nur ansatzweise in Richtung Tür bewegt haben, ist sie wie ein geölter Blitz aus der Diele geflüchtet 😬.
Schlimmer noch hat sie angefangen grundsätzlich „Angst“ vor Türen – geschlossenen Türen- zu bekommen 😟.
Deswegen haben wir den Langzeitversuch dann abgebrochen 🙄. Aber insgesamt hat sie uns als Menschen akzeptiert – sie „redet“ mit uns. Hat sie vorher irgendwo gesessen und gemauzt, setzt sie sich jetzt auch gerne direkt vor uns und jammert uns an 😃. Auch das richtig laute Schreien hat ganz aufgehört. Und nachdem sie gemerkt hat, dass wir sie nicht mehr einsperren und dann streicheln, ist sie richtig gelassen im Umgang mit uns 👍. Auch wenn nach wie vor „nur gucke, nix anfasse“ gilt 😉, stört sie sich nur noch selten an uns oder geht uns aus dem Weg. Ein echt großer Fortschritt 👍.
Sie liegt jetzt sehr oft irgendwo in unserer Nähe – vor allem, wenn wir uns unten im Erdgeschoss aufhalten. Dann liegt sie am liebsten auf einem der Stühle – ein wenig Schutz von oben durch den Tisch, aber ganz entspannt. Dort schläft sie stundenlang oder beobachtet uns 😊.
Annäherungsversuche – Teil 2
Julika kann sie vorsichtig berühren, wenn sie auf ihren Lieblingsplätzen liegt
Seit 2 oder 3 Wochen geht Julika manchmal zu ihr, wenn sie auf dem Stuhl liegt und berührt sie wieder gaaaanz vorsichtig (natürlich nur wenn sie wach ist). Und siehe da – das funktioniert meistens 😊👍. Streicheln kann man das (noch) nicht nennen, aber ein paar mal lässt sie sich berühren -wenns ihr zuviel ist, springt sie runter oder „krabbelt“ auf den nächsten Stuhl. Inzwischen hat Julika aber gutes Gespür, wann sie aufhören muss. Und das nimmt Sansa uns in keiner Weise krumm. Läuft 😃! Wir haben echt Hoffnung, dass wir sie irgendwann (in ein paar Monaten) soweit haben, dass sie sich ohne ungute Gefühle richtig anfassen lässt 😉.
Spielgefährte für Sansa?
Was aber bei aller Euphorie bleibt, ist, dass Sansa oft unterfordert ist und sich langweilt 🙁. Sie ist ein echtes Cleverle und sie liebt es zu jagen – sei es Bälle, Schnürsenkel an Stöckchen oder auch Mäuse, die Thorin ihr leider ab und zu mit nach Hause bringt 😬. Wenn die dann wenigstens schon tot sind – was aber leider nicht die Regel ist 🙄. Manche können wir retten 😊.
Deswegen überlegen wir, ob wir für Sansa noch einen Spielkameraden oder Kameradin aufnehmen. Nicht ganz einfach. Schön wäre es, wenn der Neuzugang vielleicht auch schon an Menschen gewöhnt ist und sich gerne Streicheleinheiten abholt. Unsere Hoffnung ist, dass sich Sansa vielleicht dann auch noch das „gestreichelt werden“ abguckt 🙄.
So ganz unbegründet ist die Hoffnung übrigens nicht – man kann das bei Thorin und Sansa jetzt schon sehr gut beobachten. Thorin hat sich von Sansa das Spielen und das Mauzen abgeschaut. Umgekehrt hat sie sich angewöhnt, sich vor uns zu setzen, oder an den Ort, an dem sie etwas von uns will – seit etwas zu fressen, mit uns spielen 😃. Nennt man Erziehung – ist halt echt schwer, gutes Personal zu finden 😂.
Wir haben da auch schon eine Idee – aber dazu ein andres Mal mehr. Ich höre Julika schon hinter mir knurren – „schreib nicht soooo viel“ …
Nachtrag – steter Tropfen … große Erfolge!
Ich muss jetzt doch noch einen letzten Absatz schreiben 😊 – seit ein paar Tagen läßt Sansa sich immer öfter und länger anfassen und vorsichtig streicheln. Hier auf dem Sofa – sowas war bis jetzt undenkbar:
Und manchmal wenn Julika sie streichelt, legt sich sich auf die Seite und fängt leise an zu schnurren!
Unsere Love war ein ähnlicher Sonderfall – erst haben wir gedacht, dass sie ab Werk keinen Schnurrer eingebaut bekommen hat. Und Anfassen ging gar nicht. Aber irgendwann wurde (fast) alles gut. Sie ist immer noch ängstlich und manchmal schreckhaft. Aber sie kuschelt mittlerweile richtig gerne.
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Mal schauen, wie es sich bei Sansa entwickelt. Sind gespannt, wie weit die Woche Urlaub uns zurück wirft 🙄
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[…] be continued … hier in Teil 2 […]
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[…] hatte ja schon in dem letzten Post über Sansa am Ende angedeutet, dass wir nach einem Spielgefährten oder Spielgefährtin für Sansa schauen. […]
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