Ich hab mich entschieden, einen separaten Post zum Thema Elektroauto und Winterurlaub zu schreiben. Ist ja doch eher ein Spezialthema 😉.
Im vorletzten Sommer haben wir eine lange Rundreise durch Nord-Frankreich mit dem Tesla gemacht (wir berichteten hier 😄). Aber winterliche Bedingungen sind ja bekanntermaßen für ein Elektroauto eine besondere „Herausforderung“. Aber auch der zweite Skiurlaub war total problemlos. Sowohl auf der Hin-, als auch auf der Rückfahrt haben wir 2 Ladestopps eingelegt. Wir haben das nicht vorher geplant – was auch wirklich nicht nötig ist, wenn man die Supercharger nutzen kann – und preislich sind die trotz angehobener Preise weiterhin im Vergleich günstig.
Wir haben die Stopps so gelegt, dass wir mit maximal 10% Restkapazität an den Ladesäulen angekommen sind – je niedriger die Ladung, desto höher (und damit schneller) ist die Ladeleistung. Ich hatte das erste mal die Gelegenheit, einen der schnelleren V3 Supercharger zu nutzen. Das ist dann echt beeindruckend: Die maximale Ladeleistung von 250 kW liegt zwar nur bei niedrigem Akkustand an und fällt dann kontinuierlich ab (das ist beim Porsche Taycan wohl anderes, also besser), aber dann würde man bei gleichbleibender Ladeleistung über 1.600 Kilometer Reichweite „aufnehmen“ können 😳👍. Wenn man, wie gesagt, mit max. 10% Restkapazität ankommt, reicht damit eine gängige Pause mit einem Gang zum WC in einer Raststätte aus, um anschließend entspannt weiterzufahren 😉.
Auf dem einen Screenshot zieht man, dass es ca. 40 Minuten dauern würde, bis der Akku komplett auf 100% voll geladen wäre. Geschätzt die letzten 20% würden mehr als die Hälfte der Gesamtzeit benötigen 🙄.
Wo wir noch bei der Fahrt sind – auf der Rückfahrt eine witzige Anekdote 😎: Von Obertauern aus gehts ja über 10 Kilometer in teilweise sehr engen Kurven ziemlich steil runter ins Tal, wo es dann wieder auf eine breit, gut ausgebaute und flache „Bundesstraße“ geht. Sprich Berg runter wird der Akku über die Rekuperation aufgeladen(gefühlt wie Bremsen, nur ohne dass die mechanischen Bremsen betätigt werden 😉). Das führt zu folgender Anzeige – quasi ein Perpetuum Mobile 😂:
Am Fuße der Serpentinen hingen die Wolken mitten im Tal, zuerst konnte man von oben auf die Wolkendecke schauen und dann fuhr man in diese hinein. Ein spektakuläres „Schauspiel“ – die Bilder können das mal wieder nur ansatzweise wieder geben:
Und noch etwas Interessantes (für Fahrer:innen von E-Autos zumindest – oder solche, die es werden wollen 😜): Beim letzten Besuch in Salzburg haben wir (wieder einmal) den Wagen in der Parkgarage Linzer Gasse abgestellt. Damals war uns schon aufgefallen, dass es dort mehrere Plätze mit Lademöglichkeiten für Elektroautos gab. Allerdings benötigte man das eigene Typ2 Ladekabel, welches wir in der Tiefgarage des Hotels gelassen hatten 🙄.
Diesmal hatten wir eines eingepackt – und es war tatsächlich einer der drei Parkplätze frei. 39 Cent/kWh ist nicht besonders günstig, aber auch nicht wirklich teuer – auf jeden Fall eine sehr bequeme Lademöglichkeit. Wir wären ohne Probleme auch zurück ins Hotel gekommen, aber wir wollten das mal ausprobieren. Genaugenommen war das das zweite Mal überhaupt, dass wir an einer öffentlichen, kostenpflichtigen Ladesäule geladen haben 😎!
Wir haben etwas Zeit benötigt, bis wir (genauer Julika) herausgefunden hatten, wie das mit dem Bezahlen funktionieren sollte – und zwar denkbar einfach! Zum Freischalten der Ladesäule scannt man einfach den Barcode des Parktickets, welches man bei der Einfahrt gezogen hat. Die Ladegebühr wird dann entsprechend auf die Parkgebühr aufgeschlagen (bei uns 3,80 €). Super einfaches Abrechnungsmodell – ganz ohne Ladekarten & Co 👍.
Ich habe ja schon mal nebenbei 😊 erwähnt (so 2-19 mal 😂), dass Tesla auch bereits verkauft Autos per Software-Updates verbessert. Dazu gehören Verbesserungen genauso wie neue Features. Seit wir den Wagen haben (ziemlich genau 9 Monate) gab es zwei Updates mit Leistungsverbesserungen (Motoren und auch Reichweite) von je „bis zu 5%“. Nach Messungen verschiedener Nutzer (IOS/Android App ScanMyTesla), sind damit auch die Beschleunigungswerte des Wagens (in allen Modellen) verbessert worden. Tesla selber gibt für unser Modell (Größte Batterie, Dual Motor – kein Performance) für den für Vergleiche immer herangezogenen Sprint von 0-100 km/h 4,6 Sekunden an. Der Wert ist seltsamerweise auch nach den vorherigen Updates unverändert so auf der Website zu lesen 🤔.
Heute kam eine Email, dass für unser Modell (und das scheint zumindest aktuell auch das einzige zu sein) ein kostenpflichtiges Update angeboten wird: Beschleunigungsboost! 😃
Auch hier wird wieder von 4,6 Sekunden als Basis ausgegangen. Im TFF-Forum (Tesla Fahrer & Freunde) gibt es verschiedene (teils sehr wilde – natürlich 😜) Spekulationen, wie das zusammen passt. Die zwei gängigen Meinungen scheinen zu sein:
Keiner hat der Marketing Abteilung gesagt, dass es zwischenzeitlich bereits Software-Updates gab – is klar 🙄
Aus irgendwelchen rechtlichen Gründen müssen sie „offiziell“ bei den ursprünglichen Werten bleiben, da es einfach nicht vorgesehen ist, einmal abgenommene Eigenschaften nachträglich zu verändern.
Zweiteres scheint mir persönlich logischer. Bei unserem ersten Porsche habe ich damals eine Leistungssteigerung bei einem Tuner durchführen lassen – was dann in die Papiere eingetragen wurde.
Die ersten Erfahrungsberichte sprechen von einer „deutlich spürbaren“ Steigerung – nicht nur in dem besagten Sprint, sondern vor allem auch bei Alltags-relevanten Situationen wie Überholvorgängen auf der Landstraße. Schauen wir mal … 😉
OK, vielleicht etwas zu reißerische Überschrift. Mir fiel aber nix besseres ein – letztlich sind es einfach ein paar Infos, die ich hier festhalten möchte. Und um die Spannung nicht ins Unermessliche zu steigern: Mehr Licht als Schatten!
Im Einzelnen geht es um:
Immer noch „Service Hell 2.0“ – 9 Monate kostenlose Nutzung der Supercharger
„Service Heaven X.Y“ – Software Update erhöht erneut Performance und Reichweite von ausgelieferten Fahrzeugen
Aber die Batterie – hält die denn auch?! 100.000 Meilen mit dem M3
Immer noch „Service Hell 2.0“ – 9 Monate kostenlose Nutzung der Supercharger
Das Unerfreulichste zuerst. Die Organisation Tesla ist wohl leider immer noch nicht so richtig aufgestellt, um die „vielen“ (im Vergleich zu den Zeiten, wo es nur Model S und X gab) Kunden angemessen zu bedienen und Anfragen zu beantworten. Ihr erinnert Euch? Production Hell – Delivery Hell – Service Hell. Elon Musk‘s eigene Worte 🙄.
Da wir vor unserer Bestellung im letzten Dezember nicht einmal eine Probefahrt gemacht hatten, sollten wir zusätzliche 3 Monate kostenlose Nutzung der Tesla eigenen Ladeinfrastruktur erhalten – zusätzlich zu den 6 Monaten, die wir als Reservierer und Besteller der ersten Stunde bekommen haben. Der ganze Bestellvorgang war „damals“ ja sehr chaotisch. Immerhin wurde die kostenlose Nutzung im Account hinterlegt. Allerdings wurde dort kein Zeitraum, kein Enddatum angezeigt. Auf Nachfrage hieß es immer, das würde dann irgendwann angezeigt und falls nötig die zusätzlichen 3 Monate eingetragen.
Kurz vor Ablauf der 6 Monate wurde dann in meinem Account ein Datum angezeigt – es waren aber weder die 6 Monate, noch die insgesamt 9. Irgendwas wie 6,5 Monate oder so. )
Es war ein wahrer Marathon mit diversen Anrufen, eine ganze Reihe von Emails an verschiedenste Email-Adressen, die ich größtenteils aus dem TFF-Forum hatte, bis das dann tatsächlich geklappt hat! Nachdem ich es irgendwie geschafft habe, ein Mitarbeiterin zu „finden“, die sich für zuständig hielt, war das Ganze dann wieder einfach und schnell gelöst. Erst kam eine Email, dass der Vorgang in Bearbeitung sei. Dann rief die Mitarbeiterin mich (über ein Handy) an und teilte mir mit, dass die 9 Monate eingetragen seien und es nur noch etwas dauern könne, bis das auch angezeigt wird. Bei Problemen soll ich mich in der Zukunft gerne direkt an sie wenden. 3 Stunden später war alles gut!
Wie ich ja schon vor ein paar Tagen geschrieben habe: Die Mitarbeiter scheinen echt alle motiviert und sehr bemüht zu sein. Man muss nur erstmal an den/die richtige Ansprechpartnerin rankommen ….
„Service Heaven X.Y“ – Software Update erhöht erneut Performance und Reichweite
Eines der „Selling Points“ (Verkaufsargument?) für einen Tesla ist sicher das Feature, das neue Software komfortabel „over the air“ eingespielt wird (OTA updates). Hatten wir doch vor ein paar Tagen erst für das Software Release V10.
Da ging es vor allem um neue Features. Jetzt hat Tesla aber angekündigt, die Performance und teilweise auch die Reichweite der PKW zu erhöhen – um bis zu 5%. Für bereits verkaufte Wagen wohlgemerkt! Das wäre dann das zweite Mal, dass die Performance unseres Model 3 nachträglich verbessert wird. Ich finde, das ist es wert, extra hervorgehoben zu werden.
Wenn ich mal auf meinen anderen Lieblingsauto-Hersteller schiele – bei Porsche bezahlt man für ein paar PS mehr richtig viel Kohle. Das geht natürlich eh nur mit anderer Hardware (lassen wir das Chip-Tuning mal außen vor – ist ja zumindest umstritten, ob das was bringt). „Kostenlos“ dürfte für die etablieren Hersteller wohl eher ein Albtraum sein .
Außerdem zeigt es ein weiteres Mal einen Punkt, der vielen wohl nach wie vor nicht so klar ist: Ein (von Grund auf) gut entwickeltes Elektroauto besteht zu einem wesentlichen Teil aus: SOFTWARE.
Einen Punkt muss ich hier aber jetzt noch loswerden – bei all dem Lob. Was überhaupt nicht funktioniert ist die Automatik des Scheibenwischers! Das ist echt eine Frechheit. Einerseits kann man sagen, naja, ist ne Kleinigkeit. Aber das ist ja wohl seit Jahren ein gelöstes Problem. Und was nützt mir ein komfortabler „Autopilot“ (sagen wir besser Fahrassistent), wenn ich wegen des Scheibenwischers doch andauernd irgendeinen „Knopf“ drücken muss ….
Aber die Batterie – hält die denn auch?! 100.000 Meilen mit dem M3
Eins der Standard-Themen der „Elektro-Gegner“ – die Batterie gibt schnell den Geist auf und das BEV (Battery Electric Vehicle) ist schrottreif. Taugt nix die ganze Technik.
Wir hatten das Thema auch in unserem Blog mal – meine ich … so 2-19 Mal . Mal abgesehen von der Garantie auf die Batterie über 8 Jahre bzw. 160.000 km – wichtig sind letztlich reale Erfahrungen. Genau die hat jetzt in den Staaten ein Model 3 Käufer dem sehr bekanntem Blog Electrek in einem Interview Erfahrungen mitgeteilt: Er hat die 100.000 Meilen Grenze mit seinem Wagen überschritten. So ganz viele nützliche Details scheinen in dem Interview leider nicht rüber gekommen zu sein – aber das Fazit fällt sehr positiv aus. In seinem Fall hat die Batterie nach eigener Aussage nur ca 2,5% Kapazitätsverlust. Ich verlinke hier mal die deutsche Meldung auf TeslaMag, als auch das original Post auf Electrek.
Bisher war doch alles so schön – warum musstest ihr das kaputt machen?! 😭🥺 Ein wahrlich traumatisches Erlebnis 😳🥺
Aber der Reihe nach – was ist passiert:
Tesla hat kürzlich das von vielen lange erwartete Software-Release V10 freigegeben und auf die Autos gespielt. OTA – over the air – natürlich. Die neue Software liefert neben einigen Detailverbesserungen auch ein paar neue Festures. Die Benutzer in USA bekommen (endlich) eine Spotify-Integration, was es in Europa ja schon lange gibt. Und Enhanced Summon (erweitertes Herbeirufen- Nerdfaktor 1.000 auf einer Skala von 0 bis 100 😎😂) ist zumindest in Deutschland nicht freigegeben. Dafür dürfte es keine Zulassung seitens des Kraftfahrbundesamtes geben 😟.
Ansonsten geht es im dem Update vor allem um das Thema „Unterhaltung“. Ein neues Spiel, was man mit einem Kontroller spielen kann – natürlich nur, wenn der Wagen steht 😂. Gleiches gilt für Youtube und Netflix, was jetzt direkt in die Software integriert ist. Soll halt vor allem die Pausen beim Laden „versüßen“, nehme ich mal an 😉.
Was ich irgendwie links liegen hab lassen, ist das neue Karaoke-Feature. Großer Fehler 😬! Julika hat das Feature nämlich gestern entdeckt 😳. Stellt Euch Euer erschütternstes Erlebnis vor:
Es war SCHLIMMER!
Beweisfotos anbei:
Karaoke-Feature in Teslas neuer V10 Software
Noch Fragen?! Es wird voller Inbrunst mitgesungen – wie sich das gehört, nicht schön, aber dafür laut 😜
Hier das Grauen nochmal in Großformat 😳
A.d.R.: Kompromittierende Beweisfotos der Sängerin fiel der Zensur zum Opfer 😂
Aber von den 1.000 Minuspunkten für Tesla muss man zumindest einen wieder abziehen: Zumindest kann man sich ja bei Benutzung des Autopiloten die Fingern in die Ohren stecken … 👍😂
Hatten wir ja schon lange nicht mehr – Infos zu unserem Model 3 . Ich muss auch unbedingt noch ein Update zum Thema „Service Hell 2.0“ schreiben – Tesla scheint das immer noch nicht im Griff zu haben 🙄
Aber hier soll es um unseren Service Termin gehen, den wir am letzten Montag hatten. Dazu muss man in eines der -ich meine sieben- Service Center in Deutschland. Für mich das nächste und einfachste ist Frankfurt. Eigentlich war der Plan, den Wagen ganz früh morgens (7:15 😬) bei Tesla abzugeben, irgendwie ins Office zu fahren und den Wagen abends wieder abzuholen. Den Termin hatte ich schon vor 2 Monaten gemacht – alles ausgebucht und alles andere als einfach (siehe oben – Stichwort Service Hell). Jetzt hatten wir an dem Montag aber beide Urlaub genommen. Sprich: Planänderung. Wir geben den Wagen ab, fahren in die Stadt und machen uns dort einen schönen Tag und erledigen ein paar Dinge. Glücklicherweise habe ich von einigen Mitarbeitern aus dem Service Center Frankfurt die persönlichen Email-Adressen. Einen habe ich angeschrieben und nett angefragt, ob man den Termin vielleicht nach hinten schieben kann – umgehend kam die Antwort, dass sei kein Problem: 8:15 👍. Kurz danach eine automatisiert Email mit Kalendereintrag. Geht doch!
Aber einen Schritt zurück. Service Termin? Für einen Tesla?!? Ich erzähle doch immer, dass es gar keine Serviceintervalle mehr gibt 🧐. Korrekt. Keine Serviceintervalle für Wartungsarbeiten. Bei der Übergabe habe ich aber ein paar Kleinigkeiten notieren lassen, die „später“ (nämlich letzten Montag) noch erledigt werden sollten. Beispiel: Das Lenkrad saß nicht 100% gerade auf der Narbe. Das Fernlicht musste neu eingestellt werden. So ab 70-80 km/h hatten wir Geräusche von vorne links, als wenn irgendein Blech nicht richtig festgeschraubt ist – sowas halt.
Um das Ergebnis vorweg zu nehmen: Das hat alles prima funktioniert, ganz entspannte Übergabe und Aufnahme der Arbeiten und sie haben wirklich alle Punkte erledigt. Sogar die Quelle des Geräuschs haben sie gefunden (Auskleidung Radkasten) und behoben. Da hatte ich im Vorfeld so meine Zweifel, ob da was zu finden ist. Die Mitarbeiter alle freundlich und aufmerksam. Aus unserer Sicht gabs da nix zu meckern. Alles Top. So wie auch schon bei der Auslieferung. Selbstverständlich hing der Wagen an der Wallbox, als wir ihn Nachmittags abgeholt haben.
Das Fazit bleibt wie schon bisher – das Produkt ist wirklich toll. Die Mitarbeiter sind immer freundlich und bemüht – wenn man es dann geschafft hat, einen Ansprechpartner zu bekommen 🙄. Aber alles was mit Organisation & Kommunikation zu tun hat, ist nach wie vor -gelinde gesagt- schwierig ☹️.
Wir haben den Tag dann in der Stadt verbracht. Ich arbeite da zwar seit vielen Jahren, aber ich kenne mich da überhaupt nicht aus 😊 Bis auf das Bankenviertel und den Weg zum Apple Store natürlich 😜
Man sollˋs nicht glauben, aber ich habe mir sogar mal zwei neue Hosen gekauft. Eigentlich nur, damit das Genörgel von der Seite endlich aufhört 😜
Ansonsten haben wir uns einfach mal treiben lassem, morgens ganz gemütlich einen Kaffee getrunken und ein belegtes Brötchen gegessen. Und die eine oder andere Kuriosität gesehen – ich hab da ja nicht so die Peilung von, aber ich glaube, dieser Lego Sternenzerstörer ist schon was Besonderes 😎 Für eine andere spendiere ich sogar ein eigenen Blogpost 😄
Tesla hat diese Woche begonnen die Maximalleistung der V2 Supercharger deutlich zu erhöhen: Waren es bisher max. 120 kW sind es jetzt nach dem Update 25% mehr – sprich 150 kW 👍
Das Model 3 kann diese Erhöhung voll ausnutzen (das Model S ist meines Wissens nach nicht dafür ausgelegt – zumindest alle bis auf die letzte Generation).
Das verkürzt die Standzeit ein weiteres Mal – was mir teilweise gar nicht so recht ist 😬 Da lohnt es sich bald nicht mehr wirklich, während des Ladens joggen zu gehen 🙄, obwohl ich da ja eh schon zusehe, dass die Batterie möglichst leer ist (also die empfohlenen 10%).
Ich weiß, ich hab schon 2–19 mal darauf rum gehackt: aber es macht so ein Spaß 😜 Wie war das mit
noch gleich?! Während Villarriba schon längst wieder unterwegs ist, freut sich Villabajo über die tolle 40 kW Ladeleistung des Schnellladers bevor es verzweifelt feststellt, dass es nicht die richtige Ladekarte besitzt und die Säule sowieso nicht auf geht … 🙄
Dann versuche ich mal, ein wenig über unseren 2019er Sommerurlaub zu berichten – wenn auch mal wieder im Nachhinein. 🙄
Vorbereitungen
Den Wagen haben wir schon am Vortag soweit gepackt – erwartet haben wir eher so schottisches Wetter, nicht ganz so kalt und rau. Aber letztlich haben wir bis auf die schwere Regenkleidung alles eingepackt. Wanderklamotten und Utensilien und jede Menge Getränke haben wir im Model 3 verteilt. Irgendwie muss man ja die drei Kofferräume voll bekommen: Der vordere, der hintere und der hinten untere Kofferraum 😂 Vorne Wanderschuhe und Stöcke – die können da auch drin bleiben. Hinten unten (oder sagt man da unten hinten – ein echtes Problem 😎) die Getränke. Das wird am Ende der Berichterstattung noch von Bedeutung werden 😊.
Vorderer Kofferraum
Hinterer, unterer Kofferraum
Die Anreise nach Rouen
Wir haben uns für die nördliche Fahrtroute entschieden: Über Köln, an Aachen vorbei und durch Belgien nach Frankreich. Wir hatten für die Strecke nach Rouen zwei Tesla Supercharger Standorte rausgesucht, an denen wir laden wollten. Letztlich haben wir den ersten Stopp in Verviers (Belgien) dann einfach übersprungen, weil wir auch so bis Valenciennes gekommen sind. Also einfach nur ein Fahrerwechsel. Nähe Rouen gibts sowieso auch noch einen Supercharger Standort.
Was uns aufgefallen ist, dass die Standorte nicht wie in Deutschland direkt an Rasthöfen oder Raststätten liegen, sondern meistens muss man abfahren und die Ladestationen befinden sich dann auf dem Gelände von Hotels. 🙄 Da muss man dann oft durch die Schranke – tagsüber sind die offen, aber Nachts muss man dann wohl den Pförtner „nerven“. Ist halt ungewohnt, aber Probleme gab nie. Tesla scheint einen Vertrag mit der Ibis-Kette zu haben. Das haben wir öfters gesehen.
Natürlich darf man die Mautstellen in Frankreich nicht unerwähnt lassen. Da wir beide da bisher nicht wirklich Erfahrungen mit hatten, war das schon eine kleine Herausforderung, bis wir das System soweit verstanden hatten 🙄.
In welcher Reihe darf man sich anstellen, wo kann man mit Bargeld, wo mit Karte zahlen, welche Karten werden akzeptiert … an einigen Stellen zieht man erst eine Karte und bezahlt dann bei abfahren von der Autobahn (oder am Ende des Abschnitts), bei anderen Wegelagerer muss man direkt blechen ohne eine Karte … 😊. Hätte man bestimmt alles vorher googeln können – haben wir aber keine Zeit für investiert – und ging auch so 😄.
Beim ersten und einzigen Stopp haben wir einen Kaffee in der Hotel-Bar getrunken – gibt schlimmeres 👍.
In Rouen, unserem ersten Stopp, haben wir ein Hotel am Rande der Altstadt gebucht, was schlichte, aber sehr schöne und moderne Zimmer hat – und eine Lademöglichkeit für E-Autos 👍. Nachdem die Rezeption uns gesagt hat, dass wir lediglich den Stellplatz in der Tiefgarage zahlen müssen (Pro-Tipp: In Frankreich immer private Parkplätze nehmen, wenn irgendwie möglich🙄 – nicht am Straßenrand parken 😬), fürs laden aber keine Extra Gebühren anfallen, haben wir den Wagen auf einen der beiden aussergewöhnlich breiten Stellplätze für E-Autos gestellt. Angeschlossen, alles prima und am nächsten Morgen ist der Wagen wieder voll (sprich die üblichen 90% Akkukapazität um die Batterie zu schonen).
Rouen – schöne Altstadt
Nach einer kurzen Erholungspause sind wir dann losgezogen und haben uns die Altstadt von Rouen angesehen. Rouen ist ein sehr geschichtsträchtiger Ort – aber dazu im nächsten Post mehr 😉.
Die Stadt ist wirklich einen Besuch wert. Mittelalterliche Fachwerk-Häuser in rauen Mengen – alle sehr liebevoll gepflegt bzw. restauriert. Mehrere sehenswerte Kirchen. Überall verteilt kleine Plätze, an denen die Leute draussen sitzen und Kaffe trinken (Pro-Tipp 2: Kaffee kann der gemeine Franzose überhaupt nicht – unsere Erfahrung 😬) , sich unterhalten – oder natürlich Crepe essen 😉.
Wir sind einfach ein wenig durch die Stadt geschlendert, haben die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abgeklappert und haben uns treiben lassen. Dabei stößt man auch auf so manches Kleinod – zumindest für Katzenfreunde 😂. Und nur um das klar zu stellen – NEIN, wir haben Nix gekauft 😄:
Auffällig waren die vielen Bettler – nicht aufdringlich, aber schon sehr präsent. Vielleicht liegt das auch nur daran, dass wir das in dieser Art nicht gewohnt sind 🙄. Abends – in der Dämmerung- haben wir uns dann in ein kleines Café gesetzt – Halt! Falsch natürlich! … VOR das Café gesetzt 😉 , das Flair der lebendigen Stadt auf uns wirken und den ersten Abend gemütlich ausklingen lassen. So geht Urlaub. Kann man machen 😄.
Wir hatten uns -für unsere Verhältnisse schon relativ früh- überlegt, dass wir die Möglichkeit, das Model 3 kostenlos an den Tesla Superchargern zu laden, für eine Rundreise mit dem Wagen nutzen wollten. Schottland ist uns dafür dann doch zu weit, die baltischen Staaten sowieso – letztlich sind wir dann als Ziel in der Bretagne gelandet.
Für den Blogpost stellt sich natürlich die überaus wichtige Frage, in welcher Kategorie der Post einsortiert werden soll 😎 Ich habe mich dann salomonisch entschieden, den ersten Eintrag unter „Auto“ zu posten, und den Rest dann unter „Urlaub“. Schauen wir mal.
PLANUNG IM VORFELD & VERWENDETE TOOLS
Bis ans Ende der Bretagne sind es fast 1.200 Kilometer. Da wir eine Rundreise durch die Normandie und die Bretagne machen wollen, muss man sich über die verschiedenen Etappen im Vorfeld Gedanken machen. Heißt bei uns: Julika 🙄 wälzt Reiseführer, liest im Internet und sucht Hotels bzw. B&Bs raus.
Da wir hier jetzt nicht immer einfach nur auf kürzestem und schnellstem Weg von A nach B wollen, haben wir uns schon Gedanken gemacht, wie das mit der Reichweite des Wagens bzw. den verfügbaren Ladepunkten aussieht. Zum Beispiel wollten wir eine Halbinsel an der Küste entlang umfahren – was dann etwas über 300 Kilometer statt der direkten Verbindung mit 100 Kilometern sind.
Route entlang der Küste von Saint-Malo nach Peros-Guirec
Außerdem ist noch ziemlich unklar, wie der Verbrauch in Frankreich dann in der Realität aussieht. In Deutschland fahre ich ja fast ausschließlich Autobahn – Tempomat bzw. Autopilot auf 140 km/h gestellt. Bisher haben wir dabei ca. 10.000 gefahrenen Kilometern einen Durchschnittsverbrauch von knapp über 19 kW/100 km. In Frankreich sind die Tempolimits niedriger als in Deutschland und wir werden natürlich hauptsächlich über die Landstrasse fahren. Insofern erwarten wir eigentlich einen erheblich niedrigeren Verbrauch.
ChargeEV ist eine App, die das Verzeichnis der Ladestationen der Website Goinig Electric sehr schön darstellt. Das Verzeichnis wird von der Community und ist wohl das vollständigste, was es aktuell gibt.
Die Website A-Better-Routeplanner ist ursprünglich und vor allem zur detaillierten Routenplanung für Tesla-Fahrer entwickelt worden. Sie hat eine ganze Menge an wichtigen Features, die der Tesla-Navigationssoftware fehlen (Ihr erinnert Euch, ich berichtete 😄). Hier kann man eine Route mit beliebig vielen Zwischenstopps planen. Dazu gibt es eine ganze Reihe von „Pro“-Features: Man kann für das „Verbrauchsprofil“ sein konkrete Tesla-Modell auswählen, Abfahrtszeiten und Akkustände bei Fahrtbeginn, sowie minimale Akkustände bei Ankunft definieren, Präferenzen zum eigenen Fahrprofil bis hin zum erwarteten Wetter während der Fahrt (Temperaturen, Wind, etc.). Für Routen mit mehreren Stopps und/oder über mehrere Tage ist das wirklich ein sehr nützliches Hilfsmittel 👍
Über einen Account werden die geplanten Routen auch über mehrere Geräte (inkl. des Teslas) gesynced.
Routenplanung über mehrere Tage
LADESTATIONEN IN FRANKREICH
Frankreich ist mit Tesla’s Superchargern fast so gut bestückt, wie Deutschland. Aus besagten Gründen haben wir trotzdem einige zusätzlichen Ladestationen herausgesucht und eingeplant.
Wir haben uns dabei auf kostenlose Lademöglichkeiten beschränkt, da wir in Frankreich nicht mit irgendwelchen Ladekarten hantieren wollten 🙄. In Frankreich haben zum Beispiel diverse Lidl-Läden und eine Reihe von größeren Supermärkten kostenlose Ladesäulen.
Man trifft relativ oft auf Ladesäulen auf z.B. Parkplätzen – meistens aber nur eine Säule mit 2 Ladepunkten. Manchmal war ein Ladepunkt auch defekt. Das hat uns schon etwas erstaunt, da man E-Autos in Frankreich noch viel seltener sieht, als schon in Deutschland. Ab und zu, echt selten, mal eine Renault Zoe. Die ist aber auch so hässlich, dass man die schon von weitem überall erkennt 😊.
Vor der Rückfahrt hatten wir ein recht gutes Hotel mit Tesla Destination Charger gebucht. Das Hotel ist mitten in der Altstadt von Vitre. Die Parkplätze des Hotels zwei Straßen weiter – nicht überdacht. Der Parkplatz hätte irgendwas um die 10€ gekostet – und das Laden nochmal 15€ 🙄 Da wir mit halb-vollem Akku angekommen sind, hat sich das nun wirklich nicht gelohnt.
Wir sind dann aber aus Zufall in das öffentliche Parkhaus der Stadt geraten – Parken kostenlos und zusätzlich auch noch eine Reihe von kostenlosen Euro-Steckdosen! Sprich da kommen ganze 3 kW raus, aber was Solls: über Nacht ist die Kiste trotzdem voll und wenns kostenlos ist – wer würde sich da beschweren 😂 Übrigens sind die Franzosen mindestens genauso korrekt wie die Deutschen was besondere Berechtigungen betrifft: In der Garage gibts es nämlich einen Parkplatz für Elektroautos mit beeinträchtigten Fahren – sowas hab ich in Deutschland noch nicht gesehen! 😳
DIE RÜCKFAHRT – 900 KILOMETER AN EINEM TAG
Die Rückfahrt waren etwas über 900 Kilometer. Geplant hatten wir mit einem längeren Stopp mit Mittagessen (Ladezeit 45-50 Minuten) und dann zwei kürze Stopps (jeweils so 20 Minuten). Letztlich machen wir sowieso nach 1,5 bis 2 Stunden Fahrzeit einen Fahrerwechsel – und aufs Klo muss man ja auch öfter mal 😉
Der erste Stopp war im Gürtel von Paris – es gab keine relevante Route, die nicht über bzw. An Paris vorbei führte. Hier haben wir dann das erste Mal überhaupt gleich zwei „unschöne“ Situationen gehabt:
Wir mussten ca. 15-20 Minuten warten, da alle 12 Plätze belegt waren 😳! Und auch tatsächlich von Tesla-Fahrzeugen. Was ja nicht immer so ist, da stehen ja auch gerne mal Nicht-E-Autos irgendwelcher Idioten drauf 😬. Wenn man aber mal vergleicht: In Mogendorf an der A3 (Luftlinie 5 km von Staudt) gibt es insgesamt 12 Tesla Supercharger. In Paris gibt es im Süden 2 Standorte – einmal mit 12 und einmal mit nur 6 Platzen! Ist irgendwie nicht so richtig viel.
Als wir ankamen, war noch ein Ladeplatz frei – aber der funktionierte mit unserem Wagen nicht 😳. Ein anderer Model 3 Fahrer hat es dann nach uns auch probiert – gleiches Ergebnis. Bisher hatten wir da noch überhaupt keine Schwierigkeiten.
Blöderweise bin ich bei dem zweiten Supercharger-Standort (ausnahmsweise an einem Autobahn-Rasthof) zu weit gefahren, so dass wir nicht mehr an die Ladesäulen zurückkamen 😳😬. Wir hätten entweder an der nächsten Ausfahrt drehen müssen, oder eben bis zum nächsten Supercharger weiterfahren. Wir (OK, ich 😊) haben uns für die zweite Variante entscheiden: Navi sagt 160 Kilometer mit 120 km/h – dann kommen wir mit 5% Akkustand an 🙄. Letztlich waren es dann 8%. Aber Julika fand das nicht sooooo witzig 🙄.
Es ist aber schon echt erstaunlich, wie genau die Vorhersage zum Akkustand ist. Da wird immer zumindest das Höhenprofil berücksichtigt – eventuell auch das Wetter. Muss ich mal im Winter beobachten.
Insgesamt sind wir aber echt entspannt angekommen. Vor allem wegen der leeren Autobahnen in Frankreich, die man über weite, wirkliche WEITE Teile mit dem Autopiloten fahren kann 👍. Dafür ist natürlich auch das generelle Tempolimit hilfreich – muss man zugeben. Und die beiden längeren Pausen zahlen da sicher auch drauf ein.
Hier mal ein Eindruck, wie das Überholen – sprich der Spurwechsel mit Autopilot aussieht. Leider muss man in Deutschland (d.h. mit einem deutschen Auto) den Überholvorgang durch ein Blinken einleiten . In USA entfällt das und der Wagen macht das komplett selbstständig ….
FAZIT
Letztlich hat sich herausgestellt, dass wir mal wieder unnötigerweise übervorsichtig waren 🙄. Insgesamt sind wir etwas über 2.800 Kilometer gefahren. Der Durchschnittsverbrauch lag für die gesamte Strecke bei 16,7 kW/100 km. Also mehr als 10% unter dem bisherigen Verbrauch. Wir sind Etappen gefahren, bei dem wir sogar nur 15 kW benötigt haben 👍 – und wir haben nie besonders auf den Verbrauch geachtet indem wir z.B. die Klimaanlage ausgestellt hätten.
Wir wären ohne Einschränkungen auch nur mit den Superchargern hingekommen. Insgesamt drei der geplanten Ladestopps haben wir komplett ausgelassen (1 Supercharger und 2 Zwischenstopps mit 22/40 kW-Ladesäulen in Einkaufszentren). Zweimal haben wir den Akku auf 100% geladen (was man ja wegen der Akku-Lebensdauer nur in Ausnahmefällen machen soll).