Wanderurlaub: Pfälzer- und Schwarzwald statt Schottland

Eigentlich hatten wir ja 2 Wochen Rundreise zum Wandern in Schottland geplant. Julika hatte da sehr viel Herzblut reingesteckt 🥺.
Immerhin haben wir Glück – fast alle Unterkünfte haben uns die Kosten erstattet und auch die angezahlten Beträge für die Fähre, den Mietwagen und den Flug werden wir zurück erhalten.

Als Alternative haben wir uns relativ spontan mit Freunden entschieden, zusammen (und doch Corona-gerecht getrennt 😉) für 3 Tage in den Pfälzerwald zum Wandern zu fahren.

Überwachung und Hilfe beim Packen

Nach getrennter Anreise haben wir uns fast zeitgleich mittags am verabredeten Treffpunkt, einem Wandern-Parkplatz in der Nähe von Neustadt an der Weinstaße, eingefunden.

Schon die Anfahrt fühlt sich wie Urlaub an 😎

Die fast vegane Ochsentour

Ich habe für jeden Tag am Ende des Blogposts eine Bildergalerie mit größeren Bildern eingefügt und setzte in den Text nur ein par ausgewählte Bilder, damit der Text sich nicht so in die Länge zieht ….

Wir hatten für den ersten Wandertag eine Tour herausgesucht, die sich Auerochsen-Tour nennt. Eine Rundwanderweg, der durch bzw. an einem Gehege mit einer Herde Auerochsen führt. Eine kurze, leichte Tour für den Nachmittag – so der Plan 😄

Wir haben sehr regelmäßig die Wegbeschreibung mit den Begebenheiten vor Ort abgeglichen und auch immer alles wiedererkannt. Irgendwie haben wir uns dann aber nach fast der angegebenen zurückgelegten Strecke weit entfernt vom Ziel wiedergefunden 😳 War wohl nix mit Ochsen 🙄.

Wir waren dann mit über 15 km zwar doch „ein wenig“ länger unterwegs als ursprünglich geplant, aber mit den digitalen Openstreet-Map Wanderkarten haben wir uns ganz gut zurecht gefunden – und haben dann letztlich sogar noch die Ochsen gefunden😉.

Unsere Unterkunft

Die Unterkunft zu finden und einzuchecken benötigte abends dann ein paar Runden durch den Ort – aber dafür haben sich die Zimmer als genauso schön und gemütlich wie auf den Bildern herausgestellt. Untergebracht waren wir in einem alten, schön restaurierten Gebäude bzw. Gehöft in Gleisweiler – am Rand des Pfälzerwaldes.

Noch ein Restaurant zu finden, dass uns noch einen Tisch anbieten konnte war gar nicht so leicht. Teilweise wegen Corona komplett geschlossen, teilweise keine warme Küche oder schlicht keine Plätze mehr frei.
Letztlich haben wir aber was gefunden und uns noch mit einem Eis 🍦belohnt.

Richard Löwenherz Weg – rund um die Burg Trifels

Morgens gings dann erstmal zum Frühstück. Eine Woche vorher hatte die Wetter Vorhersage noch knalle Sonne 🌞 und 30° angekündigt. Aber auch die ist in Corona-Zeiten nicht wie gewohnt – es war schon stark bewölkt und vormittags gabs auch ein par Tropfen. Aber mir ist so Wetter ja bekanntermaßen sehr viel lieber als die befürchtete Hitze.

Auf dem Rundwanderweg hat man immer wieder einen Blick auf die Burg Trifels, auf der der Sage nach Richard Löwenherz bei seiner Rückkehr vom Kreuzzug zwecks Erpressung von Lösegeld festgesetzt wurde. Weiß man natürlich. Aus Robin Hood 😜. Daher auch der Name des Wegs:

Die Tour startet im Ortskern von Anweiler und führt durch ein paar schöne Gassen und dann hoch in den Wald.

Am Ende waren wir knapp 12 Kilometer unterwegs. Ein wenig schade ist, dass doch ein großer Teil des ausgewiesenen „Premium“-Wanderwegs auf sehr breiten, teilweise geschotterten Wegen entlang führt, die für Fahrzeuge gedacht sind – bis hin zu schwerem landwirtschaftlichen Maschinen. Nicht unbedingt das, was man als Wanderer mag … zumindest wir nicht, die eher die kleinen, engen und verwunschenen Wege mögen 🙄.

Auch Corona-angepasste Bewirtung der müden und hungrig/durstigen Wanderer war sichergestellt – wenn auch zumindest bei unserer Ankunft nicht nötig 😄:

Nach getaner Arbeit gabs dann auf einer sehr schönen Terrasse ein wirklich leckeres Abendessen 👍.

Der Tag war doch relativ anstrengend – zumindest derart, dass einige vor eine Power Nap nur noch die Schuhe ausziehen konnten 😄

Der Dahner Felsenpfad

Der dritte und letzte gemeinsame Tag begann recht regnerisch. Letztlich ist es aber ab mittags (fast) trocken geblieben. Wir hatten uns den Dahner Felsenpfad mit Absicht für den letzten Tag aufgehoben – eigentlich sollte das Wetter wieder „besser“ sein – wobei besser für uns vor allem meint, dass die Ausichten und Einblicke in der Natur mit Licht einfach immer noch etwas schöner und imposanter aussehen, als wenn es bedeckt ist ….

Der Dahner Felsenpfad ist wohl sehr bekannt- er wurde uns im Vorfeld aus verschiedenen „Quellen“ empfohlen. Mit Recht – der Weg ist sehr abwechslungsreich und führt an einer ganzen Reihe von mehr oder weniger bizzaren Felsformationen vorbei.

Wir haben die Runde am späteren Nachmittag dann etwas abgekürzt. Unsere Freunden hatten ja noch den Heimweg vor sich und für uns gings noch 4 Stunden weiter in den Südschwarzwald … Dafür gibts dann demnächst einen eigenen Blogeintrag – hoffentlich 😊.

Bilder Unterkunft

Bilder Ochsentour

Bilder Richard Löwenherz Weg

Bilder Dahner Felsenpfad

Das Corona-Virus Update aus dem Westerwald – Name zu lebenden Podcasts rein zufällig

Es wird mal wieder Zeit für ein Lebenszeichen 😉. Außer dem Thema „Katzen“ -dem ich mich gelegentlich sicher mal wieder widme- gibt es aktuell nicht so sonderlich viel zu berichten. Also bleibt mir nur das bisher so unbeachtet und wenig diskutierte (Achtung – Ironie-Flag 😜) Thema Covid-19.

Julika will eigentlich noch einen separaten Beitrag zum Thema schreiben. Ich weiß aber nicht, ob Sie dazu kommt – deswegen habe ich mir jetzt einfach mal das Selfie als Aufmacher für meinen Post „geliehen“ 😊. Aufgenommen übrigens – die Möbel-Junkies habens direkt erkannt- vor einem IKEA 😃.

Uns gehts nach wie vor gut. Allerdings meinen wir das ja nur 😳! Wir haben letzte Woche gelernt, dass wir „die Kontrolle über unser Leben verloren haben, da wir uns über die öffentlcih-rechtlichen Medien informieren“ – so die in einem Beitrag des ZDFs dokumentierte Meinung eines wütenden, schreienden Mitbürgers bei einer „Anti-Corona-Demo“. 🙄

„Wenn du ARD und ZDF zuhörst, dann hast du praktisch die Kontrolle über dein Leben verloren“

Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht so schnell sprachlos bin. Aber bei solchen Auswüchsen fällt mir echt nix mehr ein 😬 Wie soll man mit so jemanden sachlich, faktenbasiert diskutieren?
Aber auch das ist ein wichtiger Baustein unserer Demokratie, dass solche Meinungen geäußert werden dürfen. Auch wenns schwer fällt. Unsere Demokratie wird das aushalten *Daumen drücken*.
Trotzdem kommt mir bei sowas immer der folgende Spruch in den den Sinn: Demokratie heißt, man DARF eine Meinung haben, aber man MUSS nicht! 😊

„Witzigerweise“ finde ich mich jetzt in einer sehr seltsamen und für mich ungewohnten Situation: Üblicherweise bin ich der besonders Kritische und Mahnende, wenn es um Bürgerrechte und deren Beschneidung bzw. Aushöhlung geht (so zum Beispiel beim Thema des Aushöhlen des Rechtes auf Anonymität, die anlasslose Speicherung von Informationen oder das Recht auf die Hoheit über die eigenen Daten). Darüber mache ich mir in der aktuellen Situation aber keine Sorgen – oder formulieren wir es so: nicht mehr als sonst auch 😉. Das heißt aber nicht, dass ich der Meinung bin, dass diese Themen aktuell veranchlässigbar sind …

Naja – eigentlich wollte ich nur zwei witzige, aber bei einem zweiten Blick doch auch ein klein wenig „mahnende“ Clips, die natürlich ebenfalls direkt oder indirekt mit Covid-19 zu tun haben, posten. Ich hoffe, dass die beiden Clips auf Youtube bzw. Twitter dauerhaft verfügbar bleiben ….

Zum einen ein musikalischer Beitrag von Bodo Wartke über Christian Drosten – ihr erinnert Euch. Ich hatte den NDR-Podcast, in dem dieser aus seiner wissenschaftlichen Sicht die Grundlagen, die aktuelle Lage und vor allem auch neue Studien bespricht und einordnet, bereits wärmstens empfohlen 👍. Wir hören den Podcast nach wie vor sehr enthusiastisch. Der Beitrag spiegelt absolut unsere Meinung wieder – und er ringt einem zumindest mal ein Lächeln ab 😉:

Bodo Wartke: Beitrag über Christian Drosten in TV Noir

Und das Zweite ist ein besonderes Schmankerl für mich – wer hätte gedacht, dass ich die Deutsche Bahn so einen Humor hat (OK, es ist der Schaffner – und da gibt es ab und zu schon mal ganz witizige Ansagen). Aber egal. Ist doch echt nicht schlecht, oder?! 😂

Gefunden über ZDF Heute

Nachtrag: Es scheint so, dass das in Twitter eingebettete Video nicht auf jedem Endgerät angezeigt wird …🙄

(NICHT!) Noch ein Ahnungsloser mit einer Meinung zu Corona

Ich wollte eigentlich hier nichts zu dem Thema „Corona“ schreiben, das Internet (und auch die Offline-Welt) ist ja voll von völlig Ahnungslosen, die dafür eine umso bestimmtere Meinung haben 😜

Aber ich kann ja mal ein Update geben, wie die Situation bei uns so ist.

Aber als Erstes möchte ich gerne eine Empfehlung für eine Informationsquelle zum Thema aussprechen. Facebook & Co. scheinen ja die eine oder andere „Fake-News“ zu verbreiten (kann ich nix zu sagen, isch habe ga kein Fäzbuk), aber einen der WhatsApp Kettenbriefe ala „der Freund eines Bekannten der ganz bestimmt echt Ahnung hat, hat gesagt …“ haben wir schon erhalten 😉.

Ich habe von mehreren Seiten einen Podcast des NDR empfohlen bekommen. Da vielleicht nicht jeder das Format „Podcast“ kennt – eine Art Gespräch bzw. Diskussion zu einem Thema wie in einem Radio-Beitrag, den man aber über das Internet jederzeit abrufen kann.
In diesem Fall nimmt sich der Leiter der Virologie der Berliner Charité Prof. Dr. Christian Drosten jeden Tag ca. eine halbe Stunde Zeit, um die aktuelle Entwicklung zu besprechen und Fragen zu beantworten. Hier der <Link>. Gibt es auch auf YouTube (<Link>), wenn es dann sein muss 😊.

Kann ich wirklich nur jedem sehr warm ans Herz legen, der sich zwischen den Verschwörungstheoretikern (alles von Gruppe <Lieblingsfeind hier einsetzen>, den Ignoranten (alles halb so wild und reine Panikmache) und den Panikkäufern fundiert und unaufgeregt informieren will.
Wir schauen jeden Tag Tagesschau & Co., aber in dem Podcast habe ich echt ne Menge Neues gelernt. Und interessant ist es noch obendrein 👍

Screenshot heute Sendung im ZDF am 17.03.20 um 19:00 Uhr

Eigentlich wollten wir diese Woche in Österreich im Salzburger Land zum Snowboarden sein. Soweit der Plan. Wir haben lange überlegt, aber nachdem ab Montag der Skibetrieb und auch die Unterkünfte per Anordnung geschlossen wurden, haben wir uns dann schweren Herzens entschieden, erst gar nicht zu fahren. Im Nachhinein wohl absolut die richtige Entscheidung. Wie es mit den Kosten für die ersten Übernachtungen aussieht, ist noch nicht klar. Ist aber jetzt auch nicht das Wichtigste.

Dahlenklinks mit bzw. ohne Corona

Wir haben die erste Hälfte der Woche genutzt, den Garten auf Vordermann zu bringen. Terrassen (da haben wir ja so die eine oder andere 😃) schrubben bzw. imprägnieren, Rosen, Hecken & Gräser schneiden und die automatische Bewässerung kontrollieren und an ein paar Stellen reparieren. Dann noch die Gartenmöbel rausstellen – und fast schon fertig 😉

Ich werde ab morgen wieder arbeiten. Und dann sind wir schon bei der Frage, wie unser Alltag dann die nächste Zeit aussieht. Ich arbeite ja sowieso einen oder sogar zwei Tage die Woche im Home-Office (ich habe gelernt, dass es in Deutschland Telearbeit heißt?! 😳🙄). Letzte Woche kam dann die Ansage, dass wir bis auf Weiteres im Home Office arbeiten müssen. Für mich also kein großes Ding. Voll eingerichtetes Arbeitszimmer mit 38 Zoll Monitor und extrem kurzem Weg zum Kaffeevollautomaten. Was kann schon passieren 😜

Bei Julika ist die Situation noch etwas unklar, sie muss dann ja ab Montag wieder ran. Zur Erinnerung: Julika ist ja nicht mehr in der Schule als Lehrerin, sondern Vollzeit im Pädagogischen Landesinstitut – sprich in der Lehrer-Fortbildung. Die Behörde selber ist – ich sage es mal vorsichtig- nicht so richtig darauf eingerichtet, dass die Mitarbeiter Telearbeit machen. Hat aber jetzt wohl die Aufgabe, den Schulen Infos & Schulungen an die Hand zu geben, wie man Unterricht digital und „remote“ organisieren kann. Spannend.
Achso – Fußnote für alle Anwälte – der Autor ist weder Lehrer, noch Behörde, und hat natürlich keinen Einblick in die entsprechenden Vorgänge 😊.

Noch was zum Abschluss …

Am Wochenende gab es hier im Westerwald die ersten richtigen Sonnenstrahlen und frühlingshafte Temperaturen – und das nach ziemlich viel Regen und Stürmen in den letzten Wochen. Nachdem wir vorher auch beide etwas gekränkelt haben, haben wir die Gelegenheit genutzt, unsere übliche Jogging-Runde zu drehen. Was dann eher so ein Hindernislauf mit Schlamm-Catchen war!

Hier ein paar visuelle Eindrücke – ich denke, man sieht, was ich meine … 😂