Adele Konzert in München

Der Musikgeschmack der in diesem Haushalt lebenden Personen ist -sagen wir mal- ziemlich heterogen 😎. Wir mögen zwar beide Live-Musik, aber es ist halt nicht so einfach, eine gemeinsame Schnittstelle zu finden 😊.

Am letzten Wochenende war so eine Gelegenheit: Adele hat in Europa eine handvoll Konzerte geplant. Adele ist eine der Künstlerinnen, die wir beide wirklich mögen. Die Stimme ist einfach toll – und da viele ihrer Songs eher melancholisch und/oder düster sind, kann auch ich damit was anfangen 😊.

Anscheinend gab es keine passenden Locations – auf jeden Fall wurde speziell für diese Konzerte exklusiv in München eine eigene Arena aufgebaut. Kapazität: 80.000 Menschen! Wirklich riesig. Und drum herum dann noch ein kleines „Volksfest“ mit Riesenrad und diversen Buden etc ….. 

Da dies seit vielen Jahren die ersten und die einzigen Konzerte in Festland-Europa sind, war der Andrang riesig – wir haben aber zwei Karten für den Freitag Abend ergattert 🥳.

Die Dimension des ganzen Events war natürlich gigantisch. Wir haben im Parkett irgendwo in der Mitte gesessen – eigentlich fast die ganze Zeit gestanden 😃. Aber der Abstand zur Hauptbühne war so groß, dass Adele und die MusikerInnen eher wie Ameisen ausssahen 😳. Es gab eine riesige, 200 Meter breite durchgängige Videoleinwand. Die Qualität war wirklich beeindruckend.
Insgesamt war das ein große Show. Signierte T-Shirts die ins Publikum mit so einer Art „Ballmaschine“ verschossen werden, Musiker die über die komplette Bühne verteilt auftauchen, Bilder aus den verschiedenen Abschnitten aus Adeles Leben, die von oben herunter regnen (passend gerade laufendem Song) – nicht zu vergessen der inzwischen obligatorische Einsatz von Feuer 😉

Wir hatten ziemlich Bedenken wegen der An- und Abreise. 80.000 Leute sind nicht gerade eine Kleingruppe 🙄. Aber das Ganze war wirklich sehr gut organisiert. Wir hatten im Parkhaus auf dem Messegelände einen Parkplatz gebucht. Es gab jede Menge EinweiserInnen, so dass die Fahrzeuge bei Ankunft direkt perfekt verteilt wurden. Das haben wir schon sehr viel schlechter bei viel kleineren Events erlebt 😉


Da wir schon mal in München waren, haben wir noch einen Tag dran gehängt. Diesmal haben wir es recht gemächlich angehen lassen – wir waren ja schon einige Male in München. Zuerst sind wir mit Bus und Tram raus zum Schloss Nymphenburg, wo wir einmal durch die große Gartenanlage geschlendert sind. Dann haben wir uns in einem der alten und sehr traditionellen Biergärten (Hirschgarten) gesetzt, eine Kleinigkeit gegessen, getrunken und den Leuten zugeschaut 😎.

Dann war es schon später Nachmittag und wir sind einmal vom Stachus durch die Menschenmenge in Richtung Marienplatz geschlendert bzw. gedrängelt 😳😬. Ein wenig gebummelt und dann in einem urigen Gewölbekeller zu Abend gegessen.

Abschießend gab es noch ein Eis – natürlich 😊 für das wir sage und schreibe 45 Minuten angestanden haben 😳. Da standen 5 Menschen hinter der Theke – aber die haben sich eher gegenseitig auf die Füße getreten und waren sowas von unorganisiert 🙄. Okay, fairerweise muss man sagen, dass wohl mindestens zwei davon Aushilfen waren, die anscheinend ihren ersten Tag hatten 🙄.

Bilder Impressionen

Adele Konzert

München

Schloss Nymphenburg

Traditioneller Biergarten in München

Schottland 2023 – Tag 2: Der lange Weg in den Norden

Am Montagmorgen sind wir im Hafen von Newcastle eingelaufen. Der nördlichste Hafen an der Ostküste Großbritanniens, den man vom europäischen Festland aus mit einer Autofähre erreicht. Newcastle liegt zwar in England, ist aber nicht weit von der schottischen Grenze entfernt. 

Wir haben erstaunlich gut in unserem Hasenstall geschlafen – zumindest nachdem ich es geschafft hatte, in das obere Bett zu krabbeln 🙄😎. Wie man auf den Bildern sieht, hat uns das Wetter mit Wind und Regen sehr angemessen begrüßt.

Ziel des Urlaubs war es die wunderschöne, berühmte, famose, sagenumwobene, usw. North Coast 500 (NC500) zu fahren 😄. Naja, zugegeben haben wir auch erst bei der Recherche erfahren, dass man die NC500 (quasi Schottlands Route #66) einmal im Leben fahren muss 😎 – obwohl wir einen kleinen Teil davon schon 2015 gefahren sind.

Es gibt sogar Merchandising-Artikel (https://www.northcoast500.com/online-shop/) 😳. Wer’s braucht … 😎

Die NC500 hat ihren Start- und Endpunkt in Inverness und führt einmal um den nördlichen Teil Schottland entlang der Küste. 

Bis Inverness sind es von Newcastle aus über Edinburgh ungefähr 460 Kilometer. Unsere erste Unterkunft war in Dornoch – knapp 70 Kilometer nördlich von Inverness. In Inverness ist der nördlichste Tesla Supercharger und damit der letzte, bei dem wir nochmal fast „voll“ geladen haben – wer weiß schon, was da so kommt 😎. 

Die Ostküste ist längst nicht so zerklüftet wie die Westküste Schottlands – und gerade der erste Teil der Fahrt ging über Autobahnen und breit ausgebaute Straßen. Je weiter wir nach Norden gekommen sind, desto mehr änderte sich die Landschaft in die typischen „Highland-Landschaften“ – wenn auch noch in der Ferne …. 

Fürs Abendessen hatte Julika vorausschauend einen Tisch im „The Eagle Hotel“ -unserer Unterkunft- gebucht, da wir nicht abschätzen konnten, wie lang die Fahrt dauert und dann ist das am unkompliziertesten 😊.

Nachdem wir den ganzen Tag im Auto gesessen hatten, haben wir in Dornoch nach dem Abendessen noch einen kleinen Rundgang durch den Ort und an den Strand gemacht.

Schottland 2023 – Tag 1: Autofähre in Amsterdam

Nach langer, sehr langer Pause versuche ich mal wieder etwas in unseren Blog zu schreiben – der Anlass ist unserer diesjähriger Urlaub in Schottland! Der war wirklich -wieder- superschön und daran werden wir uns wie bei den ersten beiden Schottlandurlauben sicher oft erinnern 🥰. 

Ich werde das nach Tagen aufteilen, sonst ist das einfach viel zu viel. Wir haben insgsamt über 2.800 Bilder gemacht und dazu noch eine ganze Reihe von Videos 🙄.

Julika hatte ja schon für den 2020er Sommer eine Route geplant – aber Corona hat uns gezwungen, das erstmal auf Eis zu legen 😞. Für dieses Jahr ist Julika schon seit Monaten dran, die Reise vorzubereiten. Diesmal sollte es in den hohen Norden Schottlands gehen – jenseits einer gedachten Linie von Inverness im Osten rüber zur Isle of Skye, die wir schon zweimal besucht haben. 

Der dunkel-blau eingefärbte Bereich stellt übrigens das Council „Highlands“ dar – viel Gegend, viele Kühe und noch mehr Schafe, wenig Menschen und unendlich viele Midges 😂.

Der Norden Schottlands ist sehr dünn besiedelt – daher mussten wir auch komplett neue Unterkünfte suchen. Es gibt nur wenige Hotels im Norden, daher haben wir meistens in B&B übernachtet.

Anreise

In den bisherigen Schottlandurlauben sind wir ja geflogen und haben uns dann vor Ort einen Mietwagen für die Rundreise genommen. Das hat auch prima funktioniert. Dieses Jahr waren aber sowohl Mietwagen, als auch Flüge ganz schön teuer. Und gute Freunde, die uns vor Jahren mit dem Schottland-Virus angesteckt haben, fahren immer mit dem eigenen Auto und nehmen dann oft die Autofähre von Amsterdam nach Newcastle im Norden Englands – kurz vor der schottischen Grenze.

Die Fähre legt am späten Nachmittag ab und kommt dann morgens an der englischen Ostküste an. Sprich man nimmt sich dann auf der Fähre eine Kabine, in der man dann übernachtet. Wenn Ihr Euch die Bilder anschaut, ist völlig klar, warum sich bei uns der Begriff „Hasenstall“ eingebürgert hat 😄.Ich muss aber zugeben, dass wir auch die „Holzklasse“ gebucht haben. Das geht schon noch ein wenig größer und schicker 🙄.  Wir haben auf dem Schiff auch das Abendessen und ein Frühstück gebucht. Ist jetzt nicht gerade günstig, aber die Qualität war überraschend gut 😊.

Also haben wir das dieses Jahr dann auch ausprobiert 😊. Da unser Porsche Cabrio aus verschiedenen Gründen leider nicht für die Reise in Frage kam, blieb uns ja nur eines der beiden Elektroautos 😎. 

Zu dem Thema werde ich auf jeden Fall auch noch mal einen extra Eintrag schreiben – alleine, weil ich mich dazu im deutschen Tesla-Forum (TFF-Forum) kundig gemacht habe. Da finde ich es selbstverständlich, unsere Erfahrungen auch dort wieder zu teilen 😉.

Aber um nicht den total Cliffhanger zu produzieren 😎 – nach der uns eigenen Vorbereitung hat das wirklich super gut funktioniert.Hier Bilder von der Anreise – noch einmal laden vor England und von der Fähre und der Überfahrt …. 

Endlich wieder Winterurlaub – weiße Weihnachten in den Bergen

Nachdem letztes Jahr gleich zwei Urlaube in Obertauern ausfallen mussten, 😞(einmal im März – der erste „Lockdown“ und dann unser jährlicher Urlaub über Weihnachten), stand der auch dieses -ähm, LETZTES- Jahr erneut auf der Kippe 😬. Aber als „Ge-Boosterte“ (was man nicht alles an neuen Wort-Schöpfungen lernt) und unter ziemlich strengen -und auch wirklich gut kontrollierten- Bedingungen im Skigebiet hat es dann doch geklappt 👍.

Wir waren dieses Jahr auch echt beide ziemlich „durch“ 🙄 – die Erholung haben wir gut brauchen können. So ein Rundrum-Sorglos-Packet in einem tollen Hotel ist halt doch nochmal eine ganze andere Nummer als Urlaub zu Hause 🙄.

Ich weiß schon gar nicht mehr, wie die genauen Corona-Bestimmungen bei unserer Einreise aussahen 😬 – auch in Österreich ändern die sich gefühlt häufiger, als ich meine Unterhose wechsele 🙄. An der Grenze sind wir nicht kontrolliert worden. Mit der Booster-Impfung waren wir aber auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Ach, im Text hab ich wie üblich nur ein paar Bilder eingefügt – am Ende gibts dann die „Ultimative Edition“ bzw. wie heißen die überlangen Filmfassungen: Director’s Cut … 😎.

Hotel Panorama

Am Montag trat dann wohl eine neue Verordnung in Kraft, nachdem nicht Geimpfte bei der Einreise einen -negativen- PCR-Test vorweisen können müssen – und zwar auch Kinder, die zu dem Zeitpunkt noch gar nicht geimpft werden konnten, da kein Impfstoff zugelassen war 🙄.  Das hat zur Folge, dass viele Familien mit Kindern ihren Weihnachtsurlaub in Österreich storniert haben. Auch bei uns im Hotel hat man das bemerkt – über Weihnachten gab es sonst die Jahre immer eine Reihe von Familien aus verschiedenen Ländern, die die Feiertage im Skigebiet verbracht haben.

Grundsätzlich sind wir ja nicht böse drum, wenn keine/wenig Kinder im Hotel sind 😊, aber an Heiligabend, vor allem beim traditionellen Besuch des Nikolauses auf seinem Pferdeschlitten und anschließender Bescherung für die Kleinen, war die Stimmung doch nicht die gleiche, wie mit den aufgeregten und neugierigen Kleinen … 

Einige Einschränkungen gab es natürlich auch im Hotel, aber das tat dem Urlaub keinen Abbruch. Manchmal hatten wir den Eindruck, dass die Stimmung dieses Mal besonders „gut“ war – weil alle, Gäste und Hotelpersonal, glücklich waren, dass überhaupt wieder was geht ….

Obertauern unter Corona-Bedingungen

Im Skigebiet gilt die 2G-Regel. Nur Geimpfte und Genesene. In Innenräumen besteht FFP2-Maskenpflicht. Das Konzept im Skigebiet sieht vor, dass die Unterkünfte die Regelung sehr genau kontrollieren – genauso wie die Stellen, die die Skipässe ausgeben. Bis auf eine Ausnahme ist auch in Hütten und Restaurants immer der Impfnachweis kontrolliert worden 👍.

Wo wir gerade bei den Skihütten sind – die haben ein zumindest einfaches & unkompliziertes Verfahren für einen Check-In und -Out. Auf jeden Tisch steht eine Karte mit einem QR-Code, den man mit dem Smartphone einscannt. Dann geht ein Web-Formular auf, in dem man seine Telefonnummer und die Anzahl der Personen angibt und am Ende erhält man eine SMS zur Bestätigung. Dort gibt es dann wieder einen Link den man für den Check-Out anklickt, wenn man das Restaurant verlässt. Meine Security-Brille 🧐 zum unverschlüsselten SMS-Versand musste ich allerdings ausnahmsweise mal zu Hause liegen lassen … 😊.

Damit ist auch sichergestellt, dass auf den Pisten und natürlich vor allem in den Liften auch nur entsprechende Gäste befördert werden. In den geschlossenen Gondeln gilt ebenfalls Maskenpflicht. Aber selbst an den Stationen und in den Sesselliften haben viele Masken getragen. Vor allem dann, wenn man mit Unbekannten im Sessel sitzt – oder wenn man ausnahmsweise mal anstehen muss. 

Wir haben das Skigebiet aber noch nie so leer erlebt 😊. Normalerweise waren maximal Ski- bzw. Snowboard-Fahrer für 2 Sessel vor uns dran. Da kann man beim Anstehen viel Platz lassen und Abstand halten 👍. Nicht selten saßen wir nur zu zweit in 6-er und 8-er Sesseln!

Der traditionelle Ausflug nach Salzburg 

Auch in diesem Jahr haben wir den traditionellen Ausflug nach Salzburg gemacht 😎. Und ausnahmsweise war es sogar -fast- trocken 🙄. Naja, später am Abend hat es dann doch angefangen zu regnen und weil die Vorhersage keinen Regen angekündigt hatte, hatten wir auch keinen Schirm mit. Aber was solls – ist ja nur Wasser 😬.

Wegen der strikten Corona-Auflagen für die Gastronomie in Innenräumen haben viele Gaststätten und „Kneipen“ (ich weiß nicht, wie man die in Österreich nennt 🙄) Stände in den Gassen aufgestellt, an denen Glühwein und kleine Snacks verkauft werden. Das erinnert teilweise an Städte im Süden, wo es wärmer ist und daher sowieso immer sehr viel draußen veranstaltet wird. Gibt auf jeden Fall ein besonderes Flair in der Altstadt 😊.

Abendessen gabs wieder in der L’Osteria (https://losteria.net/at/restaurants/restaurant/salzburg/) – da waren wir schon einige Male. Die Pizzen sind riesig, so dass man sich besser zu zweit eine teilt 😳 (Evidenzen dazu möge man bitte selber aus einem früheren Beitrag raussuchen 😜) . Der Laden ist darauf eingerichtet – man kann die beiden Hälften unterschiedlich belegen lassen. Der Service ist immer sehr nett und der Laden ist sehr gefragt. Ohne Reservierung geht da aber nix. Dafür gab aber sogar ein Gäste-Geschenk: Panettone für die Dame und einen Schnaps für den Herren. Oder bei uns Beides für die Dame 😊.

Danach sind wir dann gut gesättigt (ehrlicherweise müsste ich wohl „vollgefressen“ sagen 🙄) auf den zentralen Weihnachtsmarkt am Dom gegangen. 

Das Gelände ist eingezäunt und an den Zugängen wird der Impfstatus kontrolliert. Bei Erfolg erhält man dann so ein Bändchen, wie man es auch in All-Inclusive Hotels erhält 😳.

Der Markt wurde in diesem Jahr allerdings früher als üblich geschlossen – so dass wir nur noch einen Glühwein bzw. Kinderpunsch getrunken haben. Dann schlossen auch schon die ersten Buden. 

Wir sind dann noch ein paar Runden über den Markt gegangen – bevor wir uns auf den Heimweg gemacht haben, war die Stimmung schon etwas gespenstig. Kaum noch Leute‚ (im Vergleich zu einem „üblichen“ Weihnachtsmarkt) – die Buden geschlossen.

Immerhin haben ich das obligatorische „Zwergenfoto“ vom Weihnachtsmarkt gemacht – jedes Jahr dieselbe Zwergenfrau mit Glühwein 😄.


Bilder-Galerien

Aus dem Hotel

Impressionen vom Weihnachtsmann

Ausflug nach Salzburg

Aus dem Skigebiet

Winterurlaub mit dem Elektroauto (Update)

Ich hab mich entschieden, einen separaten Post zum Thema Elektroauto und Winterurlaub zu schreiben. Ist ja doch eher ein Spezialthema 😉.

Im vorletzten Sommer haben wir eine lange Rundreise durch Nord-Frankreich mit dem Tesla gemacht (wir berichteten hier 😄). Aber winterliche Bedingungen sind ja bekanntermaßen für ein Elektroauto eine besondere „Herausforderung“. Aber auch der zweite Skiurlaub war total problemlos. Sowohl auf der Hin-, als auch auf der Rückfahrt haben wir 2 Ladestopps eingelegt. Wir haben das nicht vorher geplant – was auch wirklich nicht nötig ist, wenn man die Supercharger nutzen kann – und preislich sind die trotz angehobener Preise weiterhin im Vergleich günstig.

Wir haben die Stopps so gelegt, dass wir mit maximal 10% Restkapazität an den Ladesäulen angekommen sind – je niedriger die Ladung, desto höher (und damit schneller) ist die Ladeleistung. Ich hatte das erste mal die Gelegenheit, einen der schnelleren V3 Supercharger zu nutzen. Das ist dann echt beeindruckend: Die maximale Ladeleistung von 250 kW liegt zwar nur bei niedrigem Akkustand an und fällt dann kontinuierlich ab (das ist beim Porsche Taycan wohl anderes, also besser), aber dann würde man bei gleichbleibender Ladeleistung über 1.600 Kilometer Reichweite „aufnehmen“ können 😳👍. Wenn man, wie gesagt, mit max. 10% Restkapazität ankommt, reicht damit eine gängige Pause mit einem Gang zum WC in einer Raststätte aus, um anschließend entspannt weiterzufahren 😉. 

Auf dem einen Screenshot zieht man, dass es ca. 40 Minuten dauern würde, bis der Akku komplett auf 100% voll geladen wäre. Geschätzt die letzten 20% würden mehr als die Hälfte der Gesamtzeit benötigen 🙄.

Wo wir noch bei der Fahrt sind – auf der Rückfahrt eine witzige Anekdote 😎: Von Obertauern aus gehts ja über 10 Kilometer in teilweise sehr engen Kurven ziemlich steil runter ins Tal, wo es dann  wieder auf eine breit, gut ausgebaute und flache „Bundesstraße“ geht. Sprich Berg runter wird der Akku über die Rekuperation aufgeladen(gefühlt wie Bremsen, nur ohne dass die mechanischen Bremsen betätigt werden 😉). Das führt zu folgender Anzeige – quasi ein Perpetuum Mobile 😂:

Am Fuße der Serpentinen hingen die Wolken mitten im Tal, zuerst konnte man von oben auf die Wolkendecke schauen und dann fuhr man in diese hinein. Ein spektakuläres „Schauspiel“ – die Bilder können das mal wieder nur ansatzweise wieder geben:

Und noch etwas Interessantes (für Fahrer:innen von E-Autos zumindest – oder solche, die es werden wollen 😜): Beim letzten Besuch in Salzburg haben wir (wieder einmal) den Wagen in der Parkgarage Linzer Gasse abgestellt. Damals war uns schon aufgefallen, dass es dort mehrere Plätze mit Lademöglichkeiten für Elektroautos gab. Allerdings benötigte man das eigene Typ2 Ladekabel, welches wir in der Tiefgarage des Hotels gelassen hatten 🙄.

Diesmal hatten wir eines eingepackt – und es war tatsächlich einer der drei Parkplätze frei. 39 Cent/kWh ist nicht besonders günstig, aber auch nicht wirklich teuer – auf jeden Fall eine sehr bequeme Lademöglichkeit. Wir wären ohne Probleme auch zurück ins Hotel gekommen, aber wir wollten das mal ausprobieren. Genaugenommen war das das zweite Mal überhaupt, dass wir an einer öffentlichen, kostenpflichtigen Ladesäule geladen haben 😎!

Wir haben etwas Zeit benötigt, bis wir (genauer Julika) herausgefunden hatten, wie das mit dem Bezahlen funktionieren sollte – und zwar denkbar einfach! Zum Freischalten der Ladesäule scannt man einfach den Barcode des Parktickets, welches man bei der Einfahrt gezogen hat. Die Ladegebühr wird dann entsprechend auf die Parkgebühr aufgeschlagen (bei uns 3,80 €). Super einfaches Abrechnungsmodell – ganz ohne Ladekarten & Co 👍.

Tag 2: Teufelsbrücke und Weiterreise

Wie schon geschrieben, hatten wir in Thueyts nur eine Übernachtung. Also haben wir morgens den Wagen fertig gepackt und sind dann vom Hotel aus los.

Wanderung

Auf dem Plan stand eine Wanderung runter in eine tiefe Schlucht zur Teufelsbrücke. Die Strecke enthält einige wirklich sehr, SEHR steile und teilweise auch enge Passagen. Man muss sich vorsichtig und langsam bewegen – aber das ist schon ein tolles Erlebnis 👍.
Auf den Bilder muss man schon genau hinsehen und sich Referenzen suchen, damit man halbwegs einen Eindruck von den Gegebenheiten bekommt 🧐.

Wenn man will und die Ausrüstung hat, gibt es auch Abschnitte zum Klettern und entlang hangeln an oder auf gespannten Drahtseilen. Würde mich ja schon reizen, aber dazu muss man auf jeden Fall die richtige Ausrüstung haben 🙄. Sonst ist das viel zu gefährlich.

Wir haben unsere Wanderung von dem relativ hoch gelegenem Ort aus gestartet. Es gibt aber auch die Möglichkeit, über eine Straße recht nah an die Attraktion der Gegend – die besagte Teufelsbrücke zu gelangen. Extra für die „take-a-photo-go-away“ Touris gibts dann auch einen gut ausgebauten, ca. einen 1/2 Kilometer langen Weg 😎.
Dem entsprechend ist es selbst im Herbst nicht so ganz einfach, ein Bild ohne störende Menschen zu bekommen 😎. Auf jeden Fall ist der Blick von oben runter auf, genauso wie von der Brücke in die Schlucht auf das -fast- schwarze Wasser wirklich sehenswert.

Aber auch die restliche Strecke hat immer wieder schöne Eindrücke zu bieten – sei es bizarre Steinformationen, verfallene Hütten oder eher UN-wegsame Pfade. Einfach sehr abwechslungsreich.

Gegen Ende der Wanderung führt der Weg durch eine „Kastanien-Plantage“ – Ess-Kastanien. Die sind die Haupt-Einnahmequelle der Region.
Das letzte Stück zurück zum Ort haben wir dann bei leichtem Regen hinter uns gebracht – was wohl schon ein Vorgeschmack auf den Abend sein sollte 😊. Später mehr.
Wir haben dann im dem Bistro des Hotels (sonst war praktisch kein anderes Restaurant oder Bistro offen!) noch ein Panini gegessen.

Weiterreise und Zwischenstopp

Gut gestärkt haben wir uns dann am späten Nachmittag auf die nur ca. 60 Kilometer lange Etappe von Thueyts nach Vallon-Pont-d’Arc⁩ gemacht. Fast genau in der Mitte liegt das Örtchen Vogue, welches laut Reiseführer ebenfalls sehenswert ist. Da das Wetter sichtbar schlechter wurde und wir noch ein Stück Langstraße vor uns hatten, haben wir uns nicht lange aufgehalten. Aber ein Blick von einem alten Aquädukt ins Tal war schon drin – und wir sind auch einen langen Fußgänger-Tunnel gegangen, der -sagen wir mal- außergewöhnlich beleuchtet wird. Blöderweise sind wir nicht dort rausgekommen, wo wir gedacht hatten, so dass wir schlicht wieder denselben Weg zurück gelaufen sind 🙄.

Ankunft in Vallon-Pont-d’Arc⁩

Wie schon geschrieben, ist das Wetter immer schlechter geworden – es ist ein richtiges Unwetter aufgezogen. Wir sind tapfer weiter offen gefahren 😊, aber ein paar Kilometer vor Ankunft in unserem Hotel Belvédère (https://www.le-belvedere-hotel.com/en/) hat der Himmel dann die Schleusen geöffnet und wir haben angehalten und im Regen das Verdeck geschlossen.

Wir sind an DER Sehenswürdigkeit an der Ardeche entlang gefahren, einer Gesteinsformation, die dem Ort den Namen gegeben hat Vallon-Pont-d’Arc⁩ – aber bei dem Regen war nichts zu erkennen 🙄. Als Autofahrer konnte man ja entsprechend langsam weiterfahren, blieb aber trocken. Aber uns sind jede Menge Fußgänger, Fahrrad- und Motorradfahrer entgegen gekommen. Nicht so richtig lustig, zumal es nicht nur geregnet hat, sondern ein heftiges Gewitter über dem Tal gab.

Ein paar Minuten später sind wir am Hotel angekommen (Bilder davon am nächsten Tag -wenn man was erkennen kann). Es hat aber dermaßen geschüttet, dass wir tatsächlich gefühlt eine 1/2 Stunde (real wohl 10 Minuten) im Auto sitzen geblieben sind 😬! Um wer uns kennt, weiß dass wir echt nicht aus Zucker sind und auch im Regen joggen …..

Immerhin gab es dann abends ein gutes Essen im Hotel.

… und hier noch ein kurzes Video …

Hurra, wir leben … und reisen wieder

Um es mit Marius Müller-Westernhagen zu sagen: „Hurra, wie leben ….“ die Älteren erinnern sich (vielleicht) 😉.

Nach vielen Monaten Funkstille versuche ich mal ein paar Dinge zu unserem diesjährigem Sommer-Urlaub zu schreiben – und vor allem einfach eine Auswahl an Bildern zu posten.

Wir hatten unseren „Sommer-Urlaub“ absichtlich in den September gelegt – in die Nachsaison. Bisher ging das ja wegen Julikas Job nicht.

Letztes Jahr hatte Julika eine tolle, 14-tägige Route durch den Nordwesten Schottlands geplant. Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich die schottischen Highland liebe?! 😊 Vermutlich schon. Das ist dann ja aus bekannten Corona-Gründen ausgefallen. Im Frühling 2021 sah es dann ja eine Zeitlang so aus, als ob Großbritannien ein ganz gutes Ziel für einen Urlaub sein könnte. Aber im Sommer hatte sich das schon wieder gedreht. Man erinnert sich an die vollen Stadien zur Fußball WM/EM? Irgendwas. 🤔Die Quittung kam dann natürlich mit der Unerbittlichkeit eines Steuerbescheids … 🤢

Also musste ein anderes Ziel her. Ich wollte Wandern und möglichst eher wenig andere Menschen (wie üblich 🙄). Julika wollte im Früh-Herbst nicht in den -kalten- Norden. Nach einiger Recherche fiel die Wahl dann auf die Region rund um den Fluss Ardeche im Süden Frankreichs (aber nicht an der Küste).

Reiseziel Ardeche, Chassezac, Beaume und der Tarn

Eine Region, in der sich die Flüsse tief, sehr tief in das Gebirge gegraben haben. Man kann dort traumhafte Wanderungen unternehmen. Wenn man mag, mit großem oder kleinen Klettereinlagen. Hoch über den Füßen, runter und entlang des Wassers. Kanufahren. Oder auch sich ein Plätzchen suchen und gammeln oder schwimmen … Und gleichzeitig gibt es überall kleine, alte – oft mittelalterliche Orte die irgendwie abgeschieden von der Zivilisation existieren. In Reiseführern wird man vermutlich sowas wie idyllisch, malerisch oder pittoresk finden 😊. Mehr davon später in weiteren Blogeinträgen.

Wie immer hat Julika die Reise liebevoll in allen Details ausgearbeitet 👍. Unterkünfte gebucht, Wanderungen, Besichtigungen und Wetter-abhängige Alternativ-Programme vorbereitet. Die 13 Tage waren in 4 Etappen aufgeteilt.

Anreise

U.a. aus diversen Berichten in den verschiedenen Online-Mediatheken war klar, dass unser Ziel geradezu nach einer Fahrt mit einem -sportlichen- Cabriolet verlangte 😎. Auf der Contra-Seite hatten wir aber, dass zum einen das Parken mit so einem Wagen alles anderen als einfach werden würde – und vor allem scheint der Franzose in der Vorbereitung zum Führerschein vor allem zu lernen, wie man sein Auto (oder auch das anderer Leute) schnellstmöglich mit Kratzern, Beulen, defekten Blinker und abgeknickten Außenspiegeln versieht 😬. Gibt es in Frankreich überhaupt eine Führerschein-Prüfung?! Könnte auch eine Erklärung sein … Eine weitere These wäre, dass man derartige „Features“ direkt ab Werk mitbestellen kann … 🤔

Anreise ins Zielgebiet – wir haben die Route über Luxemburg genommen

Aber ernsthaft – wer mal in Frankreich unterwegs war, weiß, was ich meine. Und dann ist da noch die Anreise. Gut 900 Kilometer. Das geht in einem Tesla, der auf Autobahnen praktisch alleine fährt halt schon sehr viel komfortabler, als in einem Sportwagen mit Vollschalensitzen (sprich da gibts nix zu verstellen – nur die Entfernung zu den Pedalen). Spärliche Sitzpolster. Ohne Sitzheizung. Nix Tempomat 🙄.

Wir haben echt lange hin und her überlegt – letztlich ist die Wahl dann aber doch aufs Cabrio gefallen 😃. Was dann auch die Konsequenz hat, dass wir mit recht beschränktem Stauraum zurecht kommen mussten 😎. Das hat auch zu der einen oder anderen -nennen wir es- Stilbüte geführt 😉. Aber auch das später.

Da die Route größtenteils über französische Autobahnen mit genereller Geschwindigkeitsbeschränkung verläuft, sind wir immerhin so sparsam wie selten unterwegs gewesen:

8,8 Liter pro 100 Kilometer mit dem Wagen – quasi permanente Schleichfahrt

Das Wetter am ersten Tag war sehr durchwachsen. Ab und zu auch mal Regen. „Interessant“ waren auch die Maut-Stationen auf den französischen. Autobahnen – vor allem Julika hatte keine Chance im Sitzen an die Automaten heranzukommen 😬. Das Auto und die Sitze sind einfach viel zu tief. Aber als wir in Frankreich dann von der Autobahn abgefahren sind, kam die Sonne raus und wir haben das Dach aufgemacht ☀️.

Unsere erste Station: Thueyts

Ziel war ein -wie sich rausstellte- sehr verschlafener Ort Namens „Thueyts„. Abends hatte Julika in einem hervorragend bewertetem Restaurant Plätze zum Abendessen reserviert. Per Email. Es soll dort phantastische Burger geben. Auch in Geschmacksrichtung „vegetarisch“ 🍔👍.

Können wir aber leider nicht beurteilen – in dem Ort hatten nämlich fast alle Restaurants geschlossen 😳! Nachsaison und Corona – keine gute Kombination 😟.

Das hätte unser Preis sein sollen – wenn man genau hinsieht, kann man das „Sorry, we’re CLOSED„-Schild erkennen

Wir haben dann doch im Hotel gegessen, was wir eigentlich nicht vorhatten. Für mich gabs Falafel.

Nach dem Essen sind wir dann noch eine Runde durch den verlassenen Ort gegangen. Schon eine seltsame Stimmung.

Am nächsten Morgen sollte es dann mit der ersten Wanderung los gehen – direkt vom Hotel aus. Das im nächsten Eintrag … 😉

Eine fast heile Welt? – Ausflug an die Mosel

Eigentlich hatte ich ja ein neuen Katzen-Post versprochen – aber ich denke, Ihr könnt verkraften, dass ich den Plan kurzfristig über den Haufen werfen muss. Naja – mit Plänen mit der Halbwertszeit von der Lebenserwartung einer Eintagsfliege sind wir inzwischen alle vertraut .

Also – heute ein Kurzbericht aus dem Themenfeld „Wanderung & Ausflüge“. Wir haben uns am 1. April einen freien Tag genommen. Der Plan (noch einer!) war, Julikas Heimatregion, der Mosel, einen Besuch abzustatten, dort E-Bikes auszuleihen und zumindest ein Eis zu essen. In der heutigen Zeit ja fast schon ein verwegenes Unterfangen.

Das Wetter sollte gut mitspielen (über 25 Grad und sonnig) und als Bonus gab es eine Region mit sehr niedrigen Corona-Inzidenzen oben drauf (deutlich unter 50 Fälle / 100.000 Einwohner). OK, zugegeben – das war ein durchaus wichtiges Argument.

Die Vor-Vorbereitung

Da in der Region die Außengastronomie öffnen darf, haben wir uns entschieden, am Vorabend einen Corona-Schnelltest zu machen (mit Termin). Das ist ja die notwendige Eintrittskarte. Dementsprechend haben wir als zwei Home-Office’ler unseren ersten Schnelltest in der ortsansässigen Apotheke durchgeführt.

Formular ausgefüllt, Stäbchen in Mund und Nase, Tränen unterdrückt (Spaß ist anders) und freudig die Bescheinigung entgegen genommen, die „Freiheit und Normalität“ verspricht (jaja, ich weiß – ein wenig theatralisch, aber man muss ja einen Spannungsbogen aufbauen).

Und dann musste auch noch das Auto vom Dreck und Staub des Winters befreit werden. Klar wollten wir offen fahren – aber man konnte sich dem Vehikel ja nicht nähern, ohne sich zu beschmieren ….

Ach – vergessen. Schon Tage vorher hatten wir selbstredend auch die E-Bikes reserviert. Da ist an der Mosel immer großer Andrang – und an einem Osterwochenende bei guten Wetter in der Situation … Für Donnerstag war das dann aber gar kein Problem.

Teil 1 – die Vorbereitung

Für einen freien Tag sind wir dann echt früh aufgestanden, gefrühstückt, Katzen versorgt, ein paar Sachen in einen Rucksack gepackt und dann ging’s über die Landstraßen knapp 1 1/2 Stunden nach Trarbach zum Zweirad Wagner:

Wir haben auf dem großen Parkplatz direkt unter der Moselbrücke geparkt. Normalerweise ist hier immer die sprichwörtliche Hölle los und einen Parkplatz zu finden ist nicht gerade leicht. Ganz anders diesmal. Alles leer – total untypisch. Aber das war uns ja nur recht sein.
Das Ausleihen der Räder klappt dann reibungslos und schnell. Da wir ja auch schon das zweite Mal E-Bikes ausleihen, sind wir natürlich auch schon Voll-Profis!

Teil 2 – Erst die Arbeit ….

Kurze Eingewöhnung an die Räder, dann ging’s von Traben-Trarbach rechts-moselanisch flußaufwärts zu unserem Ziel für eine Mittagspause nach Bernkastel-Kues (tut mir leid – ich hab mir diese seltsamen Doppelnamen nicht ausgedacht – die stehen so auf den Schildern ).

Anfangs war es noch echt kühl, vor allen auch durch den Fahrtwind. Wir waren echt froh, dass wir entgegen des ursprünglichen Plans (der zweite von oben) doch ein Vlies bzw. eine Sportjacke mitgenommen hatten.

Auch wenn wir das Bauwerk jetzt schon des Öfteren gesehen haben – unter der immer noch recht neuen Hochmosel-Brücke (Eröffnung Herbst 2019) durch zu fahren, ist schon ein „Hingucker“. Sind ein paar Meter:

Wir waren ja letztes Jahr schon mal in Bernkastel-Kues – ist halt eines der bekannten, wie man so schön in Reiseführern lesen kann – idyllisch/romantisch/malerischen Moselörtchen. Naja, kann man so oder so sehen. Von dem wirklich schönem Kopfsteinpflaster sieht man üblicherweise aufgrund der Vielzahl der schlendernden und Foto schießenden Tourist nix.

Und auch hier das gleiche Bild: Menschenleere Plätze und Gassen! Schon ein wenig gespenstig. Bis auf ein paar Boutiquen hatte kaum ein Laden auf. Insbesondere auch kaum ein Restaurant – das hatten wir anders erwartet. Vielleicht, weil kaum ein Laden die Möglichkeit zur Außenbewirtung hat.

Aber ein Eis-to-Go gab’s natürlich schon. Das war auch wirklich richtig gut.

So gestärkt, ging’s dann an den anstrengendsten Teil des Tages: Julika hatte geplant, dass wir hoch zur Burg „Landshut“ fahren. Vor allem ich hatte da echt zu kämpfen – man merkte doch sehr deutlich, dass die E-Bikes nicht so „gelände-gängig“ waren wie die, die wir das letzte Mal ausgeliehen hatten. Das waren zwar keine Mountainbikes, aber zumindest mal robuste Trecking-Räder.

Aufgeben ist bekanntermaßen ja keine Option, also sind wir auch oben angekommen. In der Ruine ist ein recht gutes Restaurant – aber leider komplett geschlossen. Ein paar wenige Touris haben wir angetroffen. Wir sind einmal über das Gelände bzw. durch das Gemäuer geschlendert und haben es uns dann hoch über der Mosel auf so einer „Sinnesbank“ (nennt man die so?!) gemütlich gemacht und den Ausblick genossen ….

Auf dem Rückweg wollten wir eigentlich ein wenig durch die Weinberge fahren – so wie wir das auch das letzte Mal schon gemacht haben. Letztlich sind wir dann aber doch wieder runter an die Mosel gefahren, weil das mit den Rädern doch recht mühsam war und wir uns nicht so wirklich sicher damit gefühlt haben.
Immerhin – jetzt wissen wir, dass wir eher der Trecking- oder Mountainbike-Typen sind ….

Teil 3 – dann das Vergnügen

Julika hatte im Vorfeld versucht, einen Platz in einem Restaurant zum Essen zu buchen. Grundsätzlich wäre ein Mittagessen in Bernkastel-Kues-Kues (oder Umgebung) genauso gut gewesen, wie ein „Abendessen“ in Traben-Trarbach, nachdem wir die E-Bikes wieder abgegeben hätten.

Die Story ist eigentlich einen eigenen Blog-Eintrag wert – Julika hat mehrere Stunden investiert, aber letztlich ist einfach NICHTS herausgekommen.

Direkt an der Brücke in Trarbach mit großer Terrasse über der Mosel gibt es ein Restaurant – eine große mit Kreide beschriftete Tafel versprach auch „geöffnet“. Morgens um 11 Uhr war allerdings noch niemand da. Naja – ich habe dann den Tag über ein paar mal versucht dort anzurufen um einen Platz zu reservieren. Es ging aber jedesmal der Anrufbeantworter dran. Lange Rede, kurzer Sinn – der Laden hatte überhaupt nicht geöffnet. Nicht, dass der Anrufbeantworter das verraten hätte. Oder die Website. Oder jemand das Schild „geöffnet“ einfach mal reingestellt hätte ….

Ein klein wenig frustriert waren wir schon. Die Überlegung war dann, evtl. in Cochem nach einem geöffnetem Restaurant zu schauen, oder dann zu Hause etwas zu bestellen.

Glücklicherweise haben wir dann aber entschlossen, einfach mal über die Brücke rüber in die „Altstadt“ von Traben zu laufen. Abends um halb 6 wirft die Sonne schönes weiches Licht ins Moseltal.

Uns ist dann das „Moselschlößchen“ ins Auge gefallen – auf der Terrasse waren einige große Ampelschirme aufgespannt und je näher man kam, konnte man erkennen, dass dort auch Leute saßen! Ein 4-Sterne Hotel mit einer schönen Anlage. Allerdings war das im Vorfeld schon rausgefallen, weil – ratet mal – die Website informierte, dass geschlossen sei. Aber das galt nur für das Restaurant, nicht aber für die Terrasse.

Also sind wir mit FFP2-Maske und unseren Selbsttest-Bescheinigungen dort aufgeschlagen. Der wirklich sehr nette Mensch, der die Eingangskontrolle vorgenommen hat, hat uns dann informiert, dass es eine Liste von „zugelassenen“ Tests gibt – und er muss unsere Bescheinigung dementsprechend abgleichen. Und ratet mal – das Testfabrikat steht auf unseren Bescheinigungen wohl gar nicht -oder nicht eindeutig- drauf.

Nach Rücksprache mit dem Vorgesetzten und erneutem Abgleich haben sie uns dann aber reingelassen. Der „Biergarten“ hat geöffnet – aber natürlich unter entsprechenden Bedingungen. Außer am eigenen Tisch muss wie üblich eine Maske getragen werden. Die Bestellung aus der -sehr eingeschränkten- Karte wird am „Kiosk“ aufgenommen und bezahlt. Es gibt keine Bedienung am Platz – Speisen und Getränke müssen am Kiosk abgeholt werden.

Aber alles egal … man sitzt dort wirklich sehr schön. Auf der Karte steht Fingerfood – aber wie man es von einem besseren Restaurant erwarten kann, eine kleine aber feine Auswahl. Ach – und geschmeckt hat es auch noch.

Der Abspann – der Rückweg

Nach einem schönen Tag ging’s dann „offen“ die Mosel entlang. In Cochem haben wir dann nochmal einen Stopp eingelegt. Wir hatten schon eine Weile kein Eis mehr – genauer seit der Mittagspause. Eine prima Idee zum Nachtisch und in Cochem kennt Julika eine gute Eisdiele.

Große Hoffnung hatten wir ja nicht – aber dass wir Cochem derart ausgestorben und gespenstig vorfinden würden, hätten wir dann doch nicht gedacht. Nur für die, die Cochem nicht kennen: Ich sag’s mal so – das Palma, der „Ballermann“ der Mosel – unnötig zu erwähnen – ein Eis haben wir natürlich nicht bekommen …

Winterwanderungen

Zur Abwechslung mal weniger Text und eher mehr Bilder. Einfach ein paar Impressionen von einer kleinen Wanderung an der Westerwälder Seenplatte im Januar und ein Ausflug an die Nister (auch Westerwald, aber eine andere Ecke) in der „Kroppacher Schweiz“ am Wochenende.

Beide Male war es zwar knackig kalt, aber durch die trockene Luft wirklich schön … 🥶

Den nächsten Blog-Eintrag widme ich dann wieder den Katzen – genauer unserer kleinen Katzendame Sansa. Das als Teaser 😊


Herbstwanderung

Mal wieder ein kurzes Lebenszeichen von uns. Ich bin Corona-bedingt ja quasi seit Monaten in Selbst-Quarantäne. Mehr als zu (mehr oder weniger) sportlichen Aktivitäten komme ich nicht aus dem Haus. Julika muss mindestens 2 Tage ins Büro – und sie erledigt die Einkäufe.

Aber ab und zu schaffen wir es am Wochenende zumindest mal eine kleine Wanderung zu unternehmen. Letztes, nein, VOR-letztes Wochenende haben wir uns einen Traumpfad in der Nähe von Braubach/Brey vorgenommen:

Sogar das Wetter hat mitgespielt und die herbstliche Natur mag ich ja schon echt gerne. Wenn schon keine Stürme, dann das weiche Licht in den Bäumen.

Die Wanderung können wir wirklich empfehlen. Startpunkt war in Brey, auf einem Parklatz in der Dorfmitte. Die Tour ist nicht besonders schwierig, aber sehr abwechslungsreich. Durch Wälder, über Felder, enge Schluchten und durch Weinberge (echte Steillage) hoch über dem Rhein. Immer wieder Bänke und Hütten, die zu einer Rast einladen. Am Hotel Jakobsberg gibt es einen besonders schönen Platz mit Blick über die Rheinschlaufe.

Hier einfach ohne weitere Beschreibung ein paar Eindrücke von der Tour …

Wanderurlaub Teil 2 – Schwarzwald

Unser Urlaub liegt schon wieder viele Wochen hinter uns – der Alltag hat uns längst wieder 🙄, auch wenn sich in Corona-Zeiten selbst der „Alltag“ nicht wie immer anfühlt.

Ich schulde Euch -und mir- noch einen Kurzbericht zum zweiten Teil unseres diesjährigen Wanderurlaubs. Nach der Wanderung am Dahner Felsenmeer haben wir uns von unseren Freunden verabschiedet und wir sind einige hundert Kilometer nach Süden in den südlichen Teil des Schwarzwalds gefahren.

Unsere Unterkunft

Auch hier hatten wir eine wirklich tolle Unterkunft: Die Säge. Ein großes Zimmer unter dem Dach mit einem stylischen, runden Bett (was man drehen kann) und einer Badewanne im Zimmer 😎! Das Zimmer hat den Namen:

Aber der Reihe nach – wir hatten überlegt, wann und wo wir an dem Abend Essen gehen sollten. Letztlich haben wir uns entschieden, in der Unterkunft einen Tisch zu reservieren – die „Säge“ verfolgt nämlich einen ganzheitlichen Ansatz: Neben den Zimmern gibt es ein kleines Bistro, ein relativ großes Restaurant und auch einen kleinen „Hofladen“. Nachhaltigkeit und ökologische Aspekte stehen hier nicht nur als Buzzwords in den Prospekten, sondern sind überall ganz oben auf der Liste der Anforderungen – bei der Ausstattung der Zimmer, bei der Speisen-Auswahl im Restaurant und Bistro und auch bei den Produkten in dem kleinen Laden 👍.
Ins Zimmer konnten wir ohne zeitliche Begrenzung (die Schlüssel befinden sich in einer Reihe von Kuckucksuhren im Außenbereich welche man per PIN-Code öffnen kann 😉). Aber aufgrund der Reservierung konnten wir uns leider nicht soviel Zeit nehmen, wie wir eigentlich vorhatten. Sprich, den größten Teil der Strecke ging’s über die Autobahn. Womit ich dann den Kreis geschlossen habe – von wegen „der Reihe nach“ 😊.

Das Zimmer hatte Julika mal wieder super ausgesucht – kann man machen 😃👍:

Am ersten Abend haben wir in einer ein wenig abgetrennten „Ecke“ des Restaurants gesessen – sehr kuschelig 😊:

Um Euch nicht zu lange auf die Folter zu spannen 😉 – der Name „Die Säge“ leitet sich offensichtlich von der ehemaligen Nutzung als Sägewerk ab. In der Mitte des Gastraums kann man daher auch noch einige der originalen Maschinen bewundern. Da Julikas Eltern früher ein Sägewerk hatten, gab das natürlich nochmal Zusatzpunkte 😃

Wir haben noch einen zweiten Abend dort gegessen – diesmal dann draußen, da wir noch einen Tisch ergattern konnten. Die waren nämlich wirklich sehr gefragt. Was wohl daran liegen dürfte, dass nicht nur das Essen sehr gut ist, sondern auch die Außenanlage toll angelegt ist:

Das Frühstück gabs im Bistro – aufgrund von Covid-19 war alles ein wenig anders organisiert als üblich. Die „Zutaten“ des Frühstücks waren größtenteils in kleinen Portionen „abgepackt“. Aber -wie zu erwarten- nicht in Plastik, sondern sehr liebevoll z.B. in kleinen Gläschen 👍 :

Malerisch – idylisch – pitoresk – ….

Irgendwie solche Attribute werden wohl gerne zur Beschreibung des Ortes Schiltach verwendet 🙄.

Für den ersten Tag war sehr unbeständiges/abwechslungsreiches (je nach Sichtweise – Glas halb voll oder Glas halb leer 😜) Wetter gemeldet. Daher haben wir uns entschlossen, keine Wanderung in der Wildnis (so unsere idealistische Vorstellung) anzugehen, sondern ein kleines Städtchen mit einer sehr schönen, historischen, teilweise mittelalterlichen Stadtkern zu besuchen: Schiltach. In der Mitte zwischen Freiburg, Straßburg und Reutlingen gelegen.

Der Vorteil: Anders als in der Wildnis gibts da so große Dinger, die überall rumstehen, in die man sich bei zu schlechtem Wetter flüchten kann: Genau – Häuser 😎. Und außerdem ist man bei Bedarf ziemlich schnell wieder am Auto 😊.

Wir hatten sogar Glück mit dem Wetter und haben ganz gemütlich die Stadt und die Gässchen erkundet. Natürlich gabs auch eine Tasse Kaffee in einem der vielen Restaurants bzw. Cafes – wir haben uns eines am zentralen Marktplatz ausgesucht.

Wanderung durch die Wutach-Schlucht

Wenn man nach schönen Wanderungen im Schwarzwald sucht, stößt man wohl zwangsläufig sehr schnell auf die Wutach-Schlucht. Egal wie – auf jeden Fall war das von Anfang an eines der Must-Have Highlights von Julika. Zu Recht! Wenn man das Wandern in Schluchten oder Klammen entlang eines Baches mag und halbwegs trittsicher ist, dann kann man das wirklich empfehlen. Für Kinderwägen oder ähnliches ist das allerdings nichts – viele sehr steile und unregelmäßige Abschnitte, immer wieder sehr enge Passagen.

Es gibt eine Reihe von Vorschlägen an Wanderungen rund um die Wutach-Schlucht, natürlich auch als Rundwanderweg.
Wir haben uns aber für eine andere Variante entschieden: Zwischen den Endpunkten des bekanntesten (und daher dann auch des beliebtesten) Streckenabschnitt der Schlucht existiert ein Bus-Pendelverkehr. Im 1/2-Stunden Intervall kann man sich für kleines Geld die dann 12 Kilometer lange Rücktour sparen 😊.

Screenshot aus der komoot-App auf dem iPhone

Aufgrund der Ankunftszeit haben wir uns entschlossen, zuerst die Tour anzugehen und dann mit dem Bus zurück zum Ausgangspunkt zu fahren – was auch wirklich super geklappt hat! Wir sind keine 5 Minuten zu früh an der Haltestelle gewesen 🙄.

Anschließend haben wir uns dann noch Kaffee und Kuchen bzw. Kaiserschmarrn in dem Restaurant gegönnt, das am Ausgangspunkt in einer kleinen Schlucht erbaut wurde. Vermutlich war es früher ein landwirtschaftlicher Betrieb – inzwischen dürfen die Wandertouristen für den größten Umsatz sorgen.

Man konnte übrigens nur draußen sitzen und Corona-bedingt war eine mehr oder weniger ausgeklügeltes Einbahnstraßen-System für die beiden großen Terrassen eingerichtet worden.

Die Wanderung selber war sehr abwechslungsreich. Mal direkt am Bach – mal hoch über dem Bachlauf. Teilweise breite Wege, teilweise sehr enge, steile und unwegsame Abschnitte. Wald, Wiesen, Schluchten – alles dabei! Wirklich ein tolles Fleckchen Natur 👍.

Wenn man etwas bemängeln will, dann wohl, dass sehr viel los war. Ist halt nicht in den schottischen Highland 🙄. Fairerweise muss man aber sagen, dass auch dort die Top-Highlights nur selten wirklich einsam sind 😞 ….

Wir hatten im Vorfeld gelesen, dass es sogar Wanderwege im Schwarzwald gibt, auf denen man Corona-bedingt ein Einbahnstraßensystem eingeführt hat. Hätte man hier wohl auch überlegen können.

Auf einem nicht ganz kleinen Teil der Strecke muss man sich richtige „passing places“ suchen, wenn jemand entgegen kam. In den Steilpassagen war es teilweise auch ohne den Versuch Abstandsregeln einzuhalten schwierig, wenn man auf eine größere Gruppe trifft – vor allem wenn diese dann nicht sonderlich „bergfest“ sind 😬.

Unter dem Text wieder eine Reihe weiterer von Eindrücken von der Wanderung.

Überall am und im Wasser wächst Pestwurz – man denkt, man sitzt im Rhabarberbeet

Letzter Tag – der Feldberg

Was muss man im Schwarzwald bei einem Wanderurlaub noch gesehen haben? Hm – wir sind im höchsten Mittelgebirge Deutschlands 🙄. Nach der Wanderung durch eine tiefe Schlucht und Wälder, sind die Höhen des Schwarzwaldes doch ein geeignetes Kontrastprogramm. Auch hier gibt es unzählige Touren-Vorschläge – sei es auf den Websites der jeweiligen Touristik-Vereine und Gemeinden oder bei kommot. Letztlich haben wir uns dann für – na, was wohl- den Feldberg entschieden 😊. Knapp 1500 Meter ü.N.N. Damit konnten wir dann auch mal einen Blick auf die Ski- bzw. Snowboard-Möglichkeiten werfen 😎.

Screenshot aus der komoot-App auf dem iPhone

War im Nachhinein vielleicht – nein, sicherlich- nicht die beste Entscheidung des Urlaubs 😬. Hatte ich erwähnt, dass ich vor allem total auf Wanderungen in der Einöde, weit weg von den Touris (außer Julika selbstverständlich 😜) und der Zivilisation stehe. Ja?! Echt? Wenn Ihrs sagt …. 🙄😊

Schon die Anreise erinnert an die letzten Kilometer der Anreise in ein österreichisches Skigebiet an einem Samstagnachmittag 😬. Grundsätzlich wäre die Straße ja wirklich ganz schön zu fahren – immerhin saßen wir in einem Auto, dass quasi für kurvige Landstraßen gebaut wurde. Ich will wirklich keine platten Vorurteile schüren – aber die Autos mit den gelben Nummernschildern sind wirklich eine Pest 😃. Zumindest wenn sie vor einem fahren. Sprich wir „quälten“ uns in einer mehr oder weniger langen Blechlawine zum Feldberg hoch. Oben stellte sich dann die Frage nach einem Parkplatz. Es gibt ganz oben zwar ein großes Parkhaus, aber nachdem wir in Konstanz schon mal mehrere Etagen rückwärts aus einem Parkhaus rausfahren mussten 😳, weil der Wagen sonst vorne hoffnungslos aufgesetzt hätte, haben wir uns ziemlich schnell entschieden, dass wir mit der Schlange hinter uns lieber nicht vor der Schranke (oder gar dahinter) stehen wollten und nicht weiter kommen …. 😊
Wir haben dann aber auf einem großen Vorplatz eines -naja, sagen wir- Mittelklassehotels geparkt. 7 gut angelegte Euro 😎. Viel Platz, nur 300 oder 400 Meter unterhalb des Parkhaus. Das war wohl mit die beste Entscheidung des Tages 😄.

Der Ausgangspunkt für die Wanderung liegt an der Talstation der Skilifte – inkl. der obligatorischen „Apres-Ski-Hütten“, eines Hotels und ein kleiner Laden. In diesem kleinen „Ort“ ist natürlich alles geteert.

Verwundert mussten wir feststellen, dass aber auch der Weg hoch zum Gipfel des Feldbergs größtenteils breit geteert war 😳. Kinderwagen geeignet. Nicht so das, was wir uns vorgestellt hatten 🙄. Insgesamt wiederholte sich fast das Bild der Anfahrt, nur dass die Blechlawine durch eine Menschenlawine ersetzt wurde.

Oben auf dem Feldberg war es dann natürlich ebenso voll. Die Aussicht ist schon nicht schlecht – wir hatten eine gute Fernsicht. Aber letztlich kein Vergleich zu den Panoramen, die man es in den Alpen an vielen Stellen hat.

Vom Feldberg ging die Route dann weiter. Es wurde ein wenig leerer auf den Wegen – zumindest die „Schläppchen-Touristen“ haben sich auf den geteerten Weg zum „Gipfel“ (was eher ein Plateau ist) beschränkt 😉. Trotzdem ging es gerade auf der ersten Hälfte des Rundwanderweges über breite, gut planierte Schotterwege. Der schönste Abschnitt war ein Stück, welches wir genommen haben, nachdem wir im Trott einen Abzweig verpasst hatten. Zwar steil und schmal, aber ein richtig schön „knorziger“ Pfad durch einen Wald. So hatten wir uns das eigentlich vorgestellt 😊!

Auf der zweiten Hälfte änderte sich das Bild dann immer öfter. Hier gab es viele dieser engen, unregelmäßigen Pfade, die teilweise durchaus nicht ganz ohne waren. Oft im Wald, steile Hänge, entlang und über kleinen Gebirgsbächen und vorbei an einem gar nicht so kleinen See …. Das hat uns etwas versöhnt 😊.

Die Fichtenstämme erinnern die Kindheit als Sägewerks-Tochter, wodurch eine leichte Schwäche für Langholzstämme mit in die Wiege gelegt wurde

Hier haben wir eine ganze Reihe von kleinen Gruppen überholt, die sich teilweise wirklich die Hänge hoch, oder noch schlimmer, runter gequält haben 🥺. Wir haben an ein oder zwei Stellen sogar unsere Wanderstöcke angeboten, da diese im unwegsamen Gelände bei matschigem Untergrund wirklich hilfreich sind.

Insgesamt hinterlässt der Weg einen mehr als gemischte Eindruck 🙄 – wie sagt man so schön: Weder Fisch, noch Fleisch (falls jemand eine passende vegetarische Redewendung kennt – bitte melden 😉). 2/3 des Weges war eben der breite, „gefühlt planierten“ Weg – einfach langweilig. Das andere Drittel zwar sehr schön, aber überhaupt nicht passend zum Rest.

Bevor wir dann endgültig die Heimreise angetreten haben, haben wir uns noch vor einer der Apres-Ski-Hütten gesetzt und einen Kaffee getrunken und eine Kleinigkeit gegessen 😉.


Bildergalerien

Rund um die Unterkunft

Schiltach

Wutach-Schlucht

Feldberg

Wanderurlaub: Pfälzer- und Schwarzwald statt Schottland

Eigentlich hatten wir ja 2 Wochen Rundreise zum Wandern in Schottland geplant. Julika hatte da sehr viel Herzblut reingesteckt 🥺.
Immerhin haben wir Glück – fast alle Unterkünfte haben uns die Kosten erstattet und auch die angezahlten Beträge für die Fähre, den Mietwagen und den Flug werden wir zurück erhalten.

Als Alternative haben wir uns relativ spontan mit Freunden entschieden, zusammen (und doch Corona-gerecht getrennt 😉) für 3 Tage in den Pfälzerwald zum Wandern zu fahren.

Überwachung und Hilfe beim Packen

Nach getrennter Anreise haben wir uns fast zeitgleich mittags am verabredeten Treffpunkt, einem Wandern-Parkplatz in der Nähe von Neustadt an der Weinstaße, eingefunden.

Schon die Anfahrt fühlt sich wie Urlaub an 😎

Die fast vegane Ochsentour

Ich habe für jeden Tag am Ende des Blogposts eine Bildergalerie mit größeren Bildern eingefügt und setzte in den Text nur ein par ausgewählte Bilder, damit der Text sich nicht so in die Länge zieht ….

Wir hatten für den ersten Wandertag eine Tour herausgesucht, die sich Auerochsen-Tour nennt. Eine Rundwanderweg, der durch bzw. an einem Gehege mit einer Herde Auerochsen führt. Eine kurze, leichte Tour für den Nachmittag – so der Plan 😄

Wir haben sehr regelmäßig die Wegbeschreibung mit den Begebenheiten vor Ort abgeglichen und auch immer alles wiedererkannt. Irgendwie haben wir uns dann aber nach fast der angegebenen zurückgelegten Strecke weit entfernt vom Ziel wiedergefunden 😳 War wohl nix mit Ochsen 🙄.

Wir waren dann mit über 15 km zwar doch „ein wenig“ länger unterwegs als ursprünglich geplant, aber mit den digitalen Openstreet-Map Wanderkarten haben wir uns ganz gut zurecht gefunden – und haben dann letztlich sogar noch die Ochsen gefunden😉.

Unsere Unterkunft

Die Unterkunft zu finden und einzuchecken benötigte abends dann ein paar Runden durch den Ort – aber dafür haben sich die Zimmer als genauso schön und gemütlich wie auf den Bildern herausgestellt. Untergebracht waren wir in einem alten, schön restaurierten Gebäude bzw. Gehöft in Gleisweiler – am Rand des Pfälzerwaldes.

Noch ein Restaurant zu finden, dass uns noch einen Tisch anbieten konnte war gar nicht so leicht. Teilweise wegen Corona komplett geschlossen, teilweise keine warme Küche oder schlicht keine Plätze mehr frei.
Letztlich haben wir aber was gefunden und uns noch mit einem Eis 🍦belohnt.

Richard Löwenherz Weg – rund um die Burg Trifels

Morgens gings dann erstmal zum Frühstück. Eine Woche vorher hatte die Wetter Vorhersage noch knalle Sonne 🌞 und 30° angekündigt. Aber auch die ist in Corona-Zeiten nicht wie gewohnt – es war schon stark bewölkt und vormittags gabs auch ein par Tropfen. Aber mir ist so Wetter ja bekanntermaßen sehr viel lieber als die befürchtete Hitze.

Auf dem Rundwanderweg hat man immer wieder einen Blick auf die Burg Trifels, auf der der Sage nach Richard Löwenherz bei seiner Rückkehr vom Kreuzzug zwecks Erpressung von Lösegeld festgesetzt wurde. Weiß man natürlich. Aus Robin Hood 😜. Daher auch der Name des Wegs:

Die Tour startet im Ortskern von Anweiler und führt durch ein paar schöne Gassen und dann hoch in den Wald.

Am Ende waren wir knapp 12 Kilometer unterwegs. Ein wenig schade ist, dass doch ein großer Teil des ausgewiesenen „Premium“-Wanderwegs auf sehr breiten, teilweise geschotterten Wegen entlang führt, die für Fahrzeuge gedacht sind – bis hin zu schwerem landwirtschaftlichen Maschinen. Nicht unbedingt das, was man als Wanderer mag … zumindest wir nicht, die eher die kleinen, engen und verwunschenen Wege mögen 🙄.

Auch Corona-angepasste Bewirtung der müden und hungrig/durstigen Wanderer war sichergestellt – wenn auch zumindest bei unserer Ankunft nicht nötig 😄:

Nach getaner Arbeit gabs dann auf einer sehr schönen Terrasse ein wirklich leckeres Abendessen 👍.

Der Tag war doch relativ anstrengend – zumindest derart, dass einige vor eine Power Nap nur noch die Schuhe ausziehen konnten 😄

Der Dahner Felsenpfad

Der dritte und letzte gemeinsame Tag begann recht regnerisch. Letztlich ist es aber ab mittags (fast) trocken geblieben. Wir hatten uns den Dahner Felsenpfad mit Absicht für den letzten Tag aufgehoben – eigentlich sollte das Wetter wieder „besser“ sein – wobei besser für uns vor allem meint, dass die Ausichten und Einblicke in der Natur mit Licht einfach immer noch etwas schöner und imposanter aussehen, als wenn es bedeckt ist ….

Der Dahner Felsenpfad ist wohl sehr bekannt- er wurde uns im Vorfeld aus verschiedenen „Quellen“ empfohlen. Mit Recht – der Weg ist sehr abwechslungsreich und führt an einer ganzen Reihe von mehr oder weniger bizzaren Felsformationen vorbei.

Wir haben die Runde am späteren Nachmittag dann etwas abgekürzt. Unsere Freunden hatten ja noch den Heimweg vor sich und für uns gings noch 4 Stunden weiter in den Südschwarzwald … Dafür gibts dann demnächst einen eigenen Blogeintrag – hoffentlich 😊.

Bilder Unterkunft

Bilder Ochsentour

Bilder Richard Löwenherz Weg

Bilder Dahner Felsenpfad

Der traditionelle Ausflug nach Salzburg

Da wir inzwischen eher die „Gut-Wetter-Fahrer“ sind 😊, nutzen wir die Gelegenheit bei schlechteren Bedingungen zu verschiedenen anderen Aktivitäten – und einmal müssen wir auch immer nach Salzburg. Die Stadt – und da natürlich vor allem die Altstadt- ist wirklich schön und lädt zum gemütlichen Bummeln und Sich-treiben-lassen ein. In der (Vor-) Weihnachtszeit ist die Stadt entsprechend geschmückt, was in den engen Gässchen schon sehr stimmungsvoll ist.

Daneben gibt es natürlich auch eine Menge an Sehenswürdigkeiten, wie das Geburtshaus von Mozart oder die Hohensalzburg. Die meisten dieser Sehenswürdigkeiten haben wir in der Vergangenheit schon „abgeklappert“ 😉.

Dieses Jahr wollten wir noch nach einer Halskette und evtl. passenden Ohrringen für Julika schauen – ein Geschenk, was immer noch auf Einlösung wartet 🙄. Salzburg bietet da eine mehr als reiche Auswahl an Juwelieren – wir sind kreuz und quer durch die Stadt und haben uns wirklich jede Auslage angesehen. Ich war wirklich seeehr tapfer 🙄 (mal sich selbst auf die Schulter klopft 😊).


Hat aber trotzdem nix genützt: Entweder waren die Preisschildchen einfach zu lang (ich weiß, ich bin geizig, aber mehrere Tausend Euro wollte ich bzw. wir dann doch nicht ausgeben 😬), und/oder (meistens UND) die Ketten waren für unseren Geschmack entweder langweilig, oder altbacken und hässlich. Dabei haben wir eigentlich etwas relativ Schlichtes gesucht. Irgendwie ist unser Geschmack mal wieder zu speziell … 🥺
Wir haben nach der ersten Stunde dann einen „Tracker“ auf dem iPhone mitlaufen lassen (deswegen ist der Startpunkt „A“ schon mitten in der Altstadt), den wir sonst zum Wandern nutzen. Wie man sieht, waren wir schon ziemlich gründlich – zumal auch noch in der Mitte (nach der Pause zum Aufwärmen, ein Stück fehlt) 😉:

Wir haben am Punkt „B“ in einem Parkhaus geparkt (mit kostenloser Ladestation) und haben uns dann zuerst im nord-östlichen Teil aufgehalten – dort gibt es eine Reihe von Juwelieren. Anschließend sind über eine der Brücken in die Altstadt marschiert. Von den Brücken aus hat man auch eine schöne Aussicht auf die Altstadt und die Hohensalzburg.

Wie z.B. in Köln an der Fußgänger-Brücke über den Rhein gibt es wohl auch in Salzburg den Brauch, dass frisch verheiratete Paare ein kleines Schloß an der Brücke befestigen. Julika hat da in der Menge ein ganz besonderes Exemplar gefunden 🥰:

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Der Weihnachtsmarkt

Zu dem Besuch in Salzburg gehört natürlich auch immer der Besuch einer der verschiedenen Weihnachtsmärkte der Stadt 😉. Dieses Jahr haben wir uns wieder für den Markt in der Altstadt entschieden. Da wir vorher in der Altstadt bummeln und essen waren, hat sich das so angeboten.

Auch dieses Jahr wieder konnte man auf dem Weihnachtsmarkt den zwar nicht einheimischen, aber trotzdem oft anzutreffenden „Zwerg mit roter Mütze“ antreffen. Diese Spezies scheint jedes Jahr wieder magisch von den Essens- und Getränke-Gerüchen, den bunten Lichtern und dem ausgestellten Trödel angezogen zu werden 😄.
Hier mal eine Bild von einer Sichtung aus den vergangenen Jahren:

Dabei bewegt er sich wie selbstverständlich und findet sich intuitiv in dem Wirrwarr der Buden zurecht.

Hat er sich letztlich für ein Getränk oder eine Speise entschieden, genießt er diese sichtlich … 😂

Ebenfalls „traditionell“ sind die -wie ich sie nenne- „Buden des Grauens“ 😬! Ich glaube, da muss ich nichts weiter zu schreiben – oder?! 😳
Ich vertrete ja die These, dass diese Buden einzig zu dem Zweck existieren, den Umsatz an -starken- alkoholischen Getränken anzukurbeln 😃.
Wobei die Horden an asiatischen Touristen vor genau DIESEN Ständen mich ins Grübeln geraten lassen …

Weihnachten in Obertauern

Dieses Jahr hatten wir ein -nennen wir es mal- sehr interessantes Wetter in Obertauern 🙄. Immer abwechselnd Schneesturm mit viel Neuschnee und dann der nächste Tag mit ruhigem Wetter, guter Sicht und an zwei Tagen blauen Himmel und 1a Bedingungen!
Hier mal ein Vorher-Nachher-Bild verteilt über mehrere Tage – wir nennen das „Schneebarometer“:

Entspannung …

An den Tagen, an denen wir nicht gefahren sind, haben wir einen entspannten Tag im Hotel mit Sauna und Spaziergang im Schneegestöber und einen netten (Spiele-)Abend an der Bar gemacht 😊, bzw. sind -wie üblich- nach Salzburg gefahren – dazu gibt es dann später einen separaten Blogeintrag.

… und Snowboarden

Ich könnte wohl einfach irgendwelche Bilder vom Skigebiet aus den letzten Jahren posten 😃 – aber in Zeiten von Fake-News und Lügen-Presse widerspräche das natürlich dem selbst auferlegtem Ehrenkodex 😂. Außerdem hat Julika sich auf der Hinfahrt noch eine neue Snowboard-Jacke gekauft – zumindest uns selber würde das natürlich sofort auffallen 😜. Im Skigebiet war es -wie schon die letzen Jahre- sehr leer, d.h. echt wenig Leute. Man musste so gut wie nie an den Liften anstehen 👍. Schon cool. Das haben wir früher auch schon ganz anders erlebt 🙄 – und das außerhalb von Weihnachten/Silvester … ich sag nur Kaprun 😬!

Also hier ein paar „orischinahle“ Impressionen aus dem diesjährigen Urlaub ….

Christmas Eve

Am „heilige Abend“ wird immer etwas Besonderes für die Gäste veranstaltet – natürlich gibt es ein <richtige Zahl einsetzen>-Gänge Menü 😊. Der Chefkoch des Panorama hat so eine Haube – keine Ahnung, muss was Tolles sein 🙄. Zumindest ist das Essen immer wirklich super:

Aber vor dem Vergnügen steht bekanntlich die Arbeit! In diesem Fall besteht die im inbrünstigen Singen von Weihnachtsliedern 😳!
Aber der Reihe nach. Für die Erwachsenen gibts einen Sekt-Empfang in der Lobby und wenn ein ausreichender Alkohol-Level erreicht ist, gehts raus, wo der Weihnachtsmann in einer Pferdekutsche vorfährt und mit besagten Liedern angelockt (oder vertrieben?!) wird 😃. Nachdem alle bösen Geister (und die begleitenden Musiker) in die Flucht geschlagen sind, wird der Weihnachtsmann zum aufgestellten Weihnachtsbaum in der Lobby geleitet, wo er den Kindern mit einem entsprechendem Sprüchlein ein Geschenk überreicht.
Ironie mal bei Seite – für die Kinder ist das glaube ich schon ein ziemliches Event 😊!

Anschließend hat man sich das Weihnachtsmenü verdient, was sich über mehrere Stunden erstreckt ….

Winterurlaub in Obertauern

Die Anreise

Seit ein paar Jahren fahren wir über die Weihnachtsfeiertage in das Hotel Panorama in Obertauern. Normalerweise ist das ja nicht so unser Ding, mehrmals in dasselbe Hotel, dieselbe Stadt etc. zu fahren – es gibt so viel anzusehen und viel zu wenig Zeit … 🙄

Aber der Winterurlaub ist für uns zum „runterkommen“ und erholen. Und da passt das Paket in Obertauern – im Panorama für uns einfach perfekt 👍.

Dieses Jahr solls dann natürlich mit dem Elektroauto in den Skiurlaub gehen. Nachdem das im Sommer schon völlig problemlos geklappt hat (Bericht <hier>), haben wir auch für den Skiurlaub keine Bedenken. Zumal die Elektromobilität in Österreich schon sehr viel weiter verbreitet ist als in Deutschland. Hier mal eine Übersicht der Ladestationen rund um Obertauern:

In 30 Kilometer Entfernung, mitten im Skiort Flachau, ist eine ganze Batterie von Tesla Superchargern. Hier haben wir dann vor der Ankunft im Hotel nochmal geladen:

Da bei einem Elektroauto der Luftwiderstand eine entscheidende Rolle für den Energiebedarf (sprich „Verbrauch“) und das Tesla Model 3 einen erheblich größeren Kofferraum hat als unser Golf, war der Plan, ohne Dachbox zu fahren. Wir haben tatsächlich alles inkl. der Snowboards in den Wagen bekommen – hinten links haben wir dann noch zwei Rucksäcke untergebracht:

Wir sind gut durch gekommen, obwohl (oder gerade weil) uns unser Navi die komplette A8 zwischen München und Salzburg hat umfahren lassen. Da die Route dann ein gutes Stück Landstraße enthielt, haben wir zwar länger gebraucht als Autobahn ohne Staus, aber auf der A8 hätten wir insgesamt weit mehr als 1 Stunde verloren und so sind wir ganz entspannt über Landstraße gefahren. Insgesamt haben wir 3 Stopps zum Laden eingelegt – plus auf Wunsch einer nicht genannten Person einen Stopp im Outlet Herzogenaurach 😊- wo es übrigens bei Puma eine kostenlose Ladestation gibt.

Die komplette Fahrt war es trocken und die Fahrt sehr angenehm. Bis hoch nach Obertauern (auf 1.700 Meter) waren die Straßen komplett frei.

Der erste Tag – Wir sind Schnee!

In der Nacht hat es dann angefangen zu schneien – und das hat sich den ganzen Tag auch nicht geändert. Im Handumdrehen ist der ganze Ort im Schnee versunken 😳!Da hat die Marketing-Abteilung Obertauerns mal Recht: Wir sind Schnee! Kann man so sagen … 😉

Wir haben nicht lange überlegen müssen – die Entscheidung viel einstimmig (nein, nicht nur MEINE Stimme 😜), dass wir nicht Snowboarden, sondern den Tag ganz entspannt angehen, uns ein wenig verwöhnen lassen und entspannen. Mehr als ein kurzer Abendspaziergang im Schnee mit einer Runde über den „riesigen“ (Achtung – Ironie-Tag) Weihnachtsmarkt war nicht drin 😊.

Barcelona – Überblick verschaffen

Am zweiten Tag haben wir erstmal gut gefrühstückt und uns für den Tag gestärkt.

Für den ersten Tag stand auf dem Programm, sich einen Überblick über die Stadt, die Stadtteile und Sehenswürdigkeiten zu verschaffen. Dazu haben wir ein Tagesticket für einen der Hop-On/Hop-Off Busunternehmen gebucht.
Im Sommer gibt es insgesamt drei verschiedene Touren, aber außerhalb der Hauptsaison werden nur die beiden größeren (und wichtigeren) Touren gefahren. Die eine führte durch den Norden und das Hinterland mit den beiden Anhöhen. Die andere geht durch die südliche Stadt rund um den Hafen und die Stadtviertel an der Küste. Beide Touren dauern (ohne Aussteigen) circa 2 Stunden.

Besonders vormittags hat es immer wieder mal geregnet. Zusammen mit der Kälte war es ziemlich ungemütlich – vor allem, da wir uns ja kaum bewegt und nur nur im Bus gesessen haben.

Ein etwas gequälter Blick 🙂

Dafür haben wir die besten Plätze im Bus gehabt, weil beim ersten Schauer die anderen Mitfahrer vom oberen Deck nach unten geflüchtet sind. Die Plane über dem Deck hat vor allem in den Kurven nur mäßig Schutz gegeben – wir haben aber tapfer ausgehalten (wir hatten allerdings auch unsere Regenjacken an). Aber nach einigen Minuten wurde es wieder trocken.

Mittags haben wir uns dann in einem Café aufgewärmt und was Süßes gegessen, bevor es dann zur zweiten Tour ging. Immerhin ist es dann trocken geblieben.

Wir haben zwar fast alle der Sehenswürdigkeiten, die wir aus dem Bus heraus gesehen haben, in den nächsten Tagen nochmal zu Fuß erkundet, aber trotzdem habe ich schon mal ein paar Bilder unten angehängt.

Abends sind wir dann zum Essen in ein „Flexitarier“ Restaurant gegangen. Das Flax & Kale – genauer das Restaurant der Kette in der Passage, eines von dreien. Scheint ein angesagter Laden zu sein.

Nicht nur vegetarische bzw. vegane Speisen, aber alles auf „gesund“ getrimmt, daher alternativ Fisch und Meeresfrüchte. Auf jeden Fall einen Besuch wert – eine tolle Karte. Hier sieht man, was man alles jenseits von „lassen Sie doch die Hähnchenbrust vom Salat weg“ tolles an vegetarischen Gerichten machen kann ….

Hier ein paar Eindrücke vom Tag:

Anreise nach Barcelona

Wie üblich, ein verspäteter Bericht 🙄. Unser Flug ging mittwochs abends ab Frankfurt. Da Julika eine noch größere Abneigung gegen die Deutsche Bahn hat als ich (man sollte meinen, dass das nicht möglich ist 😎), sind wir mit dem Auto angereist. Ich habe noch bis mittags gearbeitet, so dass Julika alles alleine regeln musste – nicht so richtig fair. Immerhin hatten wir die beiden Koffer schon gepackt.

Anreise

Bis wir dann im Auto saßen war es etwas stressig, aber ab da ging alles glatt. Wir hatten im Vorfeld einen Parkplatz bei einen der zahlreichen Anbieter gebucht. „Wir“ heißt Julika 😊. Sie hat eine blaue Mappe, in der chronologisch sortiert alle Voucher und Gutscheine abgelegt sind 😳. Nur für den Fall, dass wir auf die digitalen Versionen ala QR-Codes etc. nicht zugreifen können. Der gesamte Aufenthalt ist generalstabsmäßig durchgeplant 👍.

Das Shuttle hat uns dann zum Terminal 1 gefahren. Da wir aber von Terminal 2 geflogen sind, mussten wir mit dem Flughafen eigenen Shuttle dann noch zum T2 fahren. Letztlich hat die Prozedur vom Parken bis Ankunft am Schalter fast genauso lange gedauert, wie die 70 Kilometer von Montabaur zum Flughafen 🙄. Und im Flughafen selber hat man dann auch noch gleich sein tägliches Walking-Programm. Deswegen mag ich kleine Flughäfen viel lieber …

Ansonsten war alles ereignislos – wir waren sehr früh da, dementsprechend entspannt war die ganze Sache. Der Flug war etwas verspätet, aber die Verspätung haben wir wieder rausgeholt.

Beim Anflug auf Barcelona gab dann ein paar sehr schöne Eindrücke der Stadt von oben.

Ankunft in Barcelona

Wir sind mit dem Aerobus in die Stadt gefahren. Da der alle 10 Minuten fährt, war das auch problemlos – natürlich war das Ticket schon vorgebucht 😉. Endstation war im Herzen der Stadt: Placa de Catalunya. Da unser Hotel nur 500 Meter entfernt in der Altstadt lag, konnten wir von dort aus zu Fuß ins Hotel.

Residiert haben wir im H10 Urquinaona Plaza – ein modern und schick eingerichtetes Hotel mit sehr nettem Personal und gutem Frühstück. Wirklich zu empfehlen 👍. Das Zimmer war nicht besonders groß, aber für eine Großstadt doch sehr geräumig und sehr sauber. Mit begehbarer Dusche und was man sich sonst so wünscht. Und eine gemütliche Dachterrasse gibts auch …

Abendessen und erste Eindrücke am Abend

Bis wir dann eingecheckt hatten, hatten wir nicht mehr sooo viel Zeit, bis wir einen Tisch in einem vegetarischem Restaurant hatten. Ihr erratet es sicher – auch der Tisch war natürlich schon aus Deutschland vorgebucht 😃. Das war zwar ein recht einfaches Restaurant, aber gemütlich und authentisch. Wir haben uns mit Google Translate durch die Karte gewühlt – unsere Wahl war aber echt gut. Auch Julika fand Ihr Essen wirklich lecker.

Danach sind wir noch durch durch die Straßen, besser Sträßchen und Gäßchen geschlendert. Wir waren da hauptsächlich in den Stadtvierteln El Born und Barri Gotic (gotisches Viertel) unterwegs. Beides sehr, sehr sehenswerte Viertel!

Abends war es schon relativ frisch (tagsüber waren es so 12-15 C°), aber viele Einheimische (und wohl auch die Touris) saßen auch abends noch draußen vor den kleinen Bars und Restaurants.

Auf dem Rückweg sind wir am Palau de la Musica vorbeigekommen. Sowas wie das Stadttheater. Das sollte an einem anderen Tag dann noch eine größere Rolle spielen 😉. Ein Gebäude im Jugendstil – verspielt und quietschig😳😬

Wir haben uns vor allem auch das gotische Viertel in den nächsten Tagen nochmal intensiv angesehen. Hier aber schon mal ein paar optische Eindrücke vom ersten Abend. Für die, die uns – OK, mich – kennen, nicht weiter verwunderlich: Es gab natürlich auch ein Eis 😎. Dafür haben wir auch das Kontrastprogramm zu dem vegetarischem Restaurant gesehen.

Kurzurlaub

Kurzmeldung – man könnte Neu-Deutsch auch Breaking News sagen 😃

Morgen Abend fliegen wir ein paar Tage nach Barcelona 👍

Donnerstag sieht’s ja nicht soooo dolle aus, aber es soll nur Morgens mal einen Schauer geben und ab Mittags wirds immer besser. Ziemlich gutes Wetter für eine Städtetour 👍

Vermutlich werde ich es nicht schaffen, direkt zu berichten – aber vielleicht, wenn wir wieder zu Hause sind … 😊

Tag 2-4: Honfleur

Bretagne-Urlaub, zweiter Tag. Wenn ich in diesem Tempo weitermache, bin ich vielleicht Weihnachten fertig 🙄 …. – 2025 😬. 
Ich habe mir überlegt, dass ich nicht für jeden Tag einzeln ein Post schreibe, sondern das eher thematisch angehe. Die Hoffnung ist, dass es dann etwas „kürzer“ wird. mal schauen, ob das klappt 🙄.

Der letzte Beitrag vom Urlaub ist ja schon eine kleine Ewigkeit her – ich hab den Text zwar auch schon seit Wochen fertig, aber die Bilder musste ich noch aussuchen.

Nach Rouen stand die Weiterfahrt nach Honfleur auf dem Plan. Laut einhelliger Meinung diverser Reiseführer ein Must-See – ein sehr altes, kleines Hafenstädtchen.

Ankunft in Honfleur

Bei der Einfahrt hat mich dann der Schlag getroffen😳! Nochmal zur Erinnerung. Mein Plan war zu wandern. Ruhe, Einsamkeit. Und ab und zu mal „was anschauen“. Alte Steine oder so … 🙄 Und dann haben wir gefühlt zwei Ewigkeiten gebraucht, um überhaupt in den Ort zu kommen, weil sich endlose PKW und Camper Schlangen stauten. Dazwischen liefen Horden von Touristen auch gerne mal mitten zwischen den Fahrzeugen herum. Ein riesiger Camper meinte in der Mitte des Ortes mittig auf der Straße bzw. einem kleinen Platz parken zu wollen, weil – keine Ahnung. Aus Gründen 🤬 Auf jeden Fall sperrte der eine Spur komplett und die andere Richtung musste sich um da Fahrzeug herum schlängeln. Da sowieso in beiden Richtungen lange Schlangen waren, ging dann natürlich in unsere Richtung gar nichts mehr weiter …. 😬 Die „Hauptstrasse“ in den Ort, auf dem wir unterwegs waren, führte durch den Hafen und entlang der Hafenmauer. Ein heilloses Gewimmel. Ich fühle mich eher an den Ballermann etc. gebeamed. 😳

Unsere Unterkunft

Unsere Unterkunft lag zwar mitten in Ortskern, aber nicht direkt an der „Touri-Meile“ am Hafen. Wir haben zwei Runden (jeweils wieder mit dem ganzen Chaos) gebraucht, bis wir trotz Navi das richtige Haus gefunden haben 🙄. Die Adresse liegt in einer sehr engen Einbahnstraße mit sehr alten Häusern. Wir haben auf einem kleinen Parkplatz, auf dem man anscheinend parken kann, wie es halt gerade so geht, stehen darf. Oder zumindest ist das bei den Franzosen so üblich. Man muss ein paar Meter zu Fuß und durch einen Torbogen in den Innenhof.

Und dann sind wir erstmal stehen geblieben, und haben den Anblick in uns aufgenommen 😳. In Rouen hatten wir ein ganz normales „kontinentales“ Hotel. Hier in Honfleur standen wir einem wirklich einfach nur schönen Innenhof eines süßen, kleinen B&Bs – so stellt man sich irgendwie Frankreich vor 👍 !
Die Bilder können das leider -wie meistens- nicht so recht wieder geben, aber vielleicht kann man sich halbwegs ein Bild machen.

Ein paar Sitzgelegenheiten im Innenhof – wie sich rausstellt, kann man bei gutem Wetter auch dort frühstücken. Was wir am 2. und 3. Tag auch getan haben 😉. Das Frühstück enthielt zwar nicht super viel Auswahl, aber es war alles sehr frisch und qualitativ wirklich hochwertig und super lecker!

Es gibt eine -vermutlich sehr alte- graue Katze, die gerne auf den verschiedenen Sitzgelegenheiten liegt und schläft – und sich auch mal sehr gerne von den Gästen streicheln läßt. Das lies sich einrichten.

Der Inhaber sprach nur Französisch (zumindest weder Englisch noch Deutsch), aber mit Julikas Basic-Französisch Kenntnissen – unterstützt von Händen und Füßen- war das kein Problem. Wie war dann gemerkt haben, sprachen die beiden Söhne, die ebenfalls mit in dem B&B arbeiten, ziemlich gut Englisch, so dass wir uns später auch länger und nett unterhalten haben.

Die Zimmer befinden sich größtenteils im Obergeschoss rund um den Innenhof. Die Familie hat aber irgendwann das alte Schulgebäude des Ortes gekauft (vermutlich gekauft), und dort die ehemaligen Klassenräume jeweils ein großes Appartement umgebaut. Wir hatten für insgesamt 3 Nächte so ein Zimmer gebucht.
Auch hier: die Zimmer sind einfach sehr liebevoll eingerichtet. Dabei ist zwar der ursprüngliche Charakter des Gebäudes und der Räume erhalten geblieben, aber gleichzeitig haben sie z.B. ein Top modernes Bad eingebaut. Echt cool! Das Doppelbeet steht mitten im Raum, eine riesige Schrankwand (die alten Schränke aus dem Klassenzimmer einfach abgebeizt!) als Stauraum.

Das Gebäude liegt ca. 5 Minuten Gehweg von dem „Haupthaus“ entfernt. Als wir angekommen sind, ist einer der beiden Söhne mit einem elektrisch angetriebenen Buggy vorgefahren. Die Familie hat wohl auch einen Faible für Elektromobilität – in dem großen Innenhof unserer Unterkunft gab es insgesamt drei „Wellblech-Garagen“ – davon sind zwei mit Tesla Wallboxen (TWC) ausgestattet, so wie wir auch einen zu Hause haben – Tesla Destination Charger. Man hat uns sofort angeboten, dass wir dort – kostenlos- laden können. Da wir in Rouen aber schon über die Nacht auf die üblichen 90% geladen hatten und die gefahrene Strecke jetzt nicht soooo groß war, haben wir dann abgemacht, dass wir am zweiten und dritten Tag dort einen Platz „reserviert“ bekommen (in dem Innenhof standen abends schon bis zu 10 Fahrzeuge und die Garagen waren natürlich begehrt).

Der Ort

Abends haben wir dann einen kleinen Rundgang durch den Ort gemacht. Auf der einen Seite des Hafens war ein kleiner „Flohmarkt“ – da musste Julika natürlich drüber gehen 😄.

Wir haben an der überfüllten Promenade natürlich auch ein Eis gegessen – in Frankreich kostet die Kugel ab 2,50 € aufwärts 😳! Julika fand das Gedrängel gut – oh Wunder, ich jetzt nicht so wirklich 😬.

Aber wir sind dann auch ganz gezielt in die Ortsteile jenseits der Tour-Meile gegangen. Und schon 2 Querstraßen weiter war es fast menschenleer und der Ort zeigte, warum er als eins der Highlights der Normandie gilt. Wobei ich sagen muss, dass mir – und ich glaube auch Julika- Rouen fast noch besser gefallen hat.

In den folgenden Abend haben wir weitere ausgedehnte Spaziergänge unternommen uns an zwei Abenden (der drei) in bzw. vor ein kleines Café gesetzt, auf dessen Vorplatz anscheinend täglich in den Abendstunden ein Musiker mit Hut (zum Sammeln, nicht als Kopfbedeckung 😉) Live Musik auf seiner Klarinette macht. Der war echt gut – ich mag Live Musik ja eh, und das war eine tolle Atmosphäre.

Was darf nicht fehlen – Essen

Als Vegetarier (und dann auch noch Anti-Alkoholiker) hat man es in Frankreich gar nicht so leicht, auf angenehme und befriedigende Weise satt zu werden 🙄 – nicht, wenn man auch mal was anderes als Crepe essen will. Zumindest in der Normandie und Bretagne.

In der Normandie sind Galette eine typisch einheimische Speise: Eine Art dünner Pfannkuchen aus Buchweizen, die dann in verschiedenen Füllungen angeboten werden: Süß, sauer, herzhaft. Kann man schon machen., wenns die nicht jeden Tag gibt.

Am letzten Abend haben wir in ein winziges Restaurant in Honfleur einen Tisch reserviert, dass Julika auf Trip Advisor gefunden hat. Die Bewertungen sagten, dass es da auch immer ein hervorragendes und frisches vegetarisches Menü gibt.
Wir sind nicht enttäuscht worden! Unsere beiden Essen waren wirklich super und die Atmosphäre war toll. Wir hatten einen sehr schönen Abend …

Tag 2 – Jeanne d’Arc Museum

Am zweiten Tag morgens sind wir dann noch in das Jeanne d’Arc Museum in Rouen gegangen. Wir hatten das Museum am Abend zuvor in der Altstadt ausfindig gemacht. An der Rezeption hat man uns, als wir erwähnten, dass wir dem Museum einen Besuch abstatten wollten, einen Gutschein für eine Freikarte gegeben. Den nimmt man dann natürlich gerne. Letztlich war der Besuch natürlich Pflicht für uns – immerhin hat eine unserer Katzen den Namen der „Jungfrau von Orleans“ wegen Ihres Muts und Entschlossenheit im Angesicht des Feindes (in Gestalt unseres Katers Othello) getragen: Jeanny – Abkürzung für Jeanne d’Arc. Und sie ist an demselben Tag gestorben, an dem auch Johanna von Orleans starb: 30. Mai. Andere, traurige Geschichte 😥. Nicht abschweifen.

Jeanne d’Arc Museum in Rouen

Warum hat Rouen ein Jeanne d’Arc Museum? Relativ simpel – weil Sie von den Engländern, die die Normandie 1431 besetzt hielten, auf dem Marktplatz von Rouen als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Natürlich hatte das gar nichts damit zu tun, dass sie in den Monaten davor der Königstreuen Arme der Franzosen Mut gab und diese als Symbol der Freiheit von Sieg zu Sieg gegen die Besetzer aus England führte. Wie könnte man denn nur darauf kommen  … Sie wurde später rehabilitiert und noch später vom Pabst heilig gesprochen. Für die Franzosen ist sie DIE Nationalheldin. Das muss für den historischen Rahmen hier reichen. Zumal ich mir auch nicht so viel mehr gemerkt habe … 😊

Der Museumsbesuch findet in einer geführten Tour durch verschiedene Räume statt, die in Multimedialer Form das Leben und vor allem den ersten Ketzer-Prozess nachstellt und erzählt.
Da der Gebäudekomplex, in dem das Museum angesiedelt ist, relativ hoch ist, hatte man auch ein paar schöne Aussichten über die Stadt.

Tag 1 – Anreise in die Normandie

Dann versuche ich mal, ein wenig über unseren 2019er Sommerurlaub zu berichten – wenn auch mal wieder im Nachhinein. 🙄

Vorbereitungen

Den Wagen haben wir schon am Vortag soweit gepackt – erwartet haben wir eher so schottisches Wetter, nicht ganz so kalt und rau. Aber letztlich haben wir bis auf die schwere Regenkleidung alles eingepackt. Wanderklamotten und Utensilien und jede Menge Getränke haben wir im Model 3 verteilt. Irgendwie muss man ja die drei Kofferräume voll bekommen: Der vordere, der hintere und der hinten untere Kofferraum 😂 Vorne Wanderschuhe und Stöcke – die können da auch drin bleiben. Hinten unten (oder sagt man da unten hinten – ein echtes Problem 😎) die Getränke. Das wird am Ende der Berichterstattung noch von Bedeutung werden 😊.

Vorderer Kofferraum
Hinterer, unterer Kofferraum

Die Anreise nach Rouen

Wir haben uns für die nördliche Fahrtroute entschieden: Über Köln, an Aachen vorbei und durch Belgien nach Frankreich. Wir hatten für die Strecke nach Rouen zwei Tesla Supercharger Standorte rausgesucht, an denen wir laden wollten. Letztlich haben wir den ersten Stopp in Verviers (Belgien) dann einfach übersprungen, weil wir auch so bis Valenciennes gekommen sind. Also einfach nur ein Fahrerwechsel. Nähe Rouen gibts sowieso auch noch einen Supercharger Standort.

Was uns aufgefallen ist, dass die Standorte nicht wie in Deutschland direkt an Rasthöfen oder Raststätten liegen, sondern meistens muss man abfahren und die Ladestationen befinden sich dann auf dem Gelände von Hotels. 🙄 Da muss man dann oft durch die Schranke – tagsüber sind die offen, aber Nachts muss man dann wohl den Pförtner „nerven“. Ist halt ungewohnt, aber Probleme gab nie. Tesla scheint einen Vertrag mit der Ibis-Kette zu haben. Das haben wir öfters gesehen.

Natürlich darf man die Mautstellen in Frankreich nicht unerwähnt lassen. Da wir beide da bisher nicht wirklich Erfahrungen mit hatten, war das schon eine kleine Herausforderung, bis wir das System soweit verstanden hatten 🙄.

In welcher Reihe darf man sich anstellen, wo kann man mit Bargeld, wo mit Karte zahlen, welche Karten werden akzeptiert … an einigen Stellen zieht man erst eine Karte und bezahlt dann bei abfahren von der Autobahn (oder am Ende des Abschnitts), bei anderen Wegelagerer muss man direkt blechen ohne eine Karte … 😊.
Hätte man bestimmt alles vorher googeln können – haben wir aber keine Zeit für investiert – und ging auch so 😄.

Beim ersten und einzigen Stopp haben wir einen Kaffee in der Hotel-Bar getrunken – gibt schlimmeres 👍.

In Rouen, unserem ersten Stopp, haben wir ein Hotel am Rande der Altstadt gebucht, was schlichte, aber sehr schöne und moderne Zimmer hat – und eine Lademöglichkeit für E-Autos 👍.
Nachdem die Rezeption uns gesagt hat, dass wir lediglich den Stellplatz in der Tiefgarage zahlen müssen (Pro-Tipp: In Frankreich immer private Parkplätze nehmen, wenn irgendwie möglich🙄 – nicht am Straßenrand parken 😬), fürs laden aber keine Extra Gebühren anfallen, haben wir den Wagen auf einen der beiden aussergewöhnlich breiten Stellplätze für E-Autos gestellt. Angeschlossen, alles prima und am nächsten Morgen ist der Wagen wieder voll (sprich die üblichen 90% Akkukapazität um die Batterie zu schonen).

Rouen – schöne Altstadt

Nach einer kurzen Erholungspause sind wir dann losgezogen und haben uns die Altstadt von Rouen angesehen. Rouen ist ein sehr geschichtsträchtiger Ort – aber dazu im nächsten Post mehr 😉.

Die Stadt ist wirklich einen Besuch wert. Mittelalterliche Fachwerk-Häuser in rauen Mengen – alle sehr liebevoll gepflegt bzw. restauriert. Mehrere sehenswerte Kirchen. Überall verteilt kleine Plätze, an denen die Leute draussen sitzen und Kaffe trinken (Pro-Tipp 2: Kaffee kann der gemeine Franzose überhaupt nicht – unsere Erfahrung 😬) , sich unterhalten – oder natürlich Crepe essen 😉.

Wir sind einfach ein wenig durch die Stadt geschlendert, haben die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abgeklappert und haben uns treiben lassen. Dabei stößt man auch auf so manches Kleinod – zumindest für Katzenfreunde 😂. Und nur um das klar zu stellen – NEIN, wir haben Nix gekauft 😄:

Auffällig waren die vielen Bettler – nicht aufdringlich, aber schon sehr präsent. Vielleicht liegt das auch nur daran, dass wir das in dieser Art nicht gewohnt sind 🙄.
Abends – in der Dämmerung- haben wir uns dann in ein kleines Café gesetzt – Halt! Falsch natürlich! … VOR das Café gesetzt 😉 , das Flair der lebendigen Stadt auf uns wirken und den ersten Abend gemütlich ausklingen lassen. So geht Urlaub. Kann man machen 😄.

Mit dem E-Auto in die Bretagne – ein Rückblick

Wir hatten uns -für unsere Verhältnisse schon relativ früh- überlegt, dass wir die Möglichkeit, das Model 3 kostenlos an den Tesla Superchargern zu laden, für eine Rundreise mit dem Wagen nutzen wollten. Schottland ist uns dafür dann doch zu weit, die baltischen Staaten sowieso – letztlich sind wir dann als Ziel in der Bretagne gelandet.

Für den Blogpost stellt sich natürlich die überaus wichtige Frage, in welcher Kategorie der Post einsortiert werden soll 😎 Ich habe mich dann salomonisch entschieden, den ersten Eintrag unter „Auto“ zu posten, und den Rest dann unter „Urlaub“. Schauen wir mal.

PLANUNG IM VORFELD & VERWENDETE TOOLS

Bis ans Ende der Bretagne sind es fast 1.200 Kilometer. Da wir eine Rundreise durch die Normandie und die Bretagne machen wollen, muss man sich über die verschiedenen Etappen im Vorfeld Gedanken machen. Heißt bei uns: Julika 🙄 wälzt Reiseführer, liest im Internet und sucht Hotels bzw. B&Bs raus.

Da wir hier jetzt nicht immer einfach nur auf kürzestem und schnellstem Weg von A nach B wollen, haben wir uns schon Gedanken gemacht, wie das mit der Reichweite des Wagens bzw. den verfügbaren Ladepunkten aussieht. Zum Beispiel wollten wir eine Halbinsel an der Küste entlang umfahren – was dann etwas über 300 Kilometer statt der direkten Verbindung mit 100 Kilometern sind. 

Route entlang der Küste von Saint-Malo nach Peros-Guirec

Außerdem ist noch ziemlich unklar, wie der Verbrauch in Frankreich dann in der Realität aussieht. In Deutschland fahre ich ja fast ausschließlich Autobahn – Tempomat bzw. Autopilot auf 140 km/h gestellt. Bisher haben wir dabei ca. 10.000 gefahrenen Kilometern einen Durchschnittsverbrauch von knapp über 19 kW/100 km. In Frankreich sind die Tempolimits niedriger als in Deutschland und wir werden natürlich hauptsächlich über die Landstrasse fahren. Insofern erwarten wir eigentlich einen erheblich niedrigeren Verbrauch.


Wir haben die Planung vor allem mit 2 Tools gemacht: der IOS-App ChargeEV und der Website A-Better-Routeplanner.

ChargeEV ist eine App, die das Verzeichnis der Ladestationen der Website Goinig Electric sehr schön darstellt. Das Verzeichnis wird von der Community und ist wohl das vollständigste, was es aktuell gibt. 

Die Website A-Better-Routeplanner ist ursprünglich und vor allem zur detaillierten Routenplanung für Tesla-Fahrer entwickelt worden. Sie hat eine ganze Menge an wichtigen Features, die der Tesla-Navigationssoftware fehlen (Ihr erinnert Euch, ich berichtete 😄). Hier kann man eine Route mit beliebig vielen Zwischenstopps planen. Dazu gibt es eine ganze Reihe von „Pro“-Features: Man kann für das „Verbrauchsprofil“ sein konkrete Tesla-Modell auswählen, Abfahrtszeiten und Akkustände bei Fahrtbeginn, sowie minimale Akkustände bei Ankunft definieren, Präferenzen zum eigenen Fahrprofil bis hin zum erwarteten Wetter während der Fahrt (Temperaturen, Wind, etc.). Für Routen mit mehreren Stopps und/oder über mehrere Tage ist das wirklich ein sehr nützliches Hilfsmittel 👍

Über einen Account werden die geplanten Routen auch über mehrere Geräte (inkl. des Teslas) gesynced.

Routenplanung über mehrere Tage

LADESTATIONEN IN FRANKREICH

Frankreich ist mit Tesla’s Superchargern fast so gut bestückt, wie Deutschland. Aus besagten Gründen haben wir trotzdem einige zusätzlichen Ladestationen herausgesucht und eingeplant.

Wir haben uns dabei auf kostenlose Lademöglichkeiten beschränkt, da wir in Frankreich nicht mit irgendwelchen Ladekarten hantieren wollten 🙄. In Frankreich haben zum Beispiel diverse Lidl-Läden und eine Reihe von größeren Supermärkten kostenlose Ladesäulen.  

Man trifft relativ oft auf Ladesäulen auf z.B. Parkplätzen – meistens aber nur eine Säule mit 2 Ladepunkten. Manchmal war ein Ladepunkt auch defekt. Das hat uns schon etwas erstaunt, da man E-Autos in Frankreich noch viel seltener sieht, als schon in Deutschland. Ab und zu, echt selten, mal eine Renault Zoe. Die ist aber auch so hässlich, dass man die schon von weitem überall erkennt 😊.

Vor der Rückfahrt hatten wir ein recht gutes Hotel mit Tesla Destination Charger gebucht. Das Hotel ist mitten in der Altstadt von Vitre. Die Parkplätze des Hotels zwei Straßen weiter – nicht überdacht. Der Parkplatz hätte irgendwas um die 10€ gekostet – und das Laden nochmal 15€ 🙄 Da wir mit halb-vollem Akku angekommen sind, hat sich das nun wirklich nicht gelohnt. 

Wir sind dann aber aus Zufall in das öffentliche Parkhaus der Stadt geraten – Parken kostenlos und zusätzlich auch noch eine Reihe von kostenlosen Euro-Steckdosen! Sprich da kommen ganze 3 kW raus, aber was Solls: über Nacht ist die Kiste trotzdem voll und wenns kostenlos ist – wer würde sich da beschweren 😂 Übrigens sind die Franzosen mindestens genauso korrekt wie die Deutschen was besondere Berechtigungen betrifft: In der Garage gibts es nämlich einen Parkplatz für Elektroautos mit beeinträchtigten Fahren – sowas hab ich in Deutschland noch nicht gesehen! 😳

DIE RÜCKFAHRT – 900 KILOMETER AN EINEM TAG


Die Rückfahrt waren etwas über 900 Kilometer. Geplant hatten wir mit einem längeren Stopp mit Mittagessen (Ladezeit 45-50 Minuten) und dann zwei kürze Stopps (jeweils so 20 Minuten). Letztlich machen wir sowieso nach 1,5 bis 2 Stunden Fahrzeit einen Fahrerwechsel – und aufs Klo muss man ja auch öfter mal 😉

Der erste Stopp war im Gürtel von Paris – es gab keine relevante Route, die nicht über bzw. An Paris vorbei führte. Hier haben wir dann das erste Mal überhaupt gleich zwei „unschöne“ Situationen gehabt:

  1. Wir mussten ca. 15-20 Minuten warten, da alle 12 Plätze belegt waren 😳! Und auch tatsächlich von Tesla-Fahrzeugen. Was ja nicht immer so ist, da stehen ja auch gerne mal Nicht-E-Autos irgendwelcher Idioten drauf 😬. Wenn man aber mal vergleicht: In Mogendorf an der A3 (Luftlinie 5 km von Staudt) gibt es insgesamt 12 Tesla Supercharger. In Paris gibt es im Süden 2 Standorte – einmal mit 12 und einmal mit nur 6 Platzen! Ist irgendwie nicht so richtig viel.
  2. Als wir ankamen, war noch ein Ladeplatz frei – aber der funktionierte mit unserem Wagen nicht 😳. Ein anderer Model 3 Fahrer hat es dann nach uns auch probiert – gleiches Ergebnis. Bisher hatten wir da noch überhaupt keine Schwierigkeiten.

Blöderweise bin ich bei dem zweiten Supercharger-Standort (ausnahmsweise an einem Autobahn-Rasthof) zu weit gefahren, so dass wir nicht mehr an die Ladesäulen zurückkamen 😳😬. Wir hätten entweder an der nächsten Ausfahrt drehen müssen, oder eben bis zum nächsten Supercharger weiterfahren. Wir (OK, ich 😊) haben uns für die zweite Variante entscheiden: Navi sagt 160 Kilometer mit 120 km/h – dann kommen wir mit 5% Akkustand an 🙄. Letztlich waren es dann 8%. Aber Julika fand das nicht sooooo witzig 🙄.

Es ist aber schon echt erstaunlich, wie genau die Vorhersage zum Akkustand ist. Da wird immer zumindest das Höhenprofil berücksichtigt – eventuell auch das Wetter. Muss ich mal im Winter beobachten.

Insgesamt sind wir aber echt entspannt angekommen. Vor allem wegen der leeren Autobahnen in Frankreich, die man über weite, wirkliche WEITE Teile mit dem Autopiloten fahren kann 👍. Dafür ist natürlich auch das generelle Tempolimit hilfreich – muss man zugeben.  Und die beiden längeren Pausen zahlen da sicher auch drauf ein.

Hier mal ein Eindruck, wie das Überholen – sprich der Spurwechsel mit Autopilot aussieht. Leider muss man in Deutschland (d.h. mit einem deutschen Auto) den Überholvorgang durch ein Blinken einleiten . In USA entfällt das und der Wagen macht das komplett selbstständig ….

FAZIT

Letztlich hat sich herausgestellt, dass wir mal wieder unnötigerweise übervorsichtig waren 🙄. Insgesamt sind wir etwas über 2.800 Kilometer gefahren. Der Durchschnittsverbrauch lag für die gesamte Strecke bei 16,7 kW/100 km. Also mehr als 10% unter dem bisherigen Verbrauch. Wir sind Etappen gefahren, bei dem wir sogar nur 15 kW benötigt haben 👍 – und wir haben nie besonders auf den Verbrauch geachtet indem wir z.B. die Klimaanlage ausgestellt hätten. 

Wir wären ohne Einschränkungen auch nur mit den Superchargern hingekommen. Insgesamt drei der geplanten Ladestopps haben wir komplett ausgelassen (1 Supercharger und 2 Zwischenstopps mit 22/40 kW-Ladesäulen in Einkaufszentren). Zweimal haben wir den Akku auf 100% geladen (was man ja wegen der Akku-Lebensdauer nur in Ausnahmefällen machen soll).