Ein bitter-süßes Drama in 8 Akten 

Heute habe ich eine Geschichte, die man sich so wohl kaum ausdenken kann 🙄 und die uns mit einem lachenden, und einem weinenden Augen hinterlässt.

Was ist passiert … ich glaube, ich habe es hier überhaupt nicht geschrieben, weil es für mich immer noch so furchtbar traurig ist . Im Mai letzten Jahres, genauer am 10. Mai 2022 ist unser Kater Thorin nicht mehr nach Hause gekommen 😭😭😭

Wir haben viele Wochen intensiv nach ihm gesucht, Plakate aufgehängt, bei Straßenmeisterei, der Gemeinde, Tierheimen angerufen. Thorin ist spurlos verschwunden. Es gibt kein Zeichen von ihm, weder ein gutes, aber auch kein schlechtes. Natürlich gibt man die Hoffnung nie auf. Das ist jetzt fast 1 1/2 Jahre her 😞. 

1. Akt: Ein völlig unerwarteter Anruf

Diese Woche Montag war ich wie üblich im Home Office und irgendwann klingelt es. Ein Nachbar steht vor der Tür und drückt mir einen Zettel in die Hand, auf dem handschriftlich ein Name und eine Telefonnummer ohne Vorwahl notiert ist:

Eine Frau aus dem Ort habe ihn angerufen – sie hätte einen schwarzen Kater gesichtet, der sich bei ihr „rumtreibt“. Unser Nachbar wusste auch nicht, warum die Frau bei ihm gelandet ist, aber er hat an uns gedacht – die Suchplakate hängen ja immer an unserem Zaun 🥺.

Ich habe dann am frühen Nachmittag die Nummer angerufen – und die sehr freundliche Frau am Telefon bestätigte die Geschichte. Ein schwarzer Kater, der anscheinend kein Zuhause hat, hat sich bei Ihr im Wintergarten „eingerichtet“ 😳. Sie füttert ihn seit einigen Wochen, kann ihn aber nicht rein lassen, da sie selber eine blinde Katzendame hat – das funktioniert natürlich nicht. Ich habe vorgeschlagen, dass ich kurz nach 5 Uhr vorbei komme und mir den Kater ansehe.

2. Akt: Thorin – bist Du es!?!

Das Ganze ist nur 500 Meter Luftlinie entfernt von uns. Es war etwas regnerisch und wurde schon dunkel, als ich geklingelt habe. Eine sehr nette Frau öffnete und freute sich offensichtlich sehr, dass ich da war 😊. Sie hat sich fast entschuldigt, dass sie das Tier nicht aufnehmen kann und würde den Kater so gerne vor dem Winter in einem guten Zuhause wissen. 

Ich hatte eigentlich nicht damit gerechnet, das Tier auch ausgerechnet dann dort anzutreffen 🙄 und hatte das iPad mit Bildern von Thorin mit, um sie vorzuzeigen. Aber tatsächlich kam der Kater sofort zu uns gelaufen – und mir ist echt einen Moment lang das Herz stehen geblieben 😳:

Der große, komplett schwarze Kater, der da auf mich zu kam, sieht tatsächlich aus wie unser Thorin 🥰 !!! Auch bei näherer Betrachtung stimmt da einfach alles – die etwas gedrungene Statur, der riesige breite Kopf mit den eher eng stehenden grünen Augen, der eher kurze buschige Schwanz und die breiten Pranken …. das ist Thorin 🥰 ! Er war in einem erstaunlich guten Zustand – gar nicht abgemagert, glänzendes Fell und sehr zutraulich und super schmusig. 

Ich war völlig perplex. Was nun – es war völlig klar, dass ich den Kater auf jeden Fall zu uns mitnehme und dann weiter schaue. Ich war die Strecke gelaufen, aber ich musste ja eine Transportbox holen – zum Tragen ist es dann doch zu weit und dann bestand die Gefahr, dass er doch noch entwischt.

Aber die „Finderin“ hat ihre Katzenbox geholt, in die wir Thorin nach einigem Hin- und Herr dann auch rein bekommen haben. Die Box ist eher klein – der Kater eher groß und fand das nicht gerade gut 🙄. Ich wollte die Box dann kurz stehen lassen und ein Auto holen, aber die Finderin hat mich dann kurzerhand gefahren. Sie war genauso glücklich wie ich, dass ihr Fundkater ein Zuhause hat und sich nicht weiter draußen durchschlagen muss 😊.

Wenn man Mitglied in einem Tierschutzverein ist, bei uns die Katzenhilfe Westerwald, hört man leider immer viel zu viele Horrorgeschichten wie gleichgültig oder grausam Menschen den Tieren gegenüber sind 😞. Umso schöner ist es, wenn man auf jemanden trifft, der das genaue Gegenteil ist … 🥰

    3. Akt: Quarantäne für den Ausreißer

    Zu Hause habe ich den Kater dann erstmal in den Abstellraum eingeschlossen 🙄 und-die Transportbox direkt wieder mitgegeben. Julika war noch im Büro in Koblenz – oder auf dem Rückweg. In Windeseile habe ich unten den „Saunaraum“ für eine Katzen-Quarantäne vorbereitet: Futter, Wasser und Katzenklo reingestellt. Plus einige kuschelige Decken und eines der Katzenmöbel mit einer Höhle zum verstecken. So hatten wir das auch mit den beiden letzten Mitbewohnern (Neo & Maze – Geschichte siehe hier bzw. hier) gemacht – das hat sehr gut funktioniert und bevor Thorin wieder normalem Kontakt mit den anderen haben darf, muss er natürlich erst beim Tierarzt durchgecheckt werden 🙄. Zumindest Flöhe dürften wohl auch ein Thema sein. Also erstmal Quarantäne 😊.

    Ich hatte ihn kaum umgesiedelt, da kam dann auch Julika nach Hause. Ich musste logischerweise alles andere liegen lassen und ich habe sie sofort runter in die Sauna geführt – wo gerade ein großer schwarzer Kater eine genauso große Portion Nassfutter vertilgt hat 😊. 

    Auch Julika war natürlich aus dem Häuschen. Wir haben den ganzen Abend immer wieder nach dem Ausreißer geschaut, ihn gestreichelt und uns mit ihm beschäftigt – eine Kamera in den Raum gestellt, über den wir jederzeit nachsehen konnten, was er macht, wie es ihm geht 🙄. 

    Thorin ist ja als „Draußenkater“ geboren worden und er hat sich immer schon draußen besonders wohl gefühlt. Dort kam er auch immer sofort an, wenn er gerufen wurde, warf sich hin und wurde gerne gestreichelt 🥰. Aber jetzt war er soooo schmusig! Er strich uns unentwegt um die Beine, suchte unsere Hände, ließ sich hochheben und streicheln.

    Zwischenspiel: 

    Natürlich war die Frage, wie wir feststellen konnten, ob es tatsächlich Thorin ist 🙄. Thorin ist gechiped – d.h. ein ganz kleiner Chip mit einer weltweit eindeutigen Nummer wird unter die Haut mit einer Spritze „implantiert“. Mit einem entsprechenden Gerät kann die Nummer ausgelesen werden – so etwas haben üblicherweise aber nur die Tierärzte, Tierheime und Co. Deswegen werden Tiere auch oft zusätzlich wie früher in den Ohren mit einer (anderen) Nummer tätowiert – auch Thorin. Auch wenn man die Tätowierung oftmals leider nicht mehr lesen kann, sieht man zumindest, dass eine Tätowierung vorhanden ist und damit das Tier vermutlich auch ein Zuhause hat.

    Mit einer dieser Nummern muss man dann sein Tier auch registrieren, damit man im Zweifelsfall den oder die Besitzerin ausfindig machen kann – so wie in unserem Fall jetzt.

    Zumindest in Deutschland ist TASSO e.V.  das zentrale Register für Haustiere: https://www.tasso.net 

      4. Akt: Zwischen Bangen und Hoffen

      Julika hat sofort über das Internet-Formular unserer Tierärztin einen Termin für einen allgemeinen Gesundheitscheck und vor allem auch zum Auslesen des Chips (falls dann einer vorhanden ist) gebucht. Trotzdem haben wir nach weiteren Merkmalen gesucht …. das grobe äußere Erscheinungsbild war ja absolut passend. Erste Zweifel kamen auf, als wir keine Tätowierung in den Ohren erkennen konnten 🙄. Aber das Licht war eher schlecht und der Kater hat auch nicht gerade „still“ gehalten, weil er immer unsere Hände gesucht hat.

      Außerdem haben wir dann in unser umfangreichen Foto-Bibliothek Bilder von Thorin rausgesucht und Details verglichen. Und wie das so ist – natürlich findet man Dinge, die nicht 100% stimmig sind 🥺. Thorin hat auf vielen Bildern kleine weiße Härchen in den Ohren – das hat unser Fundkater nicht 🙄. Aber 1 1/2 Jahre sind ja auch eine wirklich lange Zeit, wenn sich ein Tier draußen durchschlägt. Julika hatte Zweifel – vielleicht auch weil Sie sich nicht traute sich zu freuen- aber für mich war das unser Kater.

      Unabhängig davon haben wir beide den schweren Kerl sofort ins Herz geschlossen – vielleicht nicht soooo verwunderlich 😊. Einmal ist unsere kleine schwarze Katzendame Mazikeen (Rufname Maze) mit in den Raum gehuscht. Normalerweise dürfen unsere Vierbeiner da auch gar nicht rein, dem entsprechend war das besonders interessant 😊. Aber auch das war erstaunlich unproblematisch – die beiden haben sich kurz beschnuppert und Maze hat den Raum erkundigt, bevor wir sie dann wieder rausgeworfen haben ….

        5. Akt: Der nächste Tag – Besuch bei der Tierärztin

        Am nächsten Tag hatten wir am späten Nachmittag den Termin bei der Ärztin. Julika musste arbeiten, aber ich konnte mich so organisieren, dass ich den Termin wahrnehmen konnte. Den ganzen Tag kreisten die Gedanken um den schwarzen Kater, die Zweifel – die Hoffnung 😞. 

        Als es dann endlich soweit war, hat der arme Kerl während der Fahrt laut und Herz-zerreißend gejammert 😥. Thorins Impfpass mit der Registrierungsnummer hatte ich dabei und als er dann auf dem Behandlungstisch saß, war das wie der Klischee-hafte High-Noon aus einem Western …. Luft anhalten, Trommelwirbel: Das Lesegerät findet einen Chip – aber es ist nicht Thorin 😞😥

        Wichtiger als meine Enttäuschung war aber der Kater, wie es ihm geht. Auch wenn er nicht so aussah – ein verwildetes Tier ist leider anfällig für viele Krankheiten 🙄. Er hat auf dem Tisch so laut geschnurrt, dass es der Ärztin kaum möglich war ihn richtig abzuhören. Aber bis auf die wohl unvermeidlichen Flöhe ist der Kater gesund! Gegen die Flöhe hat er direkt ein Spot-on bekommen und mit der ausgelesen Registrierungsnummer sollten wir sein Zuhause ausfindig machen können. Und wenn nicht – dann würden wir ihn bei uns aufnehmen 😊. Das war uns schon nach einem Tag klar – so dankbar wie er ist, muss man ihn einfach ins Herz schließen 🥰.

          6. Akt: Wer bist Du?

          Wieder zu Hause schlug dann die Enttäuschung und Traurigkeit durch 😥. Für einen Tag hatte ich wirklich geglaubt, dass wir unseren Thorin nach 1 1/2 Jahren wieder gefunden hatten 😥😞.

          Aber wir hatten einen super lieben Fundkater, der ganz genauso ein gutes Zuhause verdient hat. Das war jetzt erstmal das Wichtigste. Die erste Anlaufstelle ist wie oben geschrieben TASSO. Wir hatten am Abend zuvor schon in der TASSO-App die Suchmeldungen aus der weiteren Umgebung nach schwarzen Katern abgesucht – aber waren nicht fündig geworden. Er schien nicht als „vermisst“ gemeldet zu sein – was am Abend zuvor noch eine gute Nachricht war, weil damit die Chance stieg, dass es Thorin ist- aber jetzt dann keine gute Nachricht mehr ist 😬. 

          Mit der Chipnummer kann man auf der TASSO-Website abfragen, ob das Tier registriert ist und direkt melden, dass man das Tier entweder „gesehen“ oder „gefunden“ hat. Und tatsächlich: Die Abfrage ergibt einen Treffer – der schwarze Kater heißt OTTO

          Um Missbrauch und Betrug zu verhindern (Menschen sind leider gerade in diesem Bereich sehr „kreativ“ 🙄) wird nicht angezeigt, woher OTTO kommt, wer die BesitzerIn ist. Dazu schickt man das „Fundformular“ an TASSO. Die Mitarbeitenden kontaktieren dann den oder die Besitzerin. Es war schon nach 5 Uhr, aber TASSO hat eine 24-Stunden Hotline. Jetzt blieb uns nur abzuwarten 🙄. Wie so oft ist die Ungewissheit besonders schlimm. Ist jemand unter den hinterlegten Kontaktinformationen erreichbar? Wie lange ist Otto verschwunden – wird es überhaupt vermisst (sorry, das ist nicht nett, aber natürlich macht man sich alle möglichen Gedanken ….).

          7. Akt: Otto aus Weilburg

          Tatsächlich hat es dann überhaupt nicht lange gedauert, bis sich ein älterer Mann telefonisch bei uns gemeldet hat 👍! Ein sehr freundlicher, angenehmer Mensch – wir haben relativ lange miteinander telefoniert. Otto kommt aus Weilburg – das sind Luftlinie mehr als 30 Kilometer Entfernung 😳! Der Besitzer hat uns einiges von Otto und sich erzählt – er hat leider gerade einen schweren Schicksalsschlag im privaten Umfeld zu bewältigen 🙄. 

          Otto ist inzwischen stolze 13 Jahre alt und lebt seit dem ersten Lebensjahr bei seinen Besitzern 😊. Es gibt im Haushalt auch noch eine junge Katzendame, die extra für Otto geholt worden war, damit er Gesellschaft hat. Der Plan hat aber wohl nur mittelmäßig funktioniert. Irgendwann im August diesen Jahres (2023) ist Otto von einem seiner Ausflüge nicht mehr nach Hause gekommen 😞. 

          Letztlich wir haben dann abgesprochen, dass Otto direkt am nächsten Tag abgeholt wird.

          Der Abend war sehr seltsam. Meine Enttäuschung, dass wir Thorin doch nicht wieder hatten 😞. Die Freude für Otto, dass er sein Zuhause wieder bekommen würde – aber auch ein klein wenig Traurigkeit, weil wir ihn so ins Herz geschlossen haben 🙄.

          Das war der Halloween Abend – sprich wir sind immer zwischen Haustür & mehr oder weniger phantasievoll verkleideten kleinen Menschen und Otto hin- und hergelaufen 🙄. Wir hatten beschlossen, ihn nicht ins Haus zu lassen, weil er am nächsten Tag ja schon abgeholt werden würde.

          8. und letzter Akt: Happy End für Otto

          Da in Hessen Allerheiligen kein Feiertag ist, habe ich gearbeitet – allerdings konnte ich im Home Office bleiben. Wie besprochen hat sich Ottos Besitzer noch einmal kurz gemeldet und war dann am späten Vormittag bei uns. Der Eindruck am Telefon vom Vortag hat sich bestätigt. Einen Katzenkorb gab es zwar nicht, aber ein Geschirr, was Otto sich auch ohne Probleme anlegen ließ. 

          Der Abschied war bitter-süß – ein wenig wie in schnulzigen Filmen. Ich habe ihn raus zum Auto getragen und dann durchs Fenster auf den Sitz gesetzt. Noch einmal über den großen Kopf gestreichelt und dann ist Otto mit seinem Besitzer zurück nach Hause gefahren …

          Ottos Besitzer hat sogar nochmal angerufen, dass sie beide wohlbehalten in Weilburg angekommen sind. 

          Epilog: Mach’s gut Otto!

          Mach’s gut Otto! Wir wünschen Dir nach der ganzen Aufregung, dass Du noch viele glückliche Jahre in Deiner Familie lebst 🥰. Auch wenn wir Dich nur zwei Tage kennen gelernt haben, werden wir uns immer mit einem lachenden und einem weinendem Auge an diese intensive Zeit zurück erinnern 😊😥.

          Und wenn Dir Thorin über den Weg läuft – Du kennst ja jetzt den Weg zurück zu uns ……


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          … Nachtrag: Zum Vergleich zwei Bilder von Thorin ……

          Das Leiden der jungen M. aus S. – Nachtrag

          Es wird mal wieder Zeit für die Katzen-Post. Ihr habt die sicherlich sehnsüchtig vermisst 😊. Immerhin besteht die Hälfte des Internet-Content aus Katzenbildern, -videos und -geschichten. Die andere aus … naja, Ihr wisst schon 😉.

          Der – oder ein Grund, warum ich mich endlich mal wieder zu einem Bericht aufraffe, ist, dass genau vor zwei Jahren unsere drei Hausbesetzter (bekannt unter Thorin, Sansa und Gizmo) bei uns eingezogen sind. Und letzte Woche vor einem Jahr ist Gizmo tot aufgefunden worden 😥. Genau vor zwei Jahren bedeutet konkret der zweite Februar 2019. Sollte ich wohl dazu sagen, da es wohl wie üblich ein paar Tage dauern wird, bis ich den Post fertig habe … Und dann hat Maze (damals Hira) am Samstag den ersten Jahrestag des Einzugs!

          Leider gibt es nicht gerade gute Neuigkeiten 😞. Aber auch die Geschichten gehören halt dazu – und letztlich gibts wenigstens keine Katastrophen zu berichten (Nachtrag: Zwei Tage später muss ich mich hier leider korrigieren 🥺) ….

          Heute gehts um die beiden „Summ-Summs“ : Mazikeen und Neo. Das Geschwister-Pärchen. Ihr erinnert Euch vermutlich – ich habe ja eine ganze Reihe Blogpost zu den beiden geschrieben. Die beiden hatten ja „damals“ ziemlich gesundheitliche Probleme – Giardien 🤕. Weshalb sie noch viele Wochen in der Katzenhilfe in Quarantäne bleiben mussten, bevor sie dann endlich bei uns einziehen konnten. Besonders Maze hatte es echt erwischt. Hier nochmal ein Bild, als wir Mazikeen abgeholt haben:

          1. Akt: Wer braucht schon Zähne?

          Vor allem Maze hat immer wieder sehr deutlichen Mund- meine natürlich Mäulchen-Geruch. Mal mehr, mal weniger. Wir wissen bzw. wussten, dass das auch mit Entzündungen im Maul zusammenhängen kann. Bei gelegentlichen Kontrollen hat Julika auch machmal gesehen, dass Maze‘ Zahnfleisch gerötet – sprich entzündet war 🙄.

          Ich weiß gar nicht mehr, ob wir im spät Herbst wegen einer Routine-Untersuchung mit Maze beim Tierarzt waren, oder ob es uns um die Entzündung im Maul ging. Spielt auch keine Rolle – die Tierärztin meinte auf jeden Fall, dass man da „mal ran“ muss. „Ran“ bedeutet in diesem Fall eine Zahnreinigung. Genau – das, was man mit Glück (oder mit Pech – je nach Sichtweise ) beim Zahnarzt verpasst bekommt 😊. Grundsätzlich ist das tatsächlich dasselbe wie beim Menschen. Die Gemeinsamkeit ist, dass -zumindest bei gesetzlich Versicherten- man selber für die Kosten aufkommt. Wie bei der Katze. Der Unterschied ist, dass die Katze für die Prozedur sediert (in Narkose versetzt) werden muss. Die sieht nämlich nur in den seltensten Fällen ein, bei der Prozedur still zu halten 🙄. Letztlich kann man aber auch erst unter Narkose so wirklich feststellen, was genau die Ursache für eine Entzündung des Zahnfleisches ist.

          In der Konsequenz ist das einerseits nicht völlig ohne Risiko – und es ist auch nicht gerade die kostengünstigste Methode seine Katze in das Reich der Träume zu schicken 🙄. Aber wer schafft das schon mit Gesang … und das vor den TierarzthelferInnen … 😜

          Im Dezember haben wir dann einen Termin ausgemacht. Und weil Neo auch ab und zu Entzündungen im Mäulchen hat, haben wir ihn auch direkt für ein paar Tage später mit angemeldet. Blöderweise war das Doppelpack leider gerade nicht im Sonderangebot …. wäre ja cool gewesen 😊: Buchen Sie eine Zahn-OP und Sie erhalten ein kostenlose Botox-Behandlung oben drauf … 😎

          Abgabe war morgens ganz früh. Maze war zuerst dran – übrigens unter strengen Corona-Bedingungen. Sehr professionell organisiert. Aber das ist eine andere Geschichte. Wir konnten Maze erst abends wieder abholen. Sie war wenigstens schon ganz aufgewacht – so wirklich „lustig“ ist das ja nicht, wenn die armen Geschöpfe aus der Narkose aufwachen und sich herumschleppen und torklen 🤕.

          Leider war die Entzündung so schlimm, dass der Arzt Maze einen Zahn ziehen musste. Und sie haben uns auch schon vorgewarnt, dass die Entzündung wohl chronisch ist und Maze immer wieder zur Zahnreingung muss und nach und nach Ihre Zähne verlieren wird 😞. Aber die Entzündung sei halt schon schmerzhaft – auch wenn die Stubentiger sich das ja nie so richtig anmerken lassen.

          Neo war dann ein paar Tage später dran. Und da haben wir uns dann richtig erschreckt. Aus der Zahnreinigung ist eine komplette OP geworden 😳- in der dem Armen so gut wie alle Backenzähne gezogen werden mussten! 17 Zähne hat er verloren 😥. Und das bei einem jungen Kater von 2 Jahren …

          Man kann die Wunden ganz gut erkennen – ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie es einem mit solchen Wunden (das wird ganz „normal“ genäht) im Mund so geht. Wie gerne man dann isst bzw. frisst. Neo hat da eine ganze Weile dran geknabbert – geknabbert – Wortspiel …. witzig, gelle …. 🤐
          Die ersten Tage haben wir kaum was an Futter in den Kater reinbekommen. Wir haben uns schon richtig Sorgen gemacht und sind nochmal mit ihm zum Tierarzt. Aber letztlich sind die Wunden gut geheilt und nach und nach hat er auch wieder angefangen zu fressen …. 👍

          Die Heilung kann/soll/wird mit diversen Medikamenten flankiert. Aber zumindest so eine Paste, die man den 4-Beinern mehrmals täglich aufs Zahnfleisch schmieren soll, können wir für wohltätige Zwecke spenden 🙄. Keine Chance – Maze nimmt schon Reißaus wenn Sie das Zeugs nur riecht 😬. Aber auch beim gutmütigen Neo haben wir da keine Chance.

          Ich habe da „leider“ keine Bilder zum zeigen – aber ihr könnt Euch vorstellen, dass es schönere Dinge gibt. Wenigstens haben die beiden sich erstaunlich schnell erholt – und Schlaf ist ja da bekanntlich sowieso das Beste 😊:

          2. Akt: Erkältungszeit – auch für Katzen?

          Ungefähr zwei Wochen nach den OPs hat zuerst Neo angefangen und immer häufiger zu niesen – drei-, viermal hintereinander. Zuerst dachte ich, das sei eine Allergie 🙄, weil der so oft an eines von diesen Blumen-Pflanzen-Dingern schnuppert. Nachdem es aber immer schlimmer wurde, haben wir ihn dann doch zum Tierarzt geschleppt.

          Julika kam dann auch prompt mit mehreren Medikamenten zurück. Zum Niesen haben sich dann sehr schnell auch eine laufende Nase, so eine „rasselnde“ Atmung und dann sogar triefende Augen dazugesellt 🥺. Julika hat mir schon ein schlechtes Gewissen gemacht, weil ich so lange gewartet habe … 😬

          Auf jeden Fall gings dem Armen echt nicht gut 😞und wir haben 2-mal täglich Medikamente verabreicht – Antibiotika in Tabletten-Form und ein Schmerzmittel.

          Kurze Zeit später (natürlich am Wochenende) hat dann auch Maze angefangen 😳! Da haben wir dann entschieden, die beiden in Quarantäne unten ins Hifi/Video-Zimmer auszulagern und Mazikeen direkt mit zu behandeln. Wenn sich unsere (nicht mehr ganz so) Wildlingsdame Sansa anstecken würde – na, das wäre ein Spaß die täglich einzufangen und Medikamente zu geben 😬!

          Am Montag sind wir dann auch direkt mit Maze zum Arzt. Bei Ihr hat es von Anfang an auch die Augen erwischt. Für Maze haben wir dann neben Antibiothika und Schmerzmittel sofort auch eine Salbe für die Augen bekommen. Ein Heidenspaß 😬! Maze einzufangen ist schon nicht ganz einfach – aber wenn Julika ganz vorsichtig versucht hat, die Salbe in die Augen zu verteilen, hat der kleine schwarze Teufel sich mit allem gewehrt, was sie hat 😥 Die Arme hatte richtig Panik 😞 – und natürlich erkennen die Tiere sehr sehr schnell, was auf sie zukommt. Dann verkriechen die sich in der hintersten Ecke, auf dem höchsten Regal/Schrank/Balken oder mittig unter dem großen Sofa … 🙄

          Katzen Suchbild


          Ich hab Sie mit schierer Gewalt festgehalten und trotzdem habe ich den einen oder anderen tieferen Kratzer als Andenken mitgenommen …

          Das müsste jetzt drei Wochen her sein, dass wir die beiden von Thorin und Sansa getrennt haben. Ich weiß nicht, ob es bei den drei Akten bleibt (drückt uns mal die Daumen), aber es gibt zumindest nicht nur schlechte Nachrichten.
          Neo ging es relativ schnell wieder deutlich besser. Der Schnupfen ist längst weg und auch die Augen sind wieder groß und klar und tränen nicht mehr 👍.

          Trotzdem haben wir Neo weiter zusammen mit Maze in Quarantäne gelassen – damit sein Schwesterchen nicht ganz alleine ist. Und er ist so süß – er kümmert sich immer um sie, putzt und tröstet sie 🥰:

          Neo tröstet Maze nach unserer Behandlung

          Leider hat Maze nicht so ein Glück – im Gegenteil 🥺. Auch bei Ihr ließen die „Grippe-Symptome“ nach einer Woche zurück. Aber die Augen wurden nicht wirklich besser. Immer etwas verklebt, tränend und sie hat die Augen immer zugekniffen. Was wohl ein Symptom für eine Bindehaut-Entzündung ist. Nach einem Telefonat mit der behandelnden Ärtzin habe ich „Nachschub“ an Medikamenten geholt – und ein Rezept für ein anderes Antibiotikum, das in Form von Tropfen direkt aufs Auge gegeben wird. Die eindringliche Bitte der Ärtzin lautet – wenn es irgendwie geht dreimal täglich die Tropfen und eine Salbe zur Beruhigung der Hornhaut verabreichen. Super, also weiter der K(r)ampf mit den Augen 🙄…. Aber natürlich geht das. Muss ja. Mit einer theatralischen Geste könnte ich auch sagen: Scheitern ist keine Option. Naja, meinen schlechten Humor habe ich zumindest behalten 😬.

          Immerhin hat sich das Verfahren inzwischen eingespielt – einerseits wissen Julika und ich besser, wie wir das angehen – und es scheint, dass auch Maze begriffen hat, dass wir Ihr nichts Böses wollen und dass es schnell vorbei ist, wenn sie „mitmacht“ 🙄.

          Wie man einer Katze ohne Blessuren Tropfen und Salben ins Auge träufelt ….

          Wenn wir sie erstmal haben – üblicherweise liegt sie entweder ganz oben auf einem der Regale, von wo ich sie runter „pflücke“ 🙄, oder sie verkriecht sich unter dem Doppelbett. Meistens resigniert sie dann aber und lässt sich von mir sanft und langsam über den Boden unter dem Bett rausziehen. Sie wird dann erst nochmal beschmust, bevor ich sie dann auf ein altes, großes Handtuch auf das Bett setze. Dann kommt das Entscheidende – sie wird so in das Handtuch eingewickelt, dass vor allem ihre Vorder- und Hinterpfötchen derart fixiert sind, dass sie keine Bewegungsfreiheit hat und damit weder entwischen, noch meinen Arm zerteilen kann 🙄. Ich kann sie dann an mich pressen und mit einer freien Hand das Köpfchen mit sanftem Druck in den Nacken drücken. Das klappt wirklich erstaunlich gut – vor allem sprintet Maze nicht mehr vor Panik sofort weg und verkriecht sich, sobald sie eine Chance wittert, weil ich sie loslasse 🙄.

          3. Akt: Doch keine „einfache“ Erkältung

          Soviel zur guten Nachricht – jetzt zur schlechten 😥. Nach weiteren (geschätzten) 5 Tagen wird es immer noch nicht besser mit Maze’s Augen – Julika meint, die würden sich sogar weiter eintrüben 😬! Da unsere Sorgen immer größer wurden, fährt Julika ein weiteres Mal mit der Kleinen zum Arzt. Unsere Beobachtung hat sich bestätigt: Das Antibiothika zeigt keine Wirkung, es könnte also eher etwas Virales sein 😞. Laut Ärztin zum Beispiel ein Herpesvirus 😳! Auf jeden Fall wird zur Klärung ein Abstrich vom Auge gemacht wird, was wohl eine ziemlich scherzhafte, zumindest aber sehr unangenehme Prozedur ist 😬. Das war an einem Freitag. Die Probe wird ins Labor eingeschickt. Wir sollen am nächsten Mittwoch wegen des Befundes anrufen. Solange behandeln wir weiter.

          Mittwoch Abend kommt dann die bittere Erkenntnis – es handelt sich tatsächlich um einen Herpesvirus, der die Augen befallen hat 😓.

          Julika ist am Donnerstag morgen erneut mit Maze in die Praxis gefahren. Dort wurde noch ein weiterer Test gemacht, bei der die Hornhaut „angefärbt“ wird. Es sieht nicht gut aus. Der Virus hat sich schon richtig festgesetzt 😥.

          Ohne Worte …

          Heute ist Sonntagabend – seit Donnerstag haben wir neue Medikamente. Augentropfen gegen den Virus und eine andere Salbe, die die Hornhaut beruhigen und helfen soll, dass sie -möglichst narbenfrei- verheilt. Weiterhin ein Schmerzmittel, damit die Arme sich nicht die juckenden Augen zerkratzt. Und quasi als Amuse-Gueule (und ja – ich musste nachsehen, wie man das schreibt 🧐) noch ein Pulver zum Untermischen unters Futter zur Stärkung des Imunsystems 🙄.

          Und das „Beste“ zum Schluß: Seit Donnerstag versorgen wir Maze’s Augen nicht mehr 3-mal, auch nicht 4-mal – sonder 6-mal täglich 😳! Wir haben einen genauen Plan gekommen 🙄:

          Meiner Meinung nach hat sich da ja ein Fehler eingeschlichen – viel Spaß beim Suchen 🙄.

          Wir sind bei all dem Unglück aber einfach froh, dass das jetzt, in dieser Zeit passiert 🥺. Wir sind beide 100% zu Hause und können die Kleine versorgen. Einer alleine hätte da keine Chance. Und Maze hat inzwischen den Wiederstand komplett aufgegeben. Entweder aus Resignation, oder, was wir uns natürlich einreden, weil sie merkt, dass wir Ihr nichts Böses wollen und wenn die „mitmacht“, dass es dann schnell vorbei ist 🙄.
          Ist sie anfangs sofort panisch unters Bett geflüchtet, sobald ich sie nicht mehr 100% festhalten konnte, bleibt sie inzwischen auf dem Bett sitzen, geht nur ein paar Schritte und lässt sich auch immer öfter streicheln. Leckerlis wirken ja auch inzwischen ganz gut 🙄.

          Wir behalten das Ritual mit dem Handtuch weiterhin bei, auch wenn wir es nur noch lose um Maze wickeln – für sie ist das das Zeichen, dass sie stillhält. Der kleine Wirbelwind ist echt super tapfer 👍! Und wir glauben, dass es langsam besser wird.

          Nachtrag die Vierte

          Montagabend – Julika war vorhin ein weiteres Mal zur Kontrolle in der Praxis. Gute Nachricht! Die Ärtzin sagt, die Hornhaut heilt gut ab und die Chancen stehen gut, dass es komplett und ohne (zumindest beeinträchtigende) bleibende Schäden heilt, sprich keine Narben auf der Hornhaut 🥰.

          Ihr könnt Euch vorstellen, wie erleichtert wir sind. Auch wenn Maze längst nicht über den Berg ist 🙄. Aber die ständige Befürchtung, dass die arme erblinden wird, ist kein schöner Begleiter duch den Tag ….

          Mindestens noch 8-10 Tage müssen wir Mazes Augen weiterhin nach Plan gehandeln 🙄. Aber das ist halt wie mit der Pandemie: Wir haben ein -zu erreichendes- Ziel und einen Plan. Nicht, dass wir ohne aufgegeben hätten, aber so ist es natürlich leichter ….

          Ich glaube, ich belasse es jetzt erstmal dabei 😊. Ich hoffe, dass wir nicht noch weitere Hiobs-Botschaften bekommen und wir einfach nur noch durchhalten müssen. Drückt uns bzw. Maze mal die Daumen ….

          Epilog

          Inzwischen sind (schon) drei weitere Wochen vergangen 🙄. Und diesmal ist es eine Geschichte mit Happy End 🙏. Nach genau 9 Tagen hat Julika unsere goldene Kundenkarte in der Tierarztpraxis genutzt und hat Maze zur Kontrolle gebracht – Aschermittwoch. Im Gegensatz zum durchschnittlichen Karnevals-Jecken für uns ein echter Freudentag 🥳! Keine bleibenden Schäden 🥰. Wir sollten die Kleine weiterhin zweimal am Tag mit der Salbe für die Hornhaut versorgen – was wir natürlich pflichtbewusst machen. So langsam schleichen wir das aus – wie man so schön sagt.

          Inzwischen brauchen wir weder ein Handtuch, noch sonst ein Hilfsmittel, um Maze die Augentropfen zu verabreichen. Ich muss Ihr Köpfchen nur sanft führen – dann sträubt sie sich überhaupt nicht mehr und spielt mit. Das funktioniert sogar, wenn ich sie auf dem Arm habe 🤗.

          Sie ist wieder ganz die Alte – bzw. ganz der junge Wirbelwind 💨. BTW – was ist die weibliche Form von Wirbelwind? Wirbelinnenwind? Wirbelwindin? 😎

          Egal – sie tobt wieder mit den anderen durchs Haus – die Quarantäne haben wir natürlich aufgehoben.

          Unsere vier-beinigen Mitbewohner

          Wegen Quarantäne könnt Ihr Euch ja nicht wehren – also mal wieder ein etwas längerer Post 😜

          Ich schulde Euch ja noch ein Update, wie sich unser letzter Neu-Zugang, die kleine schwarze Katzen-Dame Hira, bei uns eingelebt hat. Sie ist Anfang Februar eingezogen und natürlich fragt Ihr Euch seitdem täglich, wie es weiter gegangen ist 😂

          Ich nutze aber die Gelegenheit und erzähle zu allen unseren Mitbewohner etwas. Da ich aber aus der Vergangenheit durchaus gelernt habe, räume ich Euch beim Lesen eine längere und zwei kurze Pausen ein 😂 Vielleicht scrollt Ihr aber auch einfach nur durch und schaut die Bilder an … 🙄

          Alle Vier lieben das Kratzbrett aus Pappe, das im Wohnzimmer vor den Fenster steht. Man erkennt das auch sehr schön an den vielen Bildern – von jedem der Fellnasen gibt es mindestens ein schönes Bild auf dem Pappding.
          Auch das alte „Türmchen“ von IKEA mögen sie gerne – wahrscheinlich vor allem, weil sie von da Vögel gut beobachten können …🙄

          Thorin – der „Papa-Kater“

          Wir müssen uns immer wieder zurück an die ersten Tag nach Thorins Einzug erinnern. Er hat tagelang getrauert und sich oben auf die Balken geflüchtet und nichts oder kaum etwas gefressen …

          Jetzt ist er der „Fels in der Brandung“ für die Rasselbande. Thorin ist ein ganz ruhiger. Vom Charakter eher der sprichwörtliche „gemütliche Bär“ 😊 Er ist ein richtig stattlicher Kater – breiter Kopf, kräftige Statur. Die Erscheinung wird noch von seinem super flauschigen Fell verstärkt, was sich immer ein wenig „aufplustert“. Dadurch wirkt er auch manchmal „stämmiger“, als er dann wirklich ist. Ihr wisst, was ich meine … 🙄😊

          Er darf (nach wie vor als Einziger) raus – was er mehrmals täglich auch macht. Wenn er raus will, kommt er zu uns und mauzt – dann wissen wir, er möchte gerne spazieren gehen.
          Er dreht seine Runde ums Haus, legt sich gerne in die Sonne, beobachtet die Vögel. Dabei haben wir den Eindruck, dass er kaum das Grundstück verlässt.

          Ab und zu läuft er rüber zu den Nachbarn – er sucht seinen „Kumpel“ Fritz, den roten Kater von nebenan. Der ist aber traurigerweise vor ein paar Wochen plötzlich gestorben … 😢

          Ab und zu bringt er den anderen eine Maus mit ins Haus 😬- inzwischen zumeist wenigstens schon tot. Der Papa sorgt halt für sein Rudel 🙄.

          Sansa – Zicke bleibt Zicke, aber man muss sie einfach lieben

          Sansa ist ja zusammen mit Thorin vor über einem Jahr eingezogen. Unser echter Wildling: nur gucke, nix anfassen 🙄 Ich habe hier ja recht viel zu Sansa geschrieben, wie wir sie ganz langsam Schritt für Schritt an uns gewöhnt haben. Mit wirklich tollem Erfolg.

          Als Neo bei uns eingezogen ist, haben die beiden sich ja sehr schnell angefreundet und jeden Tag miteinander gespielt 👍.


          Nachdem dann vor einigen Wochen auch endlich Neos Schwester zu uns kommen durfte, hat sie sich wieder ein wenig mehr zurückgezogen – zumindest was Neo betrifft. Die beiden halbstarken Geschwister haben sich tatsächlich wieder erkannt und sind echt außer Rand und Band, wenn sie mal loslegen 😬. Ich glaube, das ist Sansa einfach ein bisschen zu wild. Rein aus Sansas Sicht war die 3er-Gruppe mit Thorin und Neo wohl optimal 🙄.

          Aber auch wenn sie nur ab und zu mit den beiden Kleinen spielt, haben wir aber andererseits den Eindruck, dass sie verstärkt unsere Aufmerksamkeit einfordert. Sie hält sich sehr oft in unserer Nähe auf, läuft uns teilweise sogar nach – und vor allem hat sie sich angewöhnt, uns direkt anzusehen und „anzusprechen“ – sprich zu mauzen 👍.
          Die letzten beiden Wochen fordert sie uns mehrmals am Tag (wir sind ja zu Hause gewesen) auf, ihr aufs Sofa zu folgen und sie dort mit Leckerlis und Streicheleinheiten zu belohnen.

          Alternativ auch auf einen Stuhl (einen bestimmten natürlich) am Esstisch. Und wenn sie gute Laune hat, kann sogar ich ihr mal über den Rücken streichen, wenn sie in der Nähe sitzt oder um uns herum streicht 😊.

          Sie hat wieder angefangen zu mauzen. Aber ganz anders, als in der Zeit, als wir sie wieder eingesperrt haben, nachdem sie schon raus durfte – das war damals ja wirklich schlimm 😞. Für alle Beteiligten. Aber jetzt ist das zwar auch so eine Art Jammern, aber es jetzt einfach mehr, dass sie etwas von uns will.

          Sansa ist nach wie vor gerne mal zickig. Eine kleine Diva 😊. Aber was soll man sagen – man muss sie einfach lieben 😃. Und wenn ich ehrlich bin, hätte ich nach den ersten Wochen nie gedacht, dass wir mit ihr heute da stehen, wo wir sind 😊. Wir werden demnächst einen neuen Versuch starten, sie wieder raus zu lassen. Aber davon ein anderes Mal 😃.

          Neo – der Sonnenschein

          Neo ist inzwischen ganz schön gewachsen. Ein richtiger Kater. Anfangs hat er ja alles gefressen, was er irgendwie finden konnte – was zu einem kleinen „Wohlstandsbäuchlein“ geführt hat 😳 Das hat sich aber total gegeben: er hat relativ schnell verstanden, dass auf magische Weise mehrmals täglich die Näpfe wieder gefüllt werden. Und so ist er fast so groß wie Thorin – nur sehr viel schlanker 😉.

          Was sich nicht geändert hat, ist sein Gemüt. Ich habs ja schon mal erzählt – der gar nicht mehr so kleine- Sonnenschein zeigt in jeder Situation, wie zufrieden er ist, wie gut es ihm geht 😇. Sei es, wenn er auf seinem Lieblingsplatz dem Kratzbrett schläft, sich auf der Couch streicheln lässt oder mit Hira aka Maze (siehe unten) und manchmal auch Sansa durchs Haus tobt und es nach und nach in die Einzelteile zerlegt … 🙄

          Was sich (bisher) auch nicht geändert hat, ist Neos „Lautsprache“: nach wie vor fiepst er 😃. Besonders gerne, wenn er seine Schwester ruft – und ganz allgemein wenn er spielen will. Leider schaffe ich es nicht, das mal in einem Video einzufangen 🙄

          Hira – der kleine Wirbelwind ist eine echte „Mazikeen“

          Dann bleibt jetzt noch unser letzter Neuzugang – Neos kleine Schwester Hira. Ihr hatte ich ja bereits einen eigenen Blog-Eintrag gewidmet. Dort hatte ich ja schon angedeutet, dass wir den Namen Hira schön finden, aber die Kleine je nach Charakter lieber Mazikeen (Rufname Maze) nennen. Hintergrund zu dem Namen bitte hier (<Link>) ganz unten nachlesen.

          Die ersten Tage im neuen Zuhause

          Aber zuerst mal zu den ersten Tagen ich dem Einzug: Maze hat etwas länger gebraucht, sich an alles zu gewöhnen, als ihr Bruder Neo (Hemy). Sie ist mit dem relativ großen Haus doch ein wenig überfordert gewesen 😊. Aber anders als Neo hat sie sich nicht immer wieder in die „Sauna“ zurück gezogen, sondern hat sich einfach irgendwo verkrochen: unter dem Dielenschrank, in einem der Keller, unter dem Sofa, hinter dem Schreibtisch 🙄 … einmal ist sie so schnell in einen Schrank gehuscht, dass ich sie da unbemerkt eingesperrt habe 😳.

          In der ersten Woche habe ich dann echt an meinem Verstand gezweifelt (keine blöden Kommentare bitte), weil ich sie einfach nicht finden konnte -wir haben das ganze Haus 2x auf den Kopf gestellt 😳. Und wenn ich sage, das GANZE Haus, dann meine ich das GANZE. Wir haben sogar das große weiße Ledersofa im Wohnzimmer auseinander gebaut und umgedreht, weil Maze und Neo sich gerne mal darin verkriechen. 
          Letztlich ist sie abends dann aber wieder wie ein Unschuldslamm aufgetaucht 😊.

          Maze und ihr Bruder Neo scheinen sich tatsächlich wiedererkannt zu haben – echt erstaunlich 😳. Die beiden rufen sich immer wieder gegenseitig – und die/die jeweils andere kommt dann auch angerannt. Echt süß 🥰! Die beiden spielen seit dem ersten Tag miteinander – naja, sie raufen und jagen sich durchs Haus … 

          Thorin hat Maze auch ziemlich schnell akzeptiert, die beiden begrüßen sich, z.B. wenn Thorin rein kommt. Nur Sansa hat anfangs noch eine Weile gefaucht oder geknurrt, wenn Maze ihr zu nahe gekommen ist. Lustigerweise faucht sie dann auch alle drei an – sie ist da nicht so wählerisch in der Zielauswahl 😜. Aber das hat sich inzwischen fast ganz gegeben. Nur wenn die beiden Kleinen ihrer Meinung nach zu wild spielen und sie dann mit einbeziehen wollen, dann knurrt Sansa manchmal noch (man Bilder sich ein „etwas genervt“ ein).

          Maze macht ihrem Namen alle Ehre

          Maze ist einfach super neugierig und hat nur Flausen im Kopf. Die Älteren unter uns erinnern sich a Astrid Lidgrens „Michel aus Lönneberga„? Genau: DER in vierbeinig und schwarzem Fell statt blond – das ist Mazekeen 😎.
          Ich habe einige ihrer Vergehen auch fotografisch dokumentiert.

          Wie heißt es bei Kinder so schön: Aber wenn sie dich einmal anlächeln … 😜

          Für Maze ist einfach alles ein extra für sie gemachtes Spielzeug 🙄. Besonders gerne beißt sie auf harten, länglichen Gegenständen herum – Kabelbinder, Weiden- und Bambusstöckchen, die Julika als Dekoration aufstellt oder auch einfach Stifte – da liegt ja auch schon mal der eine oder andere auf meinen Schreibtisch rum:

          Besonders gerne spielt sie- wie Sansa und Neo auch- mit Schnürsenkeln oder sonstige Fäden. An einen etwas längeren Weidenstock gebunden, kann man die drei damit so lange hin und her und nach Belieben über Möbel jagen, bis die Atemfrequenz und die vorausnehmende Zunge einen bevorstehenden Herzinfarkt befürchten lassen 😜. Naja – ein klein wenig übertrieben, aber sie hecheln schon ganz schön … 

          Das anfängliche Verhalten, sich überall wo es irgendwie geht (oder auch dort, wo es eigentlich nicht geht) hineinzukriechen und sich dort zu verstecken, hat sich -natürlich- überhaupt nicht gegeben 😬. Man hat den Eindruck, sie hat eine eigenen Fähigkeit dafür, die nur dafür da ist zu bemerken, wenn irgendwo im Haus eine Tür geöffnet wird, die üblicherweise geschlossen ist und sie direkt auf die Türschwelle zu teleportieren … 🙄 Aber auch Schränke, oder auch der Mülleimer unter der Spüle in der Küche sind nicht vor ihr sicher:

          Es dürfte niemanden verwundern, dass Maze keineswegs wasserscheu ist, was man Katzen ja allgemein nachsagt. Ganz im Gegenteil, sie hat herausgefunden, dass sie doch prima aus dem laufendem Wasserhahn trinken kann und patscht auch so gerne mal durchs nasse Waschbecken 😎. Wir baden ja nur sehr selten, aber das könnte sehr interessant werden, wie sie darauf reagiert würde .

          Inzwischen läuft sie uns oft nach, sucht unsere Nähe, legt sich auf dem Sofa zwischen uns, oder zumindest ans Fußende. 

          Gizmo – nicht vergessen

          Und auch wenn, oder vielleicht auch gerade weil, er nicht mehr bei uns ist: auch unser kleiner Gizmo darf hier nicht unerwähnt bleiben. Wir denken -natürlich- oft an ihn und dann ist die Trauer auch wieder da, dass er so früh von uns gegangen ist …

          Bildergalerie

          Hemy erobert das Haus – und die Herzen der Bewohner

          Die ersten Schritte Hemys nach seinem Einzug Anfang Januar haben wir ja schon hier beschrieben (<Link>). Was ich noch nachreichen muss ist, wie er sich bei uns eingelebt hat.

          Hemy heißt jetzt Neo

          Aber zuerst zum Namen 😊. Auch für Hemy haben wir einen neuen Namen gesucht. Es gab eine paar Vorschläge, aber letztlich hat „Neo“ das Rennen gemacht. Wobei er einen zweiten Vornamen hat: Beaker! Wie die Figur aus der Muppet-Show. Neo mauzt nicht, sondern er macht eher solche Fieps-Geräusche. Ein wenig wie Beaker halt 😄.

          Nun, Donnerstag abends ist Neo bei uns eingezogen. Freitags konnten wir ihn dann bereits streicheln.

          Am Samstagmorgen haben wir dann den nächsten Schritt getan und die Tür aufgemacht. Damit konnte er unten in den offenen Flur. Neugierig wie er ist, hat er zwar den Flur erkundet, aber sehr sehr vorsichtig und langsam! Sobald irgendetwas passierte, eine Bewegung, ein Geräusch, ist er sofort wieder zurück in seinen Raum gespurtet. Das war halt sein Reich. So ging das den ganzen Samstag und auch sonntags noch.

          Thorin und Sansa haben irgendwann auch gemerkt, dass da eine Tür offen ist, die üblicherweise geschlossen ist. Sie haben die Chance natürlich genutzt, den Raum zu inspizieren 😉.

          Die beiden waren -nennen wir es- irritiert, dass da eine unbekannte Katze sitzt. Sansa hat Neo angeknurrt und auch mal angefaucht , aber eher so halbherzig. Wir hatten mit größeren Problemen gerechnet. Zumal Neo selber einfach neugierig war und die beiden beschnuppern wollte.

          Das Wochenende bot ein lustiges Schauspiel 😄. Sansa hatte ja sehr bald mitbekommen, dass da unten im Keller ein nicht-autorisierter Hausbesetzer eingezogen war. Sie hat sich oben ins Wohnzimmer unter die Treppe gelegt, – so, dass sie die Kellertreppe von oben im Auge behalten konnte.

          Am Wochenende traute sich Hemy immer weiter nach oben, die Treppe hoch in Richtung Wohnzimmer. Was von Sansa mit Argusaugen (und gelegentlichem Fauchen) beobachtet wurde.

          Letztlich hat das ein paar Tage gedauert, bei Sansa länger als bei Thorin, bis Neo als vollwertiges Mitglied des „Rudels“ aufgenommen wurde 👍.

          Inzwischen tobt er mit Sansa durchs Haus – über Tisch, Stühle und vor allem unser Sofa. Das eignet sich halt hervorragend zum Verstecken und Fangen spielen. Unter dem Sofa, zwischen Sofa und dem großen Hocker der zum Sofa gehört und natürlich auch auf dem Sofa kann man dem jeweils anderem auflauern . Leider (oder vielleicht ist das auch besser 🙄) kann man das nur sehr schlecht in Bildern einfangen ….

          Ganz besonders liebt er das Kratzt(r)fett im Wohnzimmer – vermutlich müssen wir da noch ein zweites anschaffen, da Neo es permanent „belegt“ 😉

          Neo hat noch nicht gelernt richtig zu jagen. Im Gegensatz zu Sansa und Thorin hat er ja nicht gelernt, draußen zu überleben. Das merkt man vor allem am spielen: Er rennt zwar nach erster Skepsis einem Schnürsenkel hinterher – aber wenn er ihn dann hat, weiß er nicht, wies weiter geht 😜! Im Gegenteil – er springt sogar etwas erschreckt wieder zurück, was echt lustig aussieht. Aber nach und nach lernt er von den anderen …

          Ein echter Sonnenschein

          Insgesamt hat sich unsere Hoffnung mehr als erfüllt! Sansa hat einen richtigen Spielkameraden und genießt das sichtlich. Und wir haben einen kleinen Kater, der sich einfach nur super-wohl bei uns fühlt – und das zeigt er in jeder Situation . Egal ob er irgendwo liegt und schläft, ob er meint, dass wir uns aufs Sofa setzen und er uns zuvor kommt, in der Hoffnung, dass er ein paar Streicheleinheiten bekommt – oder eben im Spiel mit Sansa.

          Und Thorin hat ein wenig mehr Ruhe vor den beiden quirligen „Quälgeistern“ 😎. Wobei er trotzdem fast immer von den beiden anderen begrüßt wird, wenn er durch die Katzenklappe reinkommt. Er ist halt der Chef.

          Jetzt sind wir gespannt, ob sich Neos Schwester Hira auch so gut einlebt wie er es getan hat …

          Hiras großer Tag

          Im Moment gibts von uns fast nur Katzen-Postings 🙄. Es kommen aber sicher auch wieder andere Zeiten – solange müßt Ihr halt da durch 😜.

          Gestern Abend war es soweit – pünktlich um 19:00 Uhr stehen wir zur Sprechstunde bei der Katzenhilfe Westerwald vor der Tür. Nach einer herzlichen Begrüßung – und einer tröstenden Umarmung wegen Gizmos Tod 😔 – sind wir dann direkt in den ersten Stock in den Raum mit den Quarantäneboxe gegangen. Dort saß bzw. lag Hira in einer der Gitterboxen. Da gerade schon zwei andere Bewohner vermittelt wurden, haben wir ein wenig erzählt und mit Hira gespielt, bis wir den Papierkram erledigen konnten.

          Hira ging es richtig gut, keine Spur von Apathie oder Traurigkeit 👍. Sie war in Spiellaune – knabberte an den Fingern, die wir in den Käfig gesteckt haben 😃. Hat irgendwie was von Hänsel und Gretel 😳😊 Hat die Kleine nicht magische Augen?!

          Hira hat während der Fahrt keinen Mux getan. Zu Hause haben wir sie dann in dem vorbereiteten Raum herausgelassen. Hira war nicht so panisch wie Hemy, aber natürlich hat auch sie sich sofort nach einem Versteck umgesehen.
          Seltsamerweise hat auch Hira sich dann im Katzenklo versteckt 🙄. Dort hat sie auch die Nacht verbracht. immerhin – gefressen und getrunken hat sie 👍

          Natürlich haben wir wieder eine Kamera aufgestellt, die bei Bewegungen kurze Clips aufnimmt. In der Nacht hat Hira den Raum erkundet und sich alles genau angesehen 😊

          Letztlich hat sie sich aber wieder in die Katzentoilette gelegt. Heute morgen haben wir nach Ihr gesehen und Ihr etwas zu fressen hingestellt. Julika konnte sie aus Ihrem Versteck locken. Den Tag über hat sie dann die anderen Plätze ausprobiert – zuerst hat sie unten in dem Katzentürmchen gelegen und am Nachmittag dann auch in der Höhle in dem Hocker 👍. Vielleicht ist da die Aussicht besser – zumindest wohnt man nicht Paterre 😂

          Noch ist sie sehr ängstlich und vorsichtig, aber ich bin sicher, das gibt sich schnell und in 1-2 Wochen tobt die Kleine mit den anderen durchs Haus … 😃

          Hira darf einziehen!

          Diese Woche gab es auch eine wirklich schöne Nachricht – auch wenn die ein wenig hinter Gizmos Tod zurück getreten ist 😔:

          Hira, Hemys kleine Schwester, ist endlich vollständig gesundet – offiziell mit Brief und Siegel bestätigt 👍😃. Am Dienstag kam die Nachricht von der Katzenhilfe – sie haben uns direkt informiert, als das Ergebnis aus dem Labor vorlag 😊. Das heißt, sie darf dann jetzt auch bei uns einziehen. Endlich! Wir freuen uns echt total 😇.

          Morgen – Donnerstagabend- soll es soweit sein. Bei Hemy hat sich schon bewährt, den Neuzugang erst einmal in die „Sauna“ einzuquartieren. Bei Hira ist das sicher noch wichtiger, dass sie erstmal zu Ruhe kommt. Durch die Medikamente der letzten Wochen ist Hiras Magen-Darm-System wahrscheinlich noch -nennen wir es- etwas wackelig auf den Beinen 🙄. Deswegen ist es für sie wohl besonders wichtiger, den zusätzlichen Stress durch den Umzug möglichst gering zu halten. Der Plan ist also, dass sie sich wirklich in aller Ruhe an die neue Umgebung gewöhnt. Dann an unsere Anwesenheit – und nach ein paar Tagen (oder auch einer Woche) schauen wir mal, wie sie auf die anderen 4-beinigen Mitbewohner reagiert 😉.

          Vermutlich ist Hira jetzt seit Wochen nicht aus der Quarantäne gekommen (müssen wir morgen mal fragen – vorher habe ich mich da gar nicht richtig getraut 🙄). Sprich sie hat ihr Leben in einer Gitterbox verbracht. Wir sind gespannt, wie sie auf einen gaaaaanzen Raum für sich alleine reagiert 😃. So viel Platz, da weiß man gar nicht, WO man (bzw. besser Frau) sich verstecken soll 😇.

          Den Raum haben wir heute Abend schon soweit hergerichtet. Im Wesentlichen so wie wir es auch bei Hemy gemacht hatten: Eine Rattan-Liege, ein Hocker mit Höhle, ein IKEA Katzentürmchen – und einige Kissen und Decken plus Spielzeug. Fertig ist das Katzen-Domizil.

          Auf den Bildern sieht der Raum irgendwie etwas kahl und „steril“ aus . Ist er aber gar nicht.

          Und der Name?!

          Bei Hira sind wir ausnahmsweise bei der Namensfrage schon weiter 😊. Wir finden beide den Namen „Hira“ gar nicht schlecht. Insofern ist das auf jeden Fall ein Plan B, falls wir uns auf keinen anderen Namen einigen können – jeder der uns kennt, weiß die Chancen dafür einzuschätzen 😜.

          Ich würde die kleine, süße, schwarze Katzendame gerne „Maze“ (gesprochen „Mähz“) nennen. Maze – die Kurzform zu Mazikeen!

          Na, irgendwelche Serien-Junkies die die Serie „Lucifer“ (<Link>) gesehen haben?! 😉 Genau DIE Maze! Die weibliche Dämonin, die als Luzifers Begleiterin keine Party ausläßt und gerne mal die eine oder andere davon aufmischt – sie nennt das Spaß 😜. Ich glaube, die Kleine (A.d.R. jetzt ist unser 4-beiniger Neuzugang gemeint) hat es faustdick hinter den Ohren 🙄. Das würde gut passen – schauen wir mal ….

          Rest in Peace Gizmo 😥

          Wir haben Gizmo am Mittwoch Abend bei uns im Garten begraben. Es war ein stürmischer, regnerischer Tag – so wie da Wetter an so einem Tag sein muss. Aber abends ist als letzter Gruß noch eimal die Sonne unter den Wolken hervor gekommen – was auch immer das bedeuten mag.

          Irgendwie kann man Beiträge auch auf „privat“ setzen, aber erstens weiß ich aktuell nicht, wie man das macht – und letztlich gibt es halt nicht nur schöne oder lustige Dinge zu erzählen … 😞

          Gizmo ist der 6-ste Vierbeiner, den wir gehen lassen müssen, bzw. den wir verlieren. Und wir denken immer wieder mal an jeden einzelnen.
          Vor langer Zeit in Metternich (Koblenz) haben wir Mephisto verloren – er kam eines Tages einfach nicht mehr nach Hause. Nur ein paar Tage zuvor hatten wir Luna, seine kleine Schwester, wie Gizmo tot am Straßenrand gefunden 😥. Luna haben wir dann unter unserem Balkon begraben.
          Hier in Staudt hatten Othello, Jeanny, Gweny und Kiara alle ein langes und wie wir glauben sehr schönes Leben. Alle vier haben wir hinter dem Haus unter dem großen Hainbuchen-Baum und der Hecke aus weißen Rosen begraben.

          Wir haben uns entschieden Gizmo nicht zu den anderen Vieren zu legen. Das kommt uns irgendwie nicht richtig vor 😞. Deshalb haben wir einen anderen, einen genauso schönen Platz gesucht. Gizmo liegt jetzt in dem Schiefer-Beet – so, dass man den Platz vom Wohn- und Esszimmer aus sehen kann.

          Irgendwann lässt der Schmerz nach und man kann sich auch an die schönen Erlebnisse erinnern. Das wissen wir, auch wenn es dauern wird. Egal wie – wir vermissen Dich Gizmo und vergessen Dich nicht. Das Versprechen können wir halten 😥.

          Chronologie eines kurzen Katzenlebens

          Ich möchte hier die Posts sammeln, die wir über Gizmo geschrieben haben:

          • Der Einzug vor knapp einem Jahr – noch im alten Blog <Link>
          • Thorin, Sansa und Gizmo erobern Haus und Garten (auch im alten Blog) <Link>
          • Gizmo ist verschwunden <Link>
          • Die Suche nach Gizmo <Link>
          • Schlimme Nachricht – Gizmo ist tot <Link>

          Manche Geschichten haben kein Happy End 😥

          Julika hat heute Abend im Zug auf der Heimfahrt von einer Dienstreise einen Anruf von unserem Tierarzt Dr. Haas bekommen. Schlimme Nachricht:

          Unser Gizmo wurde tot am Straßenrand gefunden 😭

          Ich habe ihn vorhin abgeholt. Die Arzthelferin hat genauso Tränen in den Augen gehabt wie ich. Er ist wohl sofort tot gewesen. Sie haben ihn in eine kleine Kiste gebettet.
          Morgen werden wir Gizmo, so wie die anderen, bei uns im Garten begraben (<Link>) 😞.

          Als wir ihn aus dem Tierheim geholt haben, haben wir ihm (und uns) das Versprechen gegeben, ihn gut zu versorgen und auf ihn aufzupassen. Zweiteres haben wir nicht halten können …

          Wir vermissen Dich Gizmo. Wir werden Dich nicht vergessen kleiner Kater. Du wirst immer einen Platz in unseren Herzen haben … unendlich traurig 😞

          Hier der Link auf seine Geschichte.

          Hemy zieht ein – die ersten beiden Tage

          Ich hatte von der Vorgeschichte unseres Neuzugangs Hemy berichtet. Das ist inzwischen schon über drei Wochen her – längst überfällig zu erzählen, wie er sich bei uns eingelebt hat 😊.

          Nachdem der kleine schwarz-weiße Kater mehrere Wochen in Quarantäne in einer kleinen Box gelebt hat, haben wir uns überlegt, dass wir Hemy zunächst einmal alleine in einen Raum „sperren“. Dazu haben wir die Sauna (also der Raum, in dem die Sauna steht) ausgeräumt, eine der Rattan-Liegen aus dem Wohnbereich, ein „Katzentürmchen“ und einen Hocker mit kleiner Höhle und so ein Spielzeug-Brett reingestellt. In der begehbaren Dusche dann noch das Katzenklo aufgestellt – voila, fertig ist das Katzendomizil 😃.

          Dort haben wir Hemy dann aus der Katzenbox raus gelassen. Er ist zuerst etwas panisch herumgelaufen – er wollte sich die ganze Zeit unter den Liegen IN der Sauna verstecken und ist immer wieder gegen die Scheiben gesprungen 😳😬. Auch die große Scheibe der Duschabtrennung hat ihn ziemlich irritiert.
          Wir haben dann die Scheiben mit Brettern und Pappkartons abgedeckt bzw. verstellt. Das hat gut funktioniert. Hemy hat sich dann erstmal neben das Klo und eine Wand gequetscht – er hat sich sogar in den nächsten Tagen immer wieder in das Katzenklo gelegt. Irgendwie schien er sich da am sichersten zu fühlen. Seltsam 🙄.

          Bis Samstag morgen haben wir ihn in dem Raum gelassen. Wir haben wieder mal eine Kamera aufgestellt, um zu schauen, wie es ihm geht – ohne ihn zu stören. Er hat sich unten „im Katzentürmchen“ verkrochen.

          Aber immer wieder hat er eine Runde gedreht und den Raum ausgiebig erkundigt. Nach und nach wurde er ruhiger und weniger gestresst. Natürlich haben wir ihn gefüttert und haben ab und zu nach ihm gesehen – haben uns einfach ruhig in den Raum gesetzt, damit er sich an uns gewöhnt.

          Eigentlich wollten wir Hemy am Freitag beim Tierarzt chippen lassen – wie alle Katzen der Katzenhilfe Westerwald wurde er kastriert, tätowiert und gechipt. Aber irgendwie ließ sich der Chip nicht auffinden, deswegen bekamen wir einfach eine neue Spritze mit Chip mit 😉. Wir haben das dann aber zunächst verschoben, um Hemy nicht unnötig zu stressen.

          Am Freitag haben wir es dann mit der berühmten „Schinken-Diät“ 😂 probiert – die hat ja schon bei Thorin und Sansa echte Wunder bewirkt 😃👍.
          Zusätzlich zum normalen Katzenfutter wurden ein paar kleine Stücke Schinken im Raum verteilt – er wollte die aber nicht nehmen, wenn wir im Raum waren 😟. Über Nacht hat er sich dann getraut und hat sie alle gefressen. Als wir ihn dann mit einem größeren Stück Schinken gelockt haben, konnte er nicht widerstehen – und dann konnte man ihn auch anfassen und streicheln 😊👍
          Er ist zwar noch etwas schreckhaft, aber er hat keine Angst mehr vor uns 😊

          … und hier auch nochmal als Bewegt-Bild 😊

          So, das soll’s für heute gewesen sein 😊 Demnächst mehr … 😎
          Ach so – natürlich suchten wir auch einen neuen Namen für Hemy 😜. Aber dazu mehr im nächsten Post.

          4-beiniger Neuzugang

          Ich hatte ja schon in dem letzten Post über Sansa am Ende angedeutet, dass wir nach einem Spielgefährten oder Spielgefährtin für Sansa schauen. Vor allem geht es uns darum, dass Sansa etwas mehr Beschäftigung hat und Thorin ein wenig mehr Ruhe 😊. Und wenn die Verstärkung dann vielleicht auch noch gerne den Kontakt zu uns suchen würde, wäre das als Vorbild perfekt 😊!

          Rückblick: Erste Sondierungen in der Katzenhilfe

          Wir waren schon im Oktober in der Katzenhilfe Westerwald um nach einer Verstärkung zu schauen. Ich wiederhole jetzt nicht ausführlich, dass man irgendwie am liebsten alle „retten“ würde (nicht falsch verstehen, die Tiere werden dort mit Herzblut versorgt und gepflegt, aber es ist halt nicht dasselbe wie ein richtig „eigenes“ Zuhause).

          Ich habe mich da schon in ein kleines, schwarzes Katzenmädchen verguckt 🙄 – Hira! Allerdings sollte Hira nur zusammen mit ihrem Bruder Hemy abgegeben werden – hm, eigentlich wollten wir nicht noch zwei neue Vierbeiner aufnehmen, zumal wir immer noch hoffen, dass Gizmo irgendwann zurückkommt 😟.

          Da die beiden sowieso erst noch kastriert werden sollten (sie sind im Frühsommer 2019 geboren), war sowieso klar, dass wir keine der beiden mitnehmen konnten. Daher sind wir dann ziemlich unentschlossen nach Hause gefahren.

          In den nächsten Wochen haben wir fast täglich überlegt, was wir machen. Keiner von uns hatte eine wirklich starke Meinung. Die Hauptbedenken waren vor allem, dass wir vier Fellmonstern einfach nicht gerecht werden können und dann vor allem Sansa (als die sensibelste, was den Umgang mit Menschen betrifft) dann zu kurz kommt 😟.

          Entscheidung – und Enttäuschung

          Nachdem ich aber wohl immer etwas traurig wirkte, wenn das Thema auf Hira kam, hat Julika dann irgendwann entschieden, dass wir die beiden zu uns holen würden 👏! Leider haben wir dann aber erfahren, dass einige der Katzen in dem Zimmer, in dem Hira und Hemy wohnen, krank sind. Die beiden waren auch betroffen und mussten in Quarantäne 😢. Bei so vielen Katzen ist es halt schwierig, die Ursache zu ermitteln und dann die betroffenen Stubentiger zu identifizieren. Also müssen sie zeitweise in einer Gitterbox isoliert von anderen leben. Schon ein „Hundeleben“ (sagt man doch so, oder? 🙄), aber sie werden gut versorgt und natürlich behandelt.

          Da wir über Weihnachten für eine Woche zum Snowboarden fahren wollten und andererseits ein Neuzugang eine gewisse Zeit für die Eingewöhnung benötigt, haben wir dann -schon ein wenig schweren Herzens- beschlossen, dass wir die beiden Kleinen erst nach dem Urlaub und der Silvesterparty zu uns holen 😏.

          Anfang Januar war die Situation leider immer noch nicht wirklich besser, bzw. es gab einen Rückfall 😢. Die beiden saßen immer noch in Quarantäne. Irgendwie schien es nicht klappen zu sollen mit uns und den beiden Stubentigern 😢. Wir haben mit der Katzenhilfe überlegt, was wir machen sollen bzw. können. Wir wollten aber nicht „aufgeben“, aber eigentlich sollten die beiden ja nur zusammen ausziehen.

          Letztlich durften wir dann aber Hemy schon alleine zu uns holen! Der kleine Kater war gesund, aber für Hira musste ein weiteres Testergebnis abgewartet werden. Da die beiden dann sowieso nicht zusammen sein konnten, konnte dann zumindest Hemy schon einmal in sein neues zu Hause einziehen 😊.

          Donnerstag, den 2. Januar abends war es dann soweit 👍. Damit hatten wir dann noch ein komplettes Wochenende, um Hemy an uns, das Haus und natürlich vor allem an Thorin und Sansa zu gewöhnen 😉. Dazu dann mehr in einem anderem Blogpost ….

          Sansa – unsere kleine, süße Zicke (Teil 2)

          Heute der zweite Teil zu Sansa. In Teil 1 gings ja darum, dass wir Sansa vorerst nicht mehr rauslassen, wie unglücklich sie damit (vor allem anfangs) war und wie wir versucht haben, sie mit Leckeres zu bestechen 😊.

          Ich weiß nicht, wie die verlinkten Videos bei anderen aussehen, wenn man eine Email von WordPress bekommt, aber bei mir ist das nicht so richtig deutlich 😬, dass es Videos sind, die man anklicken kann/muss. Zu erkennen sind sie anscheinend nur an den schwarzen Balken oben und unten.

          Annäherungsversuche

          Wie transportiert man eine Katze, die sich nicht anfassen und fangen lässt, zum Tierarzt?

          Da Sansa in ein paar Wochen auch geimpft werden musste, war die Frage, wie wir sie in eine Katzenbox für den Transport bekommen 😬. Erste Versuche scheiterten kläglich – sie ist einfach zu schnell und man bekommt sie nicht zu fassen 😟. Sobald sie merkt was wir vorhaben, flüchtet sie auf einen der hohen Balken 🙄. Dort wollen wir sie auch nicht runterwerfen – die Verletzungsgefahr (auch für uns, aber hier ist Sansa gemeint) ist einfach zu groß 😟.

          Der Plan – in die Diele einsperren und ganz vorsichtig und mit viel Geduld an uns gewöhnen

          Nächster Plan: Wir locken sie in die Diele. Den Durchgang zum Wohnzimmer haben wir mit einer großen Spanplatte geschlossen. Sobald sie in der Diele ist, machen wir die Küchentür zu – und die kleine Zicke kann sich nirgendwo mehr verkriechen 😊.
          Dachten wir – hatten aber übersehen, dass sie sich in ihrer aufkommenden Angst unter den Dielenschrank zwängt 😬. Super das. Also haben wir beim nächsten Versuch die Lücken „abgedichtet“. Letztlich hat sie sich in eine Ecke gequetscht und ganz klein gemacht. Wir haben uns dann gaaaanz langsam in Zeitlupe an sie herangeschoben. Immer wieder Pause. Leckerlis wollte sie nicht. Als wir sie dann super vorsichtig und immer noch in Zeitlupe berührt haben (mit dicken Handschuhen – Katzenkrallen und Zähne sind echt scharf!)), ist sie beim ersten Mal panisch aufgesprungen und weg 😳. Aber nicht gebissen oder gekratzt. Trotzdem hätten wir da fast aufgegeben. Aber wir mussten sie ja irgendwie in den Korb bekommen 🙄. Also haben wir es später nochmals probiert. Und oh Wunder – es ging schon besser! Sie hatte sichtlich Angst und zitterte ein bisschen, aber blieb liegen, versucht sich nur weiter in die Ecke zu drücken.

          In den nächsten Tagen und Wochen haben wir die Prozedur immer wieder wiederholt und es wurde von Tag zu Tag wirklich immer besser. Anfangs hat sie noch oft versucht, durch die Katzenklappe zu entfliehen. Vor allem wenn Thorin dabei war, hat sie die Prozedur aber geduldig über sich ergehen lassen 😊. Wenn sie irgendwann gar nicht mehr wollte, hat sie sich an uns vorbei gedrückt, ist dann aber recht ruhig im Raum sitzen geblieben.

          Auch die Aktion Sansa zum Tierarzt zu schleppen hat sehr viel besser geklappt, als ich es mir hätte träumen lassen 👍. Auch als sie wieder zu Hause war, hat sie sich relativ normal benommen. Keine Flucht auf Balken, in den Keller oder unter irgendwelche Möbel – und Leckerlis wollte sie sich auch nicht entgehen lassen 😉.

          Nach 2 Monaten konnte Julika sie schon wirklich richtig streicheln – am Kopf und Seite. Bauch mag sie nicht. Das Problem ist aber, dass sie sich schon nach ein paar Tagen immer weniger gut in die Diele locken ließ 🙄. Bis das dann praktisch gar nicht mehr geklappt hat. Sie hat Thorin zwar in der Diele „abgeholt“, wenn er rein kam, aber sobald wir uns auch nur ansatzweise in Richtung Tür bewegt haben, ist sie wie ein geölter Blitz aus der Diele geflüchtet 😬.
          Schlimmer noch hat sie angefangen grundsätzlich „Angst“ vor Türen – geschlossenen Türen- zu bekommen 😟.

          Deswegen haben wir den Langzeitversuch dann abgebrochen 🙄. Aber insgesamt hat sie uns als Menschen akzeptiert – sie „redet“ mit uns. Hat sie vorher irgendwo gesessen und gemauzt, setzt sie sich jetzt auch gerne direkt vor uns und jammert uns an 😃. Auch das richtig laute Schreien hat ganz aufgehört. Und nachdem sie gemerkt hat, dass wir sie nicht mehr einsperren und dann streicheln, ist sie richtig gelassen im Umgang mit uns 👍. Auch wenn nach wie vor „nur gucke, nix anfasse“ gilt 😉, stört sie sich nur noch selten an uns oder geht uns aus dem Weg. Ein echt großer Fortschritt 👍.
          Sie liegt jetzt sehr oft irgendwo in unserer Nähe – vor allem, wenn wir uns unten im Erdgeschoss aufhalten. Dann liegt sie am liebsten auf einem der Stühle – ein wenig Schutz von oben durch den Tisch, aber ganz entspannt. Dort schläft sie stundenlang oder beobachtet uns 😊.

          Annäherungsversuche – Teil 2

          Julika kann sie vorsichtig berühren, wenn sie auf ihren Lieblingsplätzen liegt

          Seit 2 oder 3 Wochen geht Julika manchmal zu ihr, wenn sie auf dem Stuhl liegt und berührt sie wieder gaaaanz vorsichtig (natürlich nur wenn sie wach ist). Und siehe da – das funktioniert meistens 😊👍. Streicheln kann man das (noch) nicht nennen, aber ein paar mal lässt sie sich berühren -wenns ihr zuviel ist, springt sie runter oder „krabbelt“ auf den nächsten Stuhl. Inzwischen hat Julika aber gutes Gespür, wann sie aufhören muss. Und das nimmt Sansa uns in keiner Weise krumm. Läuft 😃! Wir haben echt Hoffnung, dass wir sie irgendwann (in ein paar Monaten) soweit haben, dass sie sich ohne ungute Gefühle richtig anfassen lässt 😉.

          Spielgefährte für Sansa?

          Was aber bei aller Euphorie bleibt, ist, dass Sansa oft unterfordert ist und sich langweilt 🙁. Sie ist ein echtes Cleverle und sie liebt es zu jagen – sei es Bälle, Schnürsenkel an Stöckchen oder auch Mäuse, die Thorin ihr leider ab und zu mit nach Hause bringt 😬. Wenn die dann wenigstens schon tot sind – was aber leider nicht die Regel ist 🙄. Manche können wir retten 😊.

          Deswegen überlegen wir, ob wir für Sansa noch einen Spielkameraden oder Kameradin aufnehmen. Nicht ganz einfach. Schön wäre es, wenn der Neuzugang vielleicht auch schon an Menschen gewöhnt ist und sich gerne Streicheleinheiten abholt. Unsere Hoffnung ist, dass sich Sansa vielleicht dann auch noch das „gestreichelt werden“ abguckt 🙄.
          So ganz unbegründet ist die Hoffnung übrigens nicht – man kann das bei Thorin und Sansa jetzt schon sehr gut beobachten. Thorin hat sich von Sansa das Spielen und das Mauzen abgeschaut. Umgekehrt hat sie sich angewöhnt, sich vor uns zu setzen, oder an den Ort, an dem sie etwas von uns will – seit etwas zu fressen, mit uns spielen 😃. Nennt man Erziehung – ist halt echt schwer, gutes Personal zu finden 😂.

          Wir haben da auch schon eine Idee – aber dazu ein andres Mal mehr. Ich höre Julika schon hinter mir knurren – „schreib nicht soooo viel“ …

          Nachtrag – steter Tropfen … große Erfolge!

          Ich muss jetzt doch noch einen letzten Absatz schreiben 😊 – seit ein paar Tagen läßt Sansa sich immer öfter und länger anfassen und vorsichtig streicheln. Hier auf dem Sofa – sowas war bis jetzt undenkbar:

          Und manchmal wenn Julika sie streichelt, legt sich sich auf die Seite und fängt leise an zu schnurren!

          Sansa – unsere kleine, süße Zicke (Teil 1)

          Sansa

          Heute langweile ich Euch mit ein paar Geschichten von Sansa – unserem süßen Zickenmädchen. Ist mehr für uns selber – für die meisten reicht wohl das Lesen der „Überschriften“ und die Bilder aus😃. Vermutlich merkt man, dass ich teilweise über mehrere Wochen an so einem Post schreibe … 😊

          Alle mögen Sansa – sie hat irgendwas von so einer „herben Schönheit“

          Sansa ist echt eine Hübsche. Und sie zieht so gut wie jeden in Ihren Bann. Julika hat sich im Februar beim ersten Besuch in der Katzenhilfe direkt in sie „verliebt“ 😊. Jeder findet sie einfach süß, obwohl sie Menschen gegenüber sehr scheu ist. Dabei ist sie ein echter Wirbelwind.

          Wildling

          Draußen geboren und aufgewachsen ist sie Menschen gegenüber extrem scheu: Anfassen is‘ nicht!

          Wie Gizmo ist Sansa ein echter Wildling. Sie ist ca. 2,5 Jahre alt und hat auch schon geworfen, bevor sie von der Katzenhilfe aufgegriffen wurde. Da sie gewohnt ist, sich draußen durchzuschlagen und den Menschen (zumindest anfangs) mehr so als notwendiges Übel akzeptiert 🙄, hat sie im Frühsommer sehr schnell den Umgang mit der Katzenklappe gelernt und jede Gelegenheit genutzt, die Welt da draußen zu erkunden.

          Nachdem Gizmo verschwunden war 😢, ist sie immer länger weg geblieben – und immer weiter ins Feld und in Richtung Wald gelaufen 😟. Ich habe unsere Webcam auf dem Balkon montiert um herauszufinden, wo sie steckt und wohin sie läuft.
          Sie hat zwar schon nach kurzer Zeit Leckerlis aus der Hand gefressen (Kochschinken findet sie super – ist aber nicht gerade gesund 😬), aber richtig gut klappte das nur, wenn Thorin dabei war. Dann fühlte sie sich offensichtlich sicher genug 😊. Aber an anfassen oder gar streicheln war nicht zu denken 🙄.

          Streunerin

          Sansa zieht es immer raus in Feld und Wald – wir mussten sie wieder ins Haus sperren

          Als sie dann im Frühsommer zwei Tage am Stück nicht mehr nach Hause gekommen ist 😳, haben ich die Reißleine gezogen und beschlossen, dass wir sie bis auf Weiteres nicht mehr raus lassen. Zumindest solange, bis sie sich wirklich an uns gewöhnt hat, sprich sich auch anfassen lässt. Ich habe die Katzenklappe auf „Rein, aber nicht Raus“ gestellt 👍. Thorin lassen wir seitdem „manuell“ raus. Das klappt mit ihm ganz gut 😉. Er ist da auch sehr geduldig und jammert so gut wie nie. In den nächsten Wochen ist uns Sansa aber zweimal entwischt 😬 – und beides mal waren wir uns sicher, dass sie uns nicht durch eine Tür entkommen ist. Ich habe dann rausgefunden, dass sie es irgendwie schafft, die Katzenklappe über den Wiederstand nach außen aufzudrücken! Schlaues Biest! 🤨

          OK – also habe ich mit Heißkleber die Klappe so „getuned“, dass sie drücken kann wie sie will. Was sie in den nächsten Tagen und Wochen auch ausgiebig und immer wieder versucht hat 🙄.

          Unglücklich

          Anfangs ist sie wirklich unglücklich eingesperrt zu sein – vor allem da Thorin raus darf

          Die nächsten Wochen und Monate waren teilweise schon schlimm 😟. Sansa hat immer wieder wirklich laut gejammert, richtig geschrien. Das ging oft 10, 15, 20 Minuten. Einerseits ist das für das eigene Nervenkostüm nicht ganz einfach – aber vor allem tut einem die Kleine einfach auch unheimlich leid 😢. Besonders schlimm war es für sie, wenn sie gesehen hat, das Thorin raus durfte oder sie ihn draußen gesehen hat … Und entsprechend groß ist ihr Aufstand, wenn Thorin durch die Katzenklappe wieder rein kommt. Sie kennt das Geräusch ganz genau und kommt dann sofort mauzend angestürmt und begrüßt ihn stürmisch 😃. Das ist auch immer noch so 👍.

          Langweile

          Sie ist langweilt sich öfters, wenn sie alleine ist – dafür rauft sie gerne mit Thorin

          Sansa langweilt sich im Haus oft. Zumal sie dann ja auch noch öfter alleine ist. Immerhin kommt Thorin in der Regel relativ schnell wieder rein. Vor allem jetzt, wo es kalt und ungemütlich ist 🙄. Die Kleine fängt oft an mit Thorin zu kabbeln, was echt witzig ist, wenn die halbe Portion auf den schweren -sagen wir- stämmigen 😊 Kater losgeht 😂. Da Thorin aber eher der gemütliche ist, hat er dann auch schnell die Schnauze voll und will seine Ruhe haben 🙄.

          Bestechungsversuche

          Wir versuchen sie mit verschiedenen Spielzeugen zu beschäftigen und mit Leckerlis zu locken

          Deswegen haben wir Sansa verschiedene Spielzeuge hingestellt und ausprobiert – am besten kommt aber ein einfacher Weidenstock mit einem daran gebunden Schnürsenkeln an 😃. Das findet sie großartig.

          Aber auch so ein Spielbrett, in das man Leckerlis legt, damit die Katze sie „rausfischen“ muss, steht hoch im Kurs:

          Und nicht zu vergessen ein Kratz- & Spielbrett aus Pappe 👍 – in dem Karton sind Löcher, in die man Kugeln mit Glöckchen stecken kann – auch danach angelt der Vierbeiner dann wie nach einer Maus. Wie man sieht, nutzen die Vierbeiner das Kratzbrett ziemlich intensiv 😂:

          Die große Frage war dann, wie wir sie besser an uns gewöhnen können. Mittelfristig soll sie ja schon wieder raus dürfen – aber sie muss halt uns bzw. das Haus als ihr Zuhause sehen und sich hier sicher fühlen 🙄.

          Was von Anfang an sehr gut klappte war, sich z.B. auf die Treppe zu setzen und die Stubentiger mit Kochschinken zu locken 🙄. Den mögen sie alle sehr gerne. „Normale“ Leckerlis klappen auch super, aber ab und zu gibts halt mal was Besonderes 😊. Und zu den Gelegenheiten traut sich Sansa auch ganz nahe an uns ran – frisst aus der Hand 👍. Aber sobald wir nur die Leckerlis auf die geöffnete Hand legen, kommt sie zwar schnuppern, aber traut sich dann nicht mehr …

          To be continued … hier in Teil 2 😜

          Wildkamera – wie wir nach Gizmo Ausschau halten

          Ich hatte ja erzählt, dass wir versuchen, Gizmo wieder zu finden:

          Unsere Vermutung ist eher, dass er sich vielleicht in das kleine Waldstück verkrochen hat. Dort gibt es Pferdeställe, Holzstapel – reichlich Unterschlupfmöglichkeiten. Letztlich haben wir aber einfach keine Ahnung, wo er steckt. Aber auch dafür haben wir uns etwas überlegt. Dazu aber mehr in einem separaten Blogpost. Drückt uns die Daumen … 

           Wir haben damals bei unserem Umzug ins Haus Gweny in Montabaur mit einer Lebenfalle einfangen müssen, weil sie total verstört war und niemanden mehr an sich ran ließ. Das ging sicher auch mit Gizmo – wenn man dann wüßte, wo er sich rumtreibt.

          Nach Rücksprache mit einem befreundetem Jäger haben wir uns eine „Wildkamera“ angeschafft (Amazon-Link) – eine Kamera mit Outdoor-Gehäuse, die man mit Akkus betreiben kann. Sie macht Bilder-(Serien) und/oder Videos auf eine SD-Karte, wenn sie eine Bewegung registriert. Über das Mobilfunknetz (dazu muß man eine aktivierte SIM-Karte einlegen) kann die Kamera „Vorschaubilder“ an beliebige Email-Adressen verschicken.

          Vorweg – leider haben wir Gizmo bisher nicht gesichtet. Wir haben die Kamera in das kleine Wäldchen hinterm Haus gehängt, so dass sie von den Waldwegen aus nicht zu sehen ist:

          Dafür haben wir aber jede Menge andere Wald- und Wiesenbewohner vor die Linse bekommen. Das ist wirklich schön anzusehen. Da bekommt man richtig Lust, sich mal (mit einem Förster/Jäger) in der Dämmerung auf die Lauer zu legen und die Tierwelt zu beobachten …

          Die Bilder sind ziemlich gut, auch die Infrarot-Aufnahmen. Ich habe auch mal die Highlights hier zusammen gefaßt – Rehe, Vögel, andere Hauskatzen, Wildschweine, Füchse …

          Gizmo 🐱 – missing in Action 😥

          Heute Abend gebe ich mich dann endlich dran, diesen Blogpost zu schreiben. Ist schon seit Monaten überfällig, aber irgendwie hab ich’s nicht gekonnt, gewollt, ge-irgendwas … 😞

          Im Frühling habe ich ja <hier> erzählt, wie Sansa, Thorin und Gizmo (die Katzenhilfe hatte sie India, Leander und Nulu genannt) bei uns eingezogen sind 😊. Auch, dass die Drei nach 3 Monaten das Haus verlassen durften, haben wir erzählt (zu lesen <hier> und <hier> ). Erst Thorin – und nachdem das ganz gut klappte, dann auch die anderen beiden. Damals habe ich folgendes geschrieben:

          Insgesamt klappt das auch mit den beiden [A.d.R. Sansa & Gizmo] ziemlich gut. Die ersten beiden Tage waren die beiden bzw alle drei zwar echt viel draußen – auch nachts. Da haben wir uns schon ein wenig Sorgen gemacht. Aber das lag wohl vor allem daran, dass es echt gutes Wetter (sprich warm) war und sie natürlich die Gegend erstmal ausgiebig erkundigen mussten. Wir haben sie aber auch immer wieder zusammen gesehen, was unserer Meinung nach ein gutes Zeichen war.
          Danach hat sich das ganz gut eingependelt. Sie sind zwar immer wieder raus, aber alle drei sind für ihre längeren Schlafphasen ins Haus gekommen und haben sich da auf ihre „angestammten“ Plätze gelegt …
          👍

          Und dann ist Gizmo irgendwann nicht mehr nach Hause gekommen 🥺😢. Die Drei waren 2 Wochen lang rein und raus gegangen. Wir haben an dem Tag abends bei gutem Wetter mit Freunden gegrillt – da haben wir die Drei noch gemeinsam auf der kleinen Wiese spielen sehen. Bis dahin waren sie oft zusammen unterwegs. Thorin und Sansa sind spät abends auch wie üblich zum Schlafen ins Haus gekommen – aber Gizmo haben wir seitdem nicht mehr gesehen 😪.

          Wir sind in den nächsten Tagen im Wohngebiet herum gelaufen und haben überall gefragt, ob jemand Gizmo gesehen hat – gerade bei den vielen Spaziergängern (junge Mütter mit Kinderwagen, Hundebesitzer) sollte die Chance gut sein, dass jemand etwas gesehen hat. Die meisten waren auch wirklich hilfsbereit – aber letztlich hat niemand etwas gesehen 😞. Zusätzlich haben wir natürlich auch Plakate aufgehängt und den Verlust bei TASSO, unserem Tierarzt und der Katzenhilfe Westerwald gemeldet. Leider alles ohne Erfolg.

          Wir haben die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben, ihn doch noch wiederzusehen 🙄. Wir glauben nicht, dass Gizmo etwas passiert ist – dass er überfahren wurde. Einerseits ist er einfach sehr erfahren, sich alleine durchzuschlagen. Er kennt das Leben draußen und die Gefahren. Und außerdem wäre er dann sehr wahrscheinlich gefunden worden 🙁.

          Unsere Vermutung ist eher, dass er sich vielleicht in das kleine Waldstück verkrochen hat. Dort gibt es Pferdeställe, Holzstapel – reichlich Unterschlupfmöglichkeiten. Letztlich haben wir aber einfach keine Ahnung, wo er steckt. Aber auch dafür haben wir uns etwas überlegt. Dazu aber mehr in einem separaten Blogpost. Drückt uns die Daumen … 🥺