Hurra, wir leben … und reisen wieder

Um es mit Marius Müller-Westernhagen zu sagen: „Hurra, wie leben ….“ die Älteren erinnern sich (vielleicht) 😉.

Nach vielen Monaten Funkstille versuche ich mal ein paar Dinge zu unserem diesjährigem Sommer-Urlaub zu schreiben – und vor allem einfach eine Auswahl an Bildern zu posten.

Wir hatten unseren „Sommer-Urlaub“ absichtlich in den September gelegt – in die Nachsaison. Bisher ging das ja wegen Julikas Job nicht.

Letztes Jahr hatte Julika eine tolle, 14-tägige Route durch den Nordwesten Schottlands geplant. Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich die schottischen Highland liebe?! 😊 Vermutlich schon. Das ist dann ja aus bekannten Corona-Gründen ausgefallen. Im Frühling 2021 sah es dann ja eine Zeitlang so aus, als ob Großbritannien ein ganz gutes Ziel für einen Urlaub sein könnte. Aber im Sommer hatte sich das schon wieder gedreht. Man erinnert sich an die vollen Stadien zur Fußball WM/EM? Irgendwas. 🤔Die Quittung kam dann natürlich mit der Unerbittlichkeit eines Steuerbescheids … 🤢

Also musste ein anderes Ziel her. Ich wollte Wandern und möglichst eher wenig andere Menschen (wie üblich 🙄). Julika wollte im Früh-Herbst nicht in den -kalten- Norden. Nach einiger Recherche fiel die Wahl dann auf die Region rund um den Fluss Ardeche im Süden Frankreichs (aber nicht an der Küste).

Reiseziel Ardeche, Chassezac, Beaume und der Tarn

Eine Region, in der sich die Flüsse tief, sehr tief in das Gebirge gegraben haben. Man kann dort traumhafte Wanderungen unternehmen. Wenn man mag, mit großem oder kleinen Klettereinlagen. Hoch über den Füßen, runter und entlang des Wassers. Kanufahren. Oder auch sich ein Plätzchen suchen und gammeln oder schwimmen … Und gleichzeitig gibt es überall kleine, alte – oft mittelalterliche Orte die irgendwie abgeschieden von der Zivilisation existieren. In Reiseführern wird man vermutlich sowas wie idyllisch, malerisch oder pittoresk finden 😊. Mehr davon später in weiteren Blogeinträgen.

Wie immer hat Julika die Reise liebevoll in allen Details ausgearbeitet 👍. Unterkünfte gebucht, Wanderungen, Besichtigungen und Wetter-abhängige Alternativ-Programme vorbereitet. Die 13 Tage waren in 4 Etappen aufgeteilt.

Anreise

U.a. aus diversen Berichten in den verschiedenen Online-Mediatheken war klar, dass unser Ziel geradezu nach einer Fahrt mit einem -sportlichen- Cabriolet verlangte 😎. Auf der Contra-Seite hatten wir aber, dass zum einen das Parken mit so einem Wagen alles anderen als einfach werden würde – und vor allem scheint der Franzose in der Vorbereitung zum Führerschein vor allem zu lernen, wie man sein Auto (oder auch das anderer Leute) schnellstmöglich mit Kratzern, Beulen, defekten Blinker und abgeknickten Außenspiegeln versieht 😬. Gibt es in Frankreich überhaupt eine Führerschein-Prüfung?! Könnte auch eine Erklärung sein … Eine weitere These wäre, dass man derartige „Features“ direkt ab Werk mitbestellen kann … 🤔

Anreise ins Zielgebiet – wir haben die Route über Luxemburg genommen

Aber ernsthaft – wer mal in Frankreich unterwegs war, weiß, was ich meine. Und dann ist da noch die Anreise. Gut 900 Kilometer. Das geht in einem Tesla, der auf Autobahnen praktisch alleine fährt halt schon sehr viel komfortabler, als in einem Sportwagen mit Vollschalensitzen (sprich da gibts nix zu verstellen – nur die Entfernung zu den Pedalen). Spärliche Sitzpolster. Ohne Sitzheizung. Nix Tempomat 🙄.

Wir haben echt lange hin und her überlegt – letztlich ist die Wahl dann aber doch aufs Cabrio gefallen 😃. Was dann auch die Konsequenz hat, dass wir mit recht beschränktem Stauraum zurecht kommen mussten 😎. Das hat auch zu der einen oder anderen -nennen wir es- Stilbüte geführt 😉. Aber auch das später.

Da die Route größtenteils über französische Autobahnen mit genereller Geschwindigkeitsbeschränkung verläuft, sind wir immerhin so sparsam wie selten unterwegs gewesen:

8,8 Liter pro 100 Kilometer mit dem Wagen – quasi permanente Schleichfahrt

Das Wetter am ersten Tag war sehr durchwachsen. Ab und zu auch mal Regen. „Interessant“ waren auch die Maut-Stationen auf den französischen. Autobahnen – vor allem Julika hatte keine Chance im Sitzen an die Automaten heranzukommen 😬. Das Auto und die Sitze sind einfach viel zu tief. Aber als wir in Frankreich dann von der Autobahn abgefahren sind, kam die Sonne raus und wir haben das Dach aufgemacht ☀️.

Unsere erste Station: Thueyts

Ziel war ein -wie sich rausstellte- sehr verschlafener Ort Namens „Thueyts„. Abends hatte Julika in einem hervorragend bewertetem Restaurant Plätze zum Abendessen reserviert. Per Email. Es soll dort phantastische Burger geben. Auch in Geschmacksrichtung „vegetarisch“ 🍔👍.

Können wir aber leider nicht beurteilen – in dem Ort hatten nämlich fast alle Restaurants geschlossen 😳! Nachsaison und Corona – keine gute Kombination 😟.

Das hätte unser Preis sein sollen – wenn man genau hinsieht, kann man das „Sorry, we’re CLOSED„-Schild erkennen

Wir haben dann doch im Hotel gegessen, was wir eigentlich nicht vorhatten. Für mich gabs Falafel.

Nach dem Essen sind wir dann noch eine Runde durch den verlassenen Ort gegangen. Schon eine seltsame Stimmung.

Am nächsten Morgen sollte es dann mit der ersten Wanderung los gehen – direkt vom Hotel aus. Das im nächsten Eintrag … 😉

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