Es wird mal wieder Zeit für die Katzen-Post. Ihr habt die sicherlich sehnsüchtig vermisst 😊. Immerhin besteht die Hälfte des Internet-Content aus Katzenbildern, -videos und -geschichten. Die andere aus … naja, Ihr wisst schon 😉.
Der – oder ein Grund, warum ich mich endlich mal wieder zu einem Bericht aufraffe, ist, dass genau vor zwei Jahren unsere drei Hausbesetzter (bekannt unter Thorin, Sansa und Gizmo) bei uns eingezogen sind. Und letzte Woche vor einem Jahr ist Gizmo tot aufgefunden worden 😥. Genau vor zwei Jahren bedeutet konkret der zweite Februar 2019. Sollte ich wohl dazu sagen, da es wohl wie üblich ein paar Tage dauern wird, bis ich den Post fertig habe … Und dann hat Maze (damals Hira) am Samstag den ersten Jahrestag des Einzugs!
Leider gibt es nicht gerade gute Neuigkeiten 😞. Aber auch die Geschichten gehören halt dazu – und letztlich gibts wenigstens keine Katastrophen zu berichten (Nachtrag: Zwei Tage später muss ich mich hier leider korrigieren 🥺) ….
Heute gehts um die beiden „Summ-Summs“ : Mazikeen und Neo. Das Geschwister-Pärchen. Ihr erinnert Euch vermutlich – ich habe ja eine ganze Reihe Blogpost zu den beiden geschrieben. Die beiden hatten ja „damals“ ziemlich gesundheitliche Probleme – Giardien 🤕. Weshalb sie noch viele Wochen in der Katzenhilfe in Quarantäne bleiben mussten, bevor sie dann endlich bei uns einziehen konnten. Besonders Maze hatte es echt erwischt. Hier nochmal ein Bild, als wir Mazikeen abgeholt haben:

1. Akt: Wer braucht schon Zähne?
Vor allem Maze hat immer wieder sehr deutlichen Mund- meine natürlich Mäulchen-Geruch. Mal mehr, mal weniger. Wir wissen bzw. wussten, dass das auch mit Entzündungen im Maul zusammenhängen kann. Bei gelegentlichen Kontrollen hat Julika auch machmal gesehen, dass Maze‘ Zahnfleisch gerötet – sprich entzündet war 🙄.
Ich weiß gar nicht mehr, ob wir im spät Herbst wegen einer Routine-Untersuchung mit Maze beim Tierarzt waren, oder ob es uns um die Entzündung im Maul ging. Spielt auch keine Rolle – die Tierärztin meinte auf jeden Fall, dass man da „mal ran“ muss. „Ran“ bedeutet in diesem Fall eine Zahnreinigung. Genau – das, was man mit Glück (oder mit Pech – je nach Sichtweise ) beim Zahnarzt verpasst bekommt 😊. Grundsätzlich ist das tatsächlich dasselbe wie beim Menschen. Die Gemeinsamkeit ist, dass -zumindest bei gesetzlich Versicherten- man selber für die Kosten aufkommt. Wie bei der Katze. Der Unterschied ist, dass die Katze für die Prozedur sediert (in Narkose versetzt) werden muss. Die sieht nämlich nur in den seltensten Fällen ein, bei der Prozedur still zu halten 🙄. Letztlich kann man aber auch erst unter Narkose so wirklich feststellen, was genau die Ursache für eine Entzündung des Zahnfleisches ist.
In der Konsequenz ist das einerseits nicht völlig ohne Risiko – und es ist auch nicht gerade die kostengünstigste Methode seine Katze in das Reich der Träume zu schicken 🙄. Aber wer schafft das schon mit Gesang … und das vor den TierarzthelferInnen … 😜
Im Dezember haben wir dann einen Termin ausgemacht. Und weil Neo auch ab und zu Entzündungen im Mäulchen hat, haben wir ihn auch direkt für ein paar Tage später mit angemeldet. Blöderweise war das Doppelpack leider gerade nicht im Sonderangebot …. wäre ja cool gewesen 😊: Buchen Sie eine Zahn-OP und Sie erhalten ein kostenlose Botox-Behandlung oben drauf … 😎
Abgabe war morgens ganz früh. Maze war zuerst dran – übrigens unter strengen Corona-Bedingungen. Sehr professionell organisiert. Aber das ist eine andere Geschichte. Wir konnten Maze erst abends wieder abholen. Sie war wenigstens schon ganz aufgewacht – so wirklich „lustig“ ist das ja nicht, wenn die armen Geschöpfe aus der Narkose aufwachen und sich herumschleppen und torklen 🤕.
Leider war die Entzündung so schlimm, dass der Arzt Maze einen Zahn ziehen musste. Und sie haben uns auch schon vorgewarnt, dass die Entzündung wohl chronisch ist und Maze immer wieder zur Zahnreingung muss und nach und nach Ihre Zähne verlieren wird 😞. Aber die Entzündung sei halt schon schmerzhaft – auch wenn die Stubentiger sich das ja nie so richtig anmerken lassen.
Neo war dann ein paar Tage später dran. Und da haben wir uns dann richtig erschreckt. Aus der Zahnreinigung ist eine komplette OP geworden 😳- in der dem Armen so gut wie alle Backenzähne gezogen werden mussten! 17 Zähne hat er verloren 😥. Und das bei einem jungen Kater von 2 Jahren …


Man kann die Wunden ganz gut erkennen – ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie es einem mit solchen Wunden (das wird ganz „normal“ genäht) im Mund so geht. Wie gerne man dann isst bzw. frisst. Neo hat da eine ganze Weile dran geknabbert – geknabbert – Wortspiel …. witzig, gelle …. 🤐
Die ersten Tage haben wir kaum was an Futter in den Kater reinbekommen. Wir haben uns schon richtig Sorgen gemacht und sind nochmal mit ihm zum Tierarzt. Aber letztlich sind die Wunden gut geheilt und nach und nach hat er auch wieder angefangen zu fressen …. 👍
Die Heilung kann/soll/wird mit diversen Medikamenten flankiert. Aber zumindest so eine Paste, die man den 4-Beinern mehrmals täglich aufs Zahnfleisch schmieren soll, können wir für wohltätige Zwecke spenden 🙄. Keine Chance – Maze nimmt schon Reißaus wenn Sie das Zeugs nur riecht 😬. Aber auch beim gutmütigen Neo haben wir da keine Chance.
Ich habe da „leider“ keine Bilder zum zeigen – aber ihr könnt Euch vorstellen, dass es schönere Dinge gibt. Wenigstens haben die beiden sich erstaunlich schnell erholt – und Schlaf ist ja da bekanntlich sowieso das Beste 😊:

2. Akt: Erkältungszeit – auch für Katzen?
Ungefähr zwei Wochen nach den OPs hat zuerst Neo angefangen und immer häufiger zu niesen – drei-, viermal hintereinander. Zuerst dachte ich, das sei eine Allergie 🙄, weil der so oft an eines von diesen Blumen-Pflanzen-Dingern schnuppert. Nachdem es aber immer schlimmer wurde, haben wir ihn dann doch zum Tierarzt geschleppt.
Julika kam dann auch prompt mit mehreren Medikamenten zurück. Zum Niesen haben sich dann sehr schnell auch eine laufende Nase, so eine „rasselnde“ Atmung und dann sogar triefende Augen dazugesellt 🥺. Julika hat mir schon ein schlechtes Gewissen gemacht, weil ich so lange gewartet habe … 😬
Auf jeden Fall gings dem Armen echt nicht gut 😞und wir haben 2-mal täglich Medikamente verabreicht – Antibiotika in Tabletten-Form und ein Schmerzmittel.
Kurze Zeit später (natürlich am Wochenende) hat dann auch Maze angefangen 😳! Da haben wir dann entschieden, die beiden in Quarantäne unten ins Hifi/Video-Zimmer auszulagern und Mazikeen direkt mit zu behandeln. Wenn sich unsere (nicht mehr ganz so) Wildlingsdame Sansa anstecken würde – na, das wäre ein Spaß die täglich einzufangen und Medikamente zu geben 😬!


Am Montag sind wir dann auch direkt mit Maze zum Arzt. Bei Ihr hat es von Anfang an auch die Augen erwischt. Für Maze haben wir dann neben Antibiothika und Schmerzmittel sofort auch eine Salbe für die Augen bekommen. Ein Heidenspaß 😬! Maze einzufangen ist schon nicht ganz einfach – aber wenn Julika ganz vorsichtig versucht hat, die Salbe in die Augen zu verteilen, hat der kleine schwarze Teufel sich mit allem gewehrt, was sie hat 😥 Die Arme hatte richtig Panik 😞 – und natürlich erkennen die Tiere sehr sehr schnell, was auf sie zukommt. Dann verkriechen die sich in der hintersten Ecke, auf dem höchsten Regal/Schrank/Balken oder mittig unter dem großen Sofa … 🙄

Ich hab Sie mit schierer Gewalt festgehalten und trotzdem habe ich den einen oder anderen tieferen Kratzer als Andenken mitgenommen …
Das müsste jetzt drei Wochen her sein, dass wir die beiden von Thorin und Sansa getrennt haben. Ich weiß nicht, ob es bei den drei Akten bleibt (drückt uns mal die Daumen), aber es gibt zumindest nicht nur schlechte Nachrichten.
Neo ging es relativ schnell wieder deutlich besser. Der Schnupfen ist längst weg und auch die Augen sind wieder groß und klar und tränen nicht mehr 👍.
Trotzdem haben wir Neo weiter zusammen mit Maze in Quarantäne gelassen – damit sein Schwesterchen nicht ganz alleine ist. Und er ist so süß – er kümmert sich immer um sie, putzt und tröstet sie 🥰:

Leider hat Maze nicht so ein Glück – im Gegenteil 🥺. Auch bei Ihr ließen die „Grippe-Symptome“ nach einer Woche zurück. Aber die Augen wurden nicht wirklich besser. Immer etwas verklebt, tränend und sie hat die Augen immer zugekniffen. Was wohl ein Symptom für eine Bindehaut-Entzündung ist. Nach einem Telefonat mit der behandelnden Ärtzin habe ich „Nachschub“ an Medikamenten geholt – und ein Rezept für ein anderes Antibiotikum, das in Form von Tropfen direkt aufs Auge gegeben wird. Die eindringliche Bitte der Ärtzin lautet – wenn es irgendwie geht dreimal täglich die Tropfen und eine Salbe zur Beruhigung der Hornhaut verabreichen. Super, also weiter der K(r)ampf mit den Augen 🙄…. Aber natürlich geht das. Muss ja. Mit einer theatralischen Geste könnte ich auch sagen: Scheitern ist keine Option. Naja, meinen schlechten Humor habe ich zumindest behalten 😬.
Immerhin hat sich das Verfahren inzwischen eingespielt – einerseits wissen Julika und ich besser, wie wir das angehen – und es scheint, dass auch Maze begriffen hat, dass wir Ihr nichts Böses wollen und dass es schnell vorbei ist, wenn sie „mitmacht“ 🙄.
Wie man einer Katze ohne Blessuren Tropfen und Salben ins Auge träufelt ….
Wenn wir sie erstmal haben – üblicherweise liegt sie entweder ganz oben auf einem der Regale, von wo ich sie runter „pflücke“ 🙄, oder sie verkriecht sich unter dem Doppelbett. Meistens resigniert sie dann aber und lässt sich von mir sanft und langsam über den Boden unter dem Bett rausziehen. Sie wird dann erst nochmal beschmust, bevor ich sie dann auf ein altes, großes Handtuch auf das Bett setze. Dann kommt das Entscheidende – sie wird so in das Handtuch eingewickelt, dass vor allem ihre Vorder- und Hinterpfötchen derart fixiert sind, dass sie keine Bewegungsfreiheit hat und damit weder entwischen, noch meinen Arm zerteilen kann 🙄. Ich kann sie dann an mich pressen und mit einer freien Hand das Köpfchen mit sanftem Druck in den Nacken drücken. Das klappt wirklich erstaunlich gut – vor allem sprintet Maze nicht mehr vor Panik sofort weg und verkriecht sich, sobald sie eine Chance wittert, weil ich sie loslasse 🙄.
3. Akt: Doch keine „einfache“ Erkältung
Soviel zur guten Nachricht – jetzt zur schlechten 😥. Nach weiteren (geschätzten) 5 Tagen wird es immer noch nicht besser mit Maze’s Augen – Julika meint, die würden sich sogar weiter eintrüben 😬! Da unsere Sorgen immer größer wurden, fährt Julika ein weiteres Mal mit der Kleinen zum Arzt. Unsere Beobachtung hat sich bestätigt: Das Antibiothika zeigt keine Wirkung, es könnte also eher etwas Virales sein 😞. Laut Ärztin zum Beispiel ein Herpesvirus 😳! Auf jeden Fall wird zur Klärung ein Abstrich vom Auge gemacht wird, was wohl eine ziemlich scherzhafte, zumindest aber sehr unangenehme Prozedur ist 😬. Das war an einem Freitag. Die Probe wird ins Labor eingeschickt. Wir sollen am nächsten Mittwoch wegen des Befundes anrufen. Solange behandeln wir weiter.
Mittwoch Abend kommt dann die bittere Erkenntnis – es handelt sich tatsächlich um einen Herpesvirus, der die Augen befallen hat 😓.
Julika ist am Donnerstag morgen erneut mit Maze in die Praxis gefahren. Dort wurde noch ein weiterer Test gemacht, bei der die Hornhaut „angefärbt“ wird. Es sieht nicht gut aus. Der Virus hat sich schon richtig festgesetzt 😥.

Heute ist Sonntagabend – seit Donnerstag haben wir neue Medikamente. Augentropfen gegen den Virus und eine andere Salbe, die die Hornhaut beruhigen und helfen soll, dass sie -möglichst narbenfrei- verheilt. Weiterhin ein Schmerzmittel, damit die Arme sich nicht die juckenden Augen zerkratzt. Und quasi als Amuse-Gueule (und ja – ich musste nachsehen, wie man das schreibt 🧐) noch ein Pulver zum Untermischen unters Futter zur Stärkung des Imunsystems 🙄.
Und das „Beste“ zum Schluß: Seit Donnerstag versorgen wir Maze’s Augen nicht mehr 3-mal, auch nicht 4-mal – sonder 6-mal täglich 😳! Wir haben einen genauen Plan gekommen 🙄:

Meiner Meinung nach hat sich da ja ein Fehler eingeschlichen – viel Spaß beim Suchen 🙄.
Wir sind bei all dem Unglück aber einfach froh, dass das jetzt, in dieser Zeit passiert 🥺. Wir sind beide 100% zu Hause und können die Kleine versorgen. Einer alleine hätte da keine Chance. Und Maze hat inzwischen den Wiederstand komplett aufgegeben. Entweder aus Resignation, oder, was wir uns natürlich einreden, weil sie merkt, dass wir Ihr nichts Böses wollen und wenn die „mitmacht“, dass es dann schnell vorbei ist 🙄.
Ist sie anfangs sofort panisch unters Bett geflüchtet, sobald ich sie nicht mehr 100% festhalten konnte, bleibt sie inzwischen auf dem Bett sitzen, geht nur ein paar Schritte und lässt sich auch immer öfter streicheln. Leckerlis wirken ja auch inzwischen ganz gut 🙄.
Wir behalten das Ritual mit dem Handtuch weiterhin bei, auch wenn wir es nur noch lose um Maze wickeln – für sie ist das das Zeichen, dass sie stillhält. Der kleine Wirbelwind ist echt super tapfer 👍! Und wir glauben, dass es langsam besser wird.
Nachtrag die Vierte
Montagabend – Julika war vorhin ein weiteres Mal zur Kontrolle in der Praxis. Gute Nachricht! Die Ärtzin sagt, die Hornhaut heilt gut ab und die Chancen stehen gut, dass es komplett und ohne (zumindest beeinträchtigende) bleibende Schäden heilt, sprich keine Narben auf der Hornhaut 🥰.
Ihr könnt Euch vorstellen, wie erleichtert wir sind. Auch wenn Maze längst nicht über den Berg ist 🙄. Aber die ständige Befürchtung, dass die arme erblinden wird, ist kein schöner Begleiter duch den Tag ….
Mindestens noch 8-10 Tage müssen wir Mazes Augen weiterhin nach Plan gehandeln 🙄. Aber das ist halt wie mit der Pandemie: Wir haben ein -zu erreichendes- Ziel und einen Plan. Nicht, dass wir ohne aufgegeben hätten, aber so ist es natürlich leichter ….
Ich glaube, ich belasse es jetzt erstmal dabei 😊. Ich hoffe, dass wir nicht noch weitere Hiobs-Botschaften bekommen und wir einfach nur noch durchhalten müssen. Drückt uns bzw. Maze mal die Daumen ….
Epilog
Inzwischen sind (schon) drei weitere Wochen vergangen 🙄. Und diesmal ist es eine Geschichte mit Happy End 🙏. Nach genau 9 Tagen hat Julika unsere goldene Kundenkarte in der Tierarztpraxis genutzt und hat Maze zur Kontrolle gebracht – Aschermittwoch. Im Gegensatz zum durchschnittlichen Karnevals-Jecken für uns ein echter Freudentag 🥳! Keine bleibenden Schäden 🥰. Wir sollten die Kleine weiterhin zweimal am Tag mit der Salbe für die Hornhaut versorgen – was wir natürlich pflichtbewusst machen. So langsam schleichen wir das aus – wie man so schön sagt.
Inzwischen brauchen wir weder ein Handtuch, noch sonst ein Hilfsmittel, um Maze die Augentropfen zu verabreichen. Ich muss Ihr Köpfchen nur sanft führen – dann sträubt sie sich überhaupt nicht mehr und spielt mit. Das funktioniert sogar, wenn ich sie auf dem Arm habe 🤗.
Sie ist wieder ganz die Alte – bzw. ganz der junge Wirbelwind 💨. BTW – was ist die weibliche Form von Wirbelwind? Wirbelinnenwind? Wirbelwindin? 😎
Egal – sie tobt wieder mit den anderen durchs Haus – die Quarantäne haben wir natürlich aufgehoben.






