Tesla – Licht und Schatten?

OK, vielleicht etwas zu reißerische Überschrift. Mir fiel aber nix besseres ein – letztlich sind es einfach ein paar Infos, die ich hier festhalten möchte. Und um die Spannung nicht ins Unermessliche zu steigern: Mehr Licht als Schatten!

Im Einzelnen geht es um:

  1. Immer noch „Service Hell 2.0“ – 9 Monate kostenlose Nutzung der Supercharger
  2. „Service Heaven X.Y“ – Software Update erhöht erneut Performance und Reichweite von ausgelieferten Fahrzeugen
  3. Aber die Batterie – hält die denn auch?! 100.000 Meilen mit dem M3

Immer noch „Service Hell 2.0“ – 9 Monate kostenlose Nutzung der Supercharger

Das Unerfreulichste zuerst. Die Organisation Tesla ist wohl leider immer noch nicht so richtig aufgestellt, um die „vielen“ (im Vergleich zu den Zeiten, wo es nur Model S und X gab) Kunden angemessen zu bedienen und Anfragen zu beantworten. Ihr erinnert Euch? Production Hell – Delivery Hell – Service Hell. Elon Musk‘s eigene Worte 🙄.

Da wir vor unserer Bestellung im letzten Dezember nicht einmal eine Probefahrt gemacht hatten, sollten wir zusätzliche 3 Monate kostenlose Nutzung der Tesla eigenen Ladeinfrastruktur erhalten – zusätzlich zu den 6 Monaten, die wir als Reservierer und Besteller der ersten Stunde bekommen haben.
Der ganze Bestellvorgang war „damals“ ja sehr chaotisch. Immerhin wurde die kostenlose Nutzung im Account hinterlegt. Allerdings wurde dort kein Zeitraum, kein Enddatum angezeigt. Auf Nachfrage hieß es immer, das würde dann irgendwann angezeigt und falls nötig die zusätzlichen 3 Monate eingetragen.

Kurz vor Ablauf der 6 Monate wurde dann in meinem Account ein Datum angezeigt – es waren aber weder die 6 Monate, noch die insgesamt 9. Irgendwas wie 6,5 Monate oder so. )

Es war ein wahrer Marathon mit diversen Anrufen, eine ganze Reihe von Emails an verschiedenste Email-Adressen, die ich größtenteils aus dem TFF-Forum hatte, bis das dann tatsächlich geklappt hat! Nachdem ich es irgendwie geschafft habe, ein Mitarbeiterin zu „finden“, die sich für zuständig hielt, war das Ganze dann wieder einfach und schnell gelöst. Erst kam eine Email, dass der Vorgang in Bearbeitung sei. Dann rief die Mitarbeiterin mich (über ein Handy) an und teilte mir mit, dass die 9 Monate eingetragen seien und es nur noch etwas dauern könne, bis das auch angezeigt wird. Bei Problemen soll ich mich in der Zukunft gerne direkt an sie wenden. 3 Stunden später war alles gut!

Wie ich ja schon vor ein paar Tagen geschrieben habe: Die Mitarbeiter scheinen echt alle motiviert und sehr bemüht zu sein. Man muss nur erstmal an den/die richtige Ansprechpartnerin rankommen ….

„Service Heaven X.Y“ – Software Update erhöht erneut Performance und Reichweite

Eines der „Selling Points“ (Verkaufsargument?) für einen Tesla ist sicher das Feature, das neue Software komfortabel „over the air“ eingespielt wird (OTA updates). Hatten wir doch vor ein paar Tagen erst für das Software Release V10.

Da ging es vor allem um neue Features. Jetzt hat Tesla aber angekündigt, die Performance und teilweise auch die Reichweite der PKW zu erhöhen – um bis zu 5%. Für bereits verkaufte Wagen wohlgemerkt!
Das wäre dann das zweite Mal, dass die Performance unseres Model 3 nachträglich verbessert wird. Ich finde, das ist es wert, extra hervorgehoben zu werden.

Wenn ich mal auf meinen anderen Lieblingsauto-Hersteller schiele – bei Porsche bezahlt man für ein paar PS mehr richtig viel Kohle. Das geht natürlich eh nur mit anderer Hardware (lassen wir das Chip-Tuning mal außen vor – ist ja zumindest umstritten, ob das was bringt). „Kostenlos“ dürfte für die etablieren Hersteller wohl eher ein Albtraum sein .

Außerdem zeigt es ein weiteres Mal einen Punkt, der vielen wohl nach wie vor nicht so klar ist: Ein (von Grund auf) gut entwickeltes Elektroauto besteht zu einem wesentlichen Teil aus: SOFTWARE.

Einen Punkt muss ich hier aber jetzt noch loswerden – bei all dem Lob. Was überhaupt nicht funktioniert ist die Automatik des Scheibenwischers! Das ist echt eine Frechheit. Einerseits kann man sagen, naja, ist ne Kleinigkeit. Aber das ist ja wohl seit Jahren ein gelöstes Problem. Und was nützt mir ein komfortabler „Autopilot“ (sagen wir besser Fahrassistent), wenn ich wegen des Scheibenwischers doch andauernd irgendeinen „Knopf“ drücken muss ….

Aber die Batterie – hält die denn auch?! 100.000 Meilen mit dem M3

Eins der Standard-Themen der „Elektro-Gegner“ – die Batterie gibt schnell den Geist auf und das BEV (Battery Electric Vehicle) ist schrottreif. Taugt nix die ganze Technik.

Wir hatten das Thema auch in unserem Blog mal – meine ich … so 2-19 Mal .
Mal abgesehen von der Garantie auf die Batterie über 8 Jahre bzw. 160.000 km – wichtig sind letztlich reale Erfahrungen. Genau die hat jetzt in den Staaten ein Model 3 Käufer dem sehr bekanntem Blog Electrek in einem Interview Erfahrungen mitgeteilt: Er hat die 100.000 Meilen Grenze mit seinem Wagen überschritten. So ganz viele nützliche Details scheinen in dem Interview leider nicht rüber gekommen zu sein – aber das Fazit fällt sehr positiv aus. In seinem Fall hat die Batterie nach eigener Aussage nur ca 2,5% Kapazitätsverlust. Ich verlinke hier mal die deutsche Meldung auf TeslaMag, als auch das original Post auf Electrek.

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