Bretagne-Urlaub, zweiter Tag. Wenn ich in diesem Tempo weitermache, bin ich vielleicht Weihnachten fertig 🙄 …. – 2025 😬.
Ich habe mir überlegt, dass ich nicht für jeden Tag einzeln ein Post schreibe, sondern das eher thematisch angehe. Die Hoffnung ist, dass es dann etwas „kürzer“ wird. mal schauen, ob das klappt 🙄.
Der letzte Beitrag vom Urlaub ist ja schon eine kleine Ewigkeit her – ich hab den Text zwar auch schon seit Wochen fertig, aber die Bilder musste ich noch aussuchen.
Nach Rouen stand die Weiterfahrt nach Honfleur auf dem Plan. Laut einhelliger Meinung diverser Reiseführer ein Must-See – ein sehr altes, kleines Hafenstädtchen.
Ankunft in Honfleur
Bei der Einfahrt hat mich dann der Schlag getroffen😳! Nochmal zur Erinnerung. Mein Plan war zu wandern. Ruhe, Einsamkeit. Und ab und zu mal „was anschauen“. Alte Steine oder so … 🙄 Und dann haben wir gefühlt zwei Ewigkeiten gebraucht, um überhaupt in den Ort zu kommen, weil sich endlose PKW und Camper Schlangen stauten. Dazwischen liefen Horden von Touristen auch gerne mal mitten zwischen den Fahrzeugen herum. Ein riesiger Camper meinte in der Mitte des Ortes mittig auf der Straße bzw. einem kleinen Platz parken zu wollen, weil – keine Ahnung. Aus Gründen 🤬 Auf jeden Fall sperrte der eine Spur komplett und die andere Richtung musste sich um da Fahrzeug herum schlängeln. Da sowieso in beiden Richtungen lange Schlangen waren, ging dann natürlich in unsere Richtung gar nichts mehr weiter …. 😬 Die „Hauptstrasse“ in den Ort, auf dem wir unterwegs waren, führte durch den Hafen und entlang der Hafenmauer. Ein heilloses Gewimmel. Ich fühle mich eher an den Ballermann etc. gebeamed. 😳
Unsere Unterkunft
Unsere Unterkunft lag zwar mitten in Ortskern, aber nicht direkt an der „Touri-Meile“ am Hafen. Wir haben zwei Runden (jeweils wieder mit dem ganzen Chaos) gebraucht, bis wir trotz Navi das richtige Haus gefunden haben 🙄. Die Adresse liegt in einer sehr engen Einbahnstraße mit sehr alten Häusern. Wir haben auf einem kleinen Parkplatz, auf dem man anscheinend parken kann, wie es halt gerade so geht, stehen darf. Oder zumindest ist das bei den Franzosen so üblich. Man muss ein paar Meter zu Fuß und durch einen Torbogen in den Innenhof.
Und dann sind wir erstmal stehen geblieben, und haben den Anblick in uns aufgenommen 😳. In Rouen hatten wir ein ganz normales „kontinentales“ Hotel. Hier in Honfleur standen wir einem wirklich einfach nur schönen Innenhof eines süßen, kleinen B&Bs – so stellt man sich irgendwie Frankreich vor 👍 !
Die Bilder können das leider -wie meistens- nicht so recht wieder geben, aber vielleicht kann man sich halbwegs ein Bild machen.
Ein paar Sitzgelegenheiten im Innenhof – wie sich rausstellt, kann man bei gutem Wetter auch dort frühstücken. Was wir am 2. und 3. Tag auch getan haben 😉. Das Frühstück enthielt zwar nicht super viel Auswahl, aber es war alles sehr frisch und qualitativ wirklich hochwertig und super lecker!
Es gibt eine -vermutlich sehr alte- graue Katze, die gerne auf den verschiedenen Sitzgelegenheiten liegt und schläft – und sich auch mal sehr gerne von den Gästen streicheln läßt. Das lies sich einrichten.
Der Inhaber sprach nur Französisch (zumindest weder Englisch noch Deutsch), aber mit Julikas Basic-Französisch Kenntnissen – unterstützt von Händen und Füßen- war das kein Problem. Wie war dann gemerkt haben, sprachen die beiden Söhne, die ebenfalls mit in dem B&B arbeiten, ziemlich gut Englisch, so dass wir uns später auch länger und nett unterhalten haben.
Die Zimmer befinden sich größtenteils im Obergeschoss rund um den Innenhof. Die Familie hat aber irgendwann das alte Schulgebäude des Ortes gekauft (vermutlich gekauft), und dort die ehemaligen Klassenräume jeweils ein großes Appartement umgebaut. Wir hatten für insgesamt 3 Nächte so ein Zimmer gebucht.
Auch hier: die Zimmer sind einfach sehr liebevoll eingerichtet. Dabei ist zwar der ursprüngliche Charakter des Gebäudes und der Räume erhalten geblieben, aber gleichzeitig haben sie z.B. ein Top modernes Bad eingebaut. Echt cool! Das Doppelbeet steht mitten im Raum, eine riesige Schrankwand (die alten Schränke aus dem Klassenzimmer einfach abgebeizt!) als Stauraum.
Das Gebäude liegt ca. 5 Minuten Gehweg von dem „Haupthaus“ entfernt. Als wir angekommen sind, ist einer der beiden Söhne mit einem elektrisch angetriebenen Buggy vorgefahren. Die Familie hat wohl auch einen Faible für Elektromobilität – in dem großen Innenhof unserer Unterkunft gab es insgesamt drei „Wellblech-Garagen“ – davon sind zwei mit Tesla Wallboxen (TWC) ausgestattet, so wie wir auch einen zu Hause haben – Tesla Destination Charger. Man hat uns sofort angeboten, dass wir dort – kostenlos- laden können. Da wir in Rouen aber schon über die Nacht auf die üblichen 90% geladen hatten und die gefahrene Strecke jetzt nicht soooo groß war, haben wir dann abgemacht, dass wir am zweiten und dritten Tag dort einen Platz „reserviert“ bekommen (in dem Innenhof standen abends schon bis zu 10 Fahrzeuge und die Garagen waren natürlich begehrt).
Der Ort
Abends haben wir dann einen kleinen Rundgang durch den Ort gemacht. Auf der einen Seite des Hafens war ein kleiner „Flohmarkt“ – da musste Julika natürlich drüber gehen 😄.



Wir haben an der überfüllten Promenade natürlich auch ein Eis gegessen – in Frankreich kostet die Kugel ab 2,50 € aufwärts 😳! Julika fand das Gedrängel gut – oh Wunder, ich jetzt nicht so wirklich 😬.
Aber wir sind dann auch ganz gezielt in die Ortsteile jenseits der Tour-Meile gegangen. Und schon 2 Querstraßen weiter war es fast menschenleer und der Ort zeigte, warum er als eins der Highlights der Normandie gilt. Wobei ich sagen muss, dass mir – und ich glaube auch Julika- Rouen fast noch besser gefallen hat.
In den folgenden Abend haben wir weitere ausgedehnte Spaziergänge unternommen uns an zwei Abenden (der drei) in bzw. vor ein kleines Café gesetzt, auf dessen Vorplatz anscheinend täglich in den Abendstunden ein Musiker mit Hut (zum Sammeln, nicht als Kopfbedeckung 😉) Live Musik auf seiner Klarinette macht. Der war echt gut – ich mag Live Musik ja eh, und das war eine tolle Atmosphäre.

Was darf nicht fehlen – Essen
Als Vegetarier (und dann auch noch Anti-Alkoholiker) hat man es in Frankreich gar nicht so leicht, auf angenehme und befriedigende Weise satt zu werden 🙄 – nicht, wenn man auch mal was anderes als Crepe essen will. Zumindest in der Normandie und Bretagne.
In der Normandie sind Galette eine typisch einheimische Speise: Eine Art dünner Pfannkuchen aus Buchweizen, die dann in verschiedenen Füllungen angeboten werden: Süß, sauer, herzhaft. Kann man schon machen., wenns die nicht jeden Tag gibt.

Am letzten Abend haben wir in ein winziges Restaurant in Honfleur einen Tisch reserviert, dass Julika auf Trip Advisor gefunden hat. Die Bewertungen sagten, dass es da auch immer ein hervorragendes und frisches vegetarisches Menü gibt.
Wir sind nicht enttäuscht worden! Unsere beiden Essen waren wirklich super und die Atmosphäre war toll. Wir hatten einen sehr schönen Abend …
















